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Birgit Vanderbeke

Birgit Vanderbeke, geboren 1956 im brandenburgischen Dahme, lebte bis zu ihrem Tod Ende 2021 im SĂŒden Frankreichs. Ihr umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Kranichsteiner Literaturpreis. 2007 erhielt sie die BrĂŒder-Grimm-Professur an der Kasseler UniversitĂ€t.
Das Muschelessen

Das Muschelessen

Angespannt wartet die Familie am gedeckten Tisch auf den Vater. Mutter, Tochter und Sohn sitzen vor einem Berg Muscheln, die allein das Oberhaupt der Familie gerne isst. Um die zĂ€he Wartezeit zu ĂŒberbrĂŒcken, beginnen sie miteinander zu reden. Je mehr sich der Vater verspĂ€tet, desto offener wird das GesprĂ€ch, desto umbarmherziger der Blick auf den autoritĂ€ren Patriarchen und desto tiefer der Riss, der die scheinbare Familienidylle schließlich zu zerstören droht.

Das Muschelessen

Das Muschelessen

Angespannt wartet die Familie am gedeckten Tisch auf den Vater. Mutter, Tochter und Sohn sitzen vor einem Berg Muscheln, die allein das Oberhaupt der Familie gerne isst. Um die zĂ€he Wartezeit zu ĂŒberbrĂŒcken, beginnen sie miteinander zu reden. Je mehr sich der Vater verspĂ€tet, desto offener wird das GesprĂ€ch, desto umbarmherziger der Blick auf den autoritĂ€ren Patriarchen und desto tiefer der Riss, der die scheinbare Familienidylle schließlich zu zerstören droht.

Das Muschelessen

Das Muschelessen

Aus dem Kanon der Gegenwartsliteratur: eine vermeintliche Familienidylle zerfĂ€lltEin Berg Muscheln steht im Mittelpunkt dieser zeitlos kraftvollen ErzĂ€hlung. In der KĂŒche ist zum Abendessen gedeckt, nur einer fehlt: der Vater und Patriarch, der die Familie nach seiner Vorstellung mit Zucht und Strenge zusammenhĂ€lt.