5/5

Suter beeindruckt mal wieder

Martin Suters Roman "Melodie" ist eine fesselnde Geschichte über das Leben eines Anwalts namens Daniel. Nach einem schweren Schicksalsschlag in seiner Familie beschließt Daniel, sein Leben komplett umzukrempeln und beginnt, sich für Musik zu interessieren. Suter beschreibt Daniels Wandlung auf eine sehr einfühlsame Art und Weise. Der Leser wird mitgenommen auf Daniels Reise durch die Welt der Musik und erfährt dabei nicht nur viel über die verschiedenen Musikrichtungen, sondern auch über die Bedeutung von Musik im Leben. Besonders beeindruckend fand ich Suters Schreibstil, der es schafft, den Leser mit Daniels Emotionen und Gedanken zu verbinden. Die Geschichte ist gut durchdacht und mit überraschenden Wendungen versehen, die den Leser immer wieder aufs Neue fesseln. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Martin Suters Roman "Melodie" ein lesenswertes Buch ist, das nicht nur die Bedeutung von Musik, sondern auch die Wichtigkeit von Veränderung im Leben aufzeigt. Die Charaktere sind glaubwürdig und die Geschichte wird auf eine mitreißende Art und Weise erzählt.

5/5

Spannend

Darum geht's: Melia Khalid arbeitet beim Verfassungsschutz in Düsseldorf und ist zuständig für Linksextremismus. Als ein Strategiepapier auftaucht, in dem eine Wiederbelebung der RAF geplant wird, zweifelt sie das an. Es kommt ihr merkwürdig vor, dass nur bestimmte Leute von diesem Papier wissen, viele Gruppen aber noch nie davon gehört haben. Melia ist grundsätzlich misstrauisch allen und jedem gegenüber, denn auch sie weiß von Spitzeln für den Verfassungsschutz und absichtlich verdrehten Fakten. Der Mord an einem jungen Mann, der zeitgleich geschieht, scheint eine Eifersuchtstat zu sein. Allerdings wäre diese Erklärung im Milieu der Reichsbürger und einem Mordopfer, der ein Buch über diese Gruppierung schreiben wollte, nicht zu kurz gegriffen? So fand ich's: Melia Khalild steht zwischen starrer Behördenhierarchie und Befehlsstruktur und andererseits geheimen Informationen und Aktionen, die man selbst den eigenen Kollegen nicht offenbaren darf. Man kennt sich selbst im Büro nur unter Decknamen. Es wird nicht im Team, sondern eher gegen einander gearbeitet. Melia selbst ist eine interessante Persönlichkeit, das uneheliche Kind einer Somalierin und eines hochrangigen Politikers, was sie am liebsten verschweigen würde, und sie wird immer mal selbst für eine Links-Aktivistin oder eine Praktikantin gehalten. Doch sie ist gut in ihrem Job, lässt sich nicht abspeisen und hat sich bald an dieser angeblichen Neuauflage der RAF festgebissen. Im Mordfall des jungen Mannes, der über die Reichsbürger berichten wollte, ermittelt Vincent Veih, dessen Mutter früher der RAF angehörte. Vincent ist ein gesetzestreuer Beamter und seine Ansichten kollidieren oft mit denen seiner Mutter, auch wenn sie inzwischen ein ganz gutes Verhältnis haben. Brigitte Veih ist jedoch immer noch im Blick des Verfassungsschutzes und Vincent sitzt zwischen den Stühlen. Die Handlung ist perfekt eingewoben in die tatsächliche RAF-Geschichte. Es fallen Namen, die man kennt, tatsächliche Ereignisse werden ein wenig umgedeutet und schon passen sie genau in die Romanhandlung und man kennt typische Reaktionen und Verhaltensweisen der Romanfiguren aus den Nachrichten. Die Realitätsnähe hat mir so manche Gänsehaut beschert und man hat oft das Gefühl, über tatsächliche Ereignisse zu lesen. Gute Recherche vermischt sich mit fiktiven Spannungselementen und hat mich total gefesselt. Meine eigenen Eindrücke über die Arbeit einer Behörde fand ich immer wieder bestätigt, dann kam ein bisschen düsteres Spionagefeeling dazu und verwischte das wieder. Melia verhielt sich manchmal impulsiv oder leichtsinnig und ich konnte mich weit mehr mit Vincent Veih anfreunden. Für spannende Unterhaltung haben sie aber beide gesorgt. Dieser Polit-Thriller ist wunderbar gelungen und bietet spannende Unterhaltung, ein paar Einblicke in den genau so möglichen Extremismus in Deutschland und ein oft bedrückend realistisches Bild aus Politik, Behörden und politisch motiviertem Verbrechen. Ich freue mich schon auf den frisch erschienenen zweiten Band dieser Reihe mit dem Titel "Die Stunde der Wut".

5/5

Platz 1 auf der Spiegel Bestsellerliste für Belletristik - zurecht.

Der betagte Dr. Stolz, einflussreich und ehemaliger Nationalrat der Schweiz, möchte seinen umfangreichen Nachlass ordnen. Dazu stellt er den arbeitslosen jungen Juristen Tom ein. Langsam entwickelt sich zwischen ihnen Vertrauen und der alte Mann erzählt von seiner unglücklichen Liebesgeschichte. Seine Verlobte Melody verschwindet kurz vor der geplanten Hochzeit spurlos. In Tom erwacht die Neugier auf den Verbleib von Melody, der schönen Unbekannten. Bei den Nachforschungen tauchen Widersprüche und Geheimnisse, die den geneigte Leser überraschen. Martin Suters Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, und er schafft es, eine Atmosphäre zu schaffen, die den Leser in die Geschichte hineinzieht. Die Charaktere sind gut entwickelt und sympathisch. Fans von Martin Suter werden nicht enttäuscht sein, und auch für Leser, die den Autor noch nicht kennen, ist das Buch eine Empfehlung wert. Das Buch ist ein spannender Pageturner.

5/5

Packender und atmosphärisch dichter Thriller mit einem sympathischen Ermittler-Team

In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz seine Ermittler Lena Freyenberg und Henning Gerlach in ihren dritten Fall, der mich diesmal auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber doch, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Zunächst sieht alles nach einem normalen Vermisstenfall aus, den Lena Freyenberg und Henning Gerlach zusammen mit ihrem Team übernehmen. Doch als die grausam zugerichtete Leiche der Frau am Rande eines unwegsamen Waldgebietes gefunden wird, bekommt das Ganze eine neue Dimension, denn ihr Kollege Boris ist gerade mit einer Gruppe von Freunden in genau diesem Wald unterwegs. Und für diese Gruppe hat sich die entspannte Wanderung längst zu einem wahren Höllentrip entwickelt.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute und atmosphärisch dichte Geschichte voran, legt dabei geschickt ein paar falsche Fährten und liefert am Ende eine ziemlich überraschende, aber dennoch absolut schlüssige Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte wird im Wesentlichen aus den wechselnden Perspektiven der beiden Hauptermittler und der Gruppe rund um ihren Kollegen Boris erzählt, immer wieder eingestreute Passagen aus der Sicht des Haupttäters sorgen für zusätzliche Spannung, ohne dabei bereits zu viel über dessen Identität zu verraten. Die düstere Grundstimmung entlädt sich am Ende in einem fulminanten Showdown, der die Ermittler an ihre Grenzen bringt und auch zu Konsequenzen in ihrem persönlichen Umgang führt.

Wer auf spannende und abgründige Thriller steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.

5/5

Spannender Bochum-Krimi mit interessanten Einblicken in die Arbeit der Bewährungshilfe

Auch in seinem neuesten Krimi liefert Peter Märkert neben einer spannenden Geschichte wieder interessante Einblicke in ein Thema, das in Kriminalromanen doch eher selten behandelt wird: die Bewährungshilfe. Der Autor ist selber auf diesem Gebiet tätig, die entsprechende Fachkunde merkt man dem Buch dann auch jederzeit an.

Vorkenntnisse aus den ersten vier Bänden der Reihe um Marie Marler und Christian Kramer braucht man für das Verständnis der Geschichte nicht, alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der beiden Hauptfiguren in Gänze nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, zumal auch diese bereits beste Krimiunterhaltung liefern.

Der neue Klient der Bewährungshelferin Marie Marler ist der Physiotherapeut Paul Kersteen, der wegen des sexuellen Missbrauchs an einem Kind verurteilt wurde, Obwohl er die Tat zunächst gestanden hat, beteuert er nun auch nach Verbüßung seiner Freiheitsstrafe, unschuldig zu sein und Opfer einer Intrige geworden zu sein. Während Marie dazu tendiert, ihm zu glauben, sieht ihr Freund, Hauptkommissar Christian Kramer, der für die Überwachung rückfallgefährdeter Sexualstraftäter zuständig ist, die Sache ganz anders.

Das Buch besticht durch seinen Realismus, einen packenden Schreibstil und die klug aufgebaute Geschichte, die zudem am Ende überzeugend aufgelöst wird. Die handelnden Personen sind lebensnah beschrieben und äußerst vielschichtig angelegt. Bei Paul Kersteen bleiben bis zum Schluss Zweifel, ob man ihm wirklich glauben kann. Und auch der Kinderarzt Kai Rista, der von Kersteen beschuldigt wird, bleibt lange Zeit ziemlich undurchsichtig. So kann man hier herrlich mitraten, ob eher Marie oder doch Christian mit ihrer Einschätzung richtig liegen. Und für Kenner der Stadt Bochum macht der Lokalkolorit, den der Autor immer wieder in das Geschehen einstreut, die Geschichte noch ein ganzes Stück lebendiger.

Wer auf spannende Krimis mit realitätsnahen Geschichten, die auch ohne große Actionelemente auskommen, steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

5/5

Spannend

Hier bespreche ich "Die Neue Mauer" von Arne Dessaul.

Um was geht es denn überhaupt?

Ein anderes Heute: Die Neue Mauer teilt Berlin, auch die Zonengrenze ist zurück, Ost- und West-Deutschland stehen sich genauso feindlich gegenüber wie NATO und russisch-chinesische Allianz. Der dritte Weltkrieg liegt in der Luft.
Schuld daran sind die missglückte deutsche Wiedervereinigung und die SARS-Pandemie.
Wie konnte das passieren? Und warum metzelt Student Ronald vor einer Kfz-Werkstatt an der Skalitzer Straße vier Faschos nieder?
Zusammen mit Ronald und dem skrupellosen Kanzler Wolf Reichsmann drehen wir die Zeit Kapitel für Kapitel zurück. Wir erleben hautnah mit, wie sich Berlin in eine stinkende Kloake verwandelt, in der nur das Recht des Stärkeren zählt, wo Mord, Raub und Vergewaltigung zum Alltag gehören. Rassismus sowieso. Und wir erfahren tatsächlich, was und wer hinter allem steckt.

Meine eigene und persönliche Meinung :

Eine unter die Haut gehende Geschichte, die es in sich hat. Grade durch ihr Rückwärtserzählen, entfaltet sie ihre Tragweite.

Der Schreibstil erinnert ein bisschen an den Film "Memento" von Christopher Nolan. Wenn man sich darauf einlässt, kann es einen nur so in den Bann ziehen.

Die Geschichte an sich, weiß eindeutig zu überzeugen, die tausenden Fragen, die man zu Anfang hat, die den weitesten Zeitpunkt zeigt, werden nach dem Buch fast alle beantwortet.

Das Spannende an der Geschichte ist das Rückwärtserzählen und das macht so unglaublich viel Spaß, zu ergründen, wie ist es zu solch einem Szenario gekommen.

Und wer die Zusammenhänge dann nochmal nach Beendigung des Buches chronologisch lesen will, hat im Epilog, die Möglichkeit.
Das Ende hatte nochmal eine gelungene Überraschung parat und wandelt die Story ein bisschen um.
Ich würde absolut begeistert zurückgelassen und musste hier und da über mich selber lachen, da ich nicht jede Anspielung gerafft habe bezüglich Fußball.

Ich freue mich schon auf weitere Werke von Arne Dessaul.

Für wen ist das Buch etwas?

Für alle Dystopie-Fans und alternativen Weltgeschichte.

Wie würde ich es bewerten?

5 von 5 Sternen bzw. 10 von 10 Punkten.

5/5

wieder eim mega Thriller mit Gänsehaut feeling

Gunnar Schwarz hat mit seinem neuesten Thriller "Das Flüstern des Totenwaldes" erneut ein Meisterwerk geschaffen. Die Geschichte ist tragisch, unglaublich spannend und erschreckend grausam zugleich. Schwarz fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite mit seiner packenden Erzählweise, die es einem ermöglicht, sich alles bis ins kleinste Detail vorzustellen. Besonders faszinierend sind die Einblicke in die Gedankenwelt des Täters, die geschickt in die Handlung eingewoben sind. Der Fall selbst, in dem Mitglieder einer Wandergruppe spurlos verschwinden, ist äußerst mysteriös und hält den Leser konstant in Atem. Die Tatsache, dass auch ein Polizeikollege Teil der Gruppe ist, verleiht der Geschichte eine zusätzliche, unheimliche Note. Die Zusammenarbeit zwischen Kriminalkommissar Henning Gerlach und Kollegin Lena Freyenberg ist überzeugend und harmonisch dargestellt. Am Ende werden alle offenen Fragen geklärt, und die Puzzlestücke fügen sich nahtlos zusammen. Schwarz' Schreibstil ist angenehm und flüssig, was das Lesen zu einem wahren Genuss macht. Trotz der blutigen und grausamen Szenen hat mir "Das Flüstern des Totenwaldes" außerordentlich gut gefallen. Eine klare Empfehlung für alle Thriller-Fans!

5/5

Ein Highlight nach dem anderen...

Inhalt : Jeder hat eine zweite Chance verdient.... doch wer sie nicht nutzt , wird mit dem Tod bestraft. Fazit : Für mich ein rasanter Thriller. Die Autorin versteht es sehr gut, die Spannung andauern zu lassen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Ich hab die Bücher relativ schnell durch, da sie wenige Seiten haben. Aber ich finde es umso besser, da so die Spannung einfach aufrecht erhalten wird und nicht soviel Drumherum geschrieben wird. Ich finde es ist ein gelungenes Werk. Man möchte mehr davon.

5/5

Ein Königreich voller Liebe, Erinnerungen und Abenteuer

Stell dir vor, du wachst in einer Hütte tief im Wald von Maine auf, ein Fremder steht vor dir und du hast keine Ahnung, ob du ihm trauen kannst, geschweige denn, wie du überhaupt dorthin gekommen bist.
So geht es auch Maya, die völlig verängstigt nur noch in die Zivilisation zurück will, um sich zu erinnern. Doch Reed kann sie wegen des nahenden Winters nicht zurückbringen. Nur langsam fasst Maya Vertrauen zu Reed, doch ohne ihn wäre sie längst tot. Als sie sich schließlich immer mehr zu ihm hingezogen fühlt, findet sie seinen Ausweis und seinen Verlobungsring und alles bricht wie ein Kartenhaus zusammen.
Ich habe schon die Entführungsserie und das Buch „Whisper I love you“ von der Autorin regelrecht verschlungen und geliebt und so ging es mir auch mit der Geschichte von Maya und Reed.
Es wird nur aus Mayas Sicht erzählt und das ist hier absolut perfekt, denn man weiß überhaupt nicht, wer Reed wirklich ist, ob er nur der unschuldige Retter ist oder ob er sie nicht doch entführt hat und mehr dahinter steckt. Die Spannung wurde durchgehend aufrechterhalten und ließ es kaum zu, das Buch aus der Hand zu legen. Obwohl die Geschichte im eiskalten Winter in Maine spielt, ist die Kulisse einfach atemberaubend, man konnte sich durch die detaillierten Beschreibungen alles bildlich vorstellen, völlig eintauchen und ich konnte förmlich einen inneren Frieden spüren.
Zitat: „Eine leichte Brise weht den Schnee von den Bäumen und lässt die Kristalle im Morgenlicht funkeln wie tausend gefrorene Glühwürmchen. Stille liegt in der Luft, so zart, dass man sie atmen kann.“
Ein wunderschönes Buch, das ich sehr empfehlen kann, für mich ein Herzensbuch und ein Highlight.

3/5

Für einen Thriller zu wenig Spannung

Ein durchdachter Plot mit einigen überraschenden Wendungen, die leicht nachvollziehbar sind. Ebenfalls werden die Charaktere glaubwürdig dargestellt. Über die Einordnung in die Kategorie Thriller sollte man diskutieren. Die Geschichte sehe ich nur teilweise als Thriller an. Es fehlt eindeutig an einer Atmosphäre, die Angst und Beklemmung erzeugt und die Leserinnen und Leser mit fiebern lässt. Insgesamt konnte man den Roman flüssig lesen, allerdings habe ich mehr Spannung erwartet Dennoch ist das Buch es wert, auf Lesehits besprochen zu werden.

2/5

Lese-Frust pur

Wer einen logikfreien Thriller lesen möchte, ist mit diesem Buch bestens bedient. Die Figuren handeln unlogisch, die Wendungen sind sehr konstruiert. Und in diesem Roman kommt noch hinzu, dass man von Anfang indirekt darauf hingewiesen wird, wer der Mörder ist. Kein Lese-Spaß, sondern eher Lese-Frust. Ich weiß, dass diese Rezension für Herrn Fitzek bitter ist, aber dafür hat er eine treue Fangemeinde, denen er wohl alles inzwischen zumuten kann. Die sind anscheinend auf Lesehits nicht vertreten.

5/5

Berührend schön

Das Buch ist schon seit einiger Zeit erhältlich, aber wie so oft habe ich erst die Rezensionen abgewartet, bevor ich es gekauft habe.

Zur Aufmachung:
Das Cover ist sehr schön gestaltet, die Schrift verschnörkelt und die Frau/das Mädchen auf dem Cover passt meiner Meinung nach sehr gut zu Lou. Das Buch spricht mich also schon von außen an.

Zum Inhalt:
Es geht um Lou, eine 27-jährige Frau, die nicht gerade ein schönes/aufregendes Leben führt. Sie ist seit einigen Jahren mit Patrick zusammen, den sie nicht mehr liebt, verliert ihren Job und war noch nie weit weg von ihrer Heimatstadt. Sie lebt noch zu Hause bei ihren Eltern und ihrer Schwester, die früh schwanger wurde und deshalb ihr Studium abbrechen musste.
Als sie ihren Job in einem Café verliert, fällt sie in ein tiefes Loch. Das Jobcenter bietet ihr eine Stelle als Pflegehelferin für einen Tetraplegiker an.
Will lebt auf der Überholspur. Er ist attraktiv, erfolgreich und hat zudem viel Geld, mit dem er sein Leben genießen kann. Doch eines Tages wird er von einem Motorrad angefahren und ist fortan gelähmt.
Die beiden Protagonisten treffen aufeinander und müssen sich miteinander arrangieren. Das Leben der beiden wird sich durch die gemeinsame Zeit grundlegend verändern.

Meine Meinung:
Vor allem finde ich die Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Lou gefällt mir sehr gut! Sie ist eine Frau, die sich nicht viel aus ihrem Leben gemacht hat, bis sie Will kennengelernt hat. Sie muss ihre Familie ernähren und arbeitet deshalb im Café. Erst spät merkt sie, dass sie so kein eigenes Leben führt, ihre Fähigkeiten nicht nutzt und ihre Zeit vergeudet. Sie scheint für alles und jeden zurückzustehen, akzeptiert sogar, dass ihr Freund Patrick keine Zeit für sie hat. Patrick ist übrigens die Figur, die ich von Anfang an überhaupt nicht leiden konnte. Er hat sich aufgrund seiner Sportsucht (anders kann man es kaum beschreiben) nie um die Gefühle von Lou gekümmert, sie nicht beachtet und von ihr verlangt, alles stillschweigend hinzunehmen. Ich hatte das Gefühl, die beiden sind nur zusammen, weil Lou sich von ihm abhängig fühlt und für Patrick scheint es einfach bequem zu sein. Romantische Gefühle sind hier nicht vorhanden, das merkt man auch daran, wie der Sex zwischen den beiden beschrieben wird. "Wir hatten Sex." Mehr wird nicht gesagt, was, wie ich finde, super zeigt, welcher Art ihre Beziehung mittlerweile ist.
Will war mir am Anfang nicht sympathisch. Alleine die Beschreibung seines bisherigen Lebens und wie er zu Beginn mit Lou umgeht. Aber man merkt schnell, dass es nur eine Schutzreaktion ist und die Verbitterung verständlich ist. Schließlich war er in seinem früheren Leben sehr aktiv und kann jetzt nur noch einen Arm bewegen. Ansonsten ist er auf jede Hilfe angewiesen.

Die Beziehung zwischen Will und Lou entwickelt sich langsam, aber stetig. Mit jedem Tag/Woche merkt man, wie Lous Zuneigung zu Will wächst und Will Lou immer näher an sich heran lässt. Eine unglaublich schön beschriebene Entwicklung!
Anfangs hatte ich ein wenig Angst, dass sich das Buch nur auf die beiden konzentriert und sonst nichts passiert. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Denn nebenbei verändert sich auch vieles in der Familie, es gibt Streit, die Wohnsituation ändert sich. Das alles wird umrahmt von der Entwicklung zwischen Will und Lou, so dass man nicht ausschließlich auf Will und Lou fixiert ist.
Aber bei Lou und Will merkt man tatsächlich immer mehr Veränderungen und ich habe mich beim Lesen immer wieder dabei ertappt, wie ich über die beiden schmunzeln musste. Sie lernen sich auf einer ganz anderen Ebene kennen, rein und unverfälscht. Auch die Situationen, in denen die Schwierigkeiten einer Behinderung deutlich werden, finde ich sehr gut dargestellt. Viele Dinge, die man als NB (Nichtbehinderter) einfach machen kann, sind für einen Behinderten unmöglich und jedes Mal, wenn Lou das feststellt, wird mir das Herz schwer.

Aber genug davon. Denn es gibt noch einen Punkt, der mich besonders beeindruckt hat. Und zwar der Mut der Autorin, das Thema Sterbehilfe in einem Roman zu behandeln. Um ehrlich zu sein, musste ich Dignitas erst googeln, um darauf zu kommen. Da ich jetzt keinen Spoiler-Alarm auslösen möchte, sage ich nur, dass Moyes es geschafft hat, mich mit diesem Thema aufzuwühlen und zu berühren. Am Ende musste ich weinen und auch zwischendurch brach mir manchmal das Herz. Es ist so gefühlvoll geschrieben, die Ich-Perspektive lässt einen förmlich zu Lou werden und all ihre Gefühle nachempfinden.
Es ist einfach keine typische Liebesgeschichte mit einem Happy End à la Disney. Es geht viel tiefer, die Liebe ist echter und bedingungslos. Ich liebe dieses Buch und kann es jedem empfehlen, der genug von den üblichen Liebesromanen hat. Man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass einen das Buch danach und währenddessen beschäftigt. Es ist also nichts, was man schnell vergisst.
Aber genau das wollte Moyes wohl vermeiden.

Alles in allem ein wunderschönes Buch. Gut durchdacht, liebevoll und traurig zugleich!

2/5

Ein überflüssiges Buch

Der neue Roman von Andreas Eschbach ist gefüllt mit Plattitüden. Ich habe mich schon nach den ersten fünfzehn Seiten gefragt, ob es sich um eine misslungene Satire handelt. Nein, die Inhalte sind wohl ernst gemeint. Ich habe bisher viele Bücher von Eschbach gelesen und diese waren bisher alle gut recherchiert und haben spannend in ein Thema eingeführt. Der Roman verfügt weder über Tiefgang noch an irgendeiner Stelle wird eine neue Erkenntnis auch nur angedeutet.
Andreas Eschbach schwächelt mit diesem Werk in einer Region, die ich bisher nicht für möglich hielt. Keine Leseempfehlung.

5/5

Einfach nur MEGA

Ich habe an einer Leserunde teilgenommen und hier meine Einschätzung zu dieser Reihe: Die Story rund um die Akademie der Exorzisten könnte sehr erfolgreich werden. Ein gutes Setting, überzeugende Protagonisten kombiniert mit einem prägnanten Schreibstil, was will man mehr als Leser. Zur Spannung kommt eine Prise Humor und Romantik dazu. Dies alles ist eine perfekte Mischung, aus der Bestseller entstehen. Ich freue mich auf weitere Romane und behautet schon heute, dass der Roman "Black Bird Academy - Töte die Dunkelheit" zu meinen Highlights in 2023 gehört.

5/5

Krimis und Thriller werden bei den Skandinaviern groß geschrieben!

Zuerst einmal muss ich sagen, dass diese Serie von Stieg Larsson ein Muss für jeden Krimifan ist. Man sollte alle Bücher der Reihe nach lesen. Er schildert in gewohnt "nordischer" Manier spannende Fälle, die oft eine außergewöhnliche Wendung nehmen. Grundsätzlich habe ich aber auch einen Kritikpunkt. Sehr oft verzettelt sich der Autor in Kleinigkeiten, die zwar ganz nett, aber für die Geschichte und deren Ausgang völlig unwichtig sind. Wen interessiert zum Beispiel, was für Computer in der Redaktion stehen, wie groß die Festplatte und der Speicher der Laptops mit dem Apfel-Logo sind? Vielleicht hat ja Steven Jobs einen Teil der Druckkosten übernommen ;-) . Auch einige Nebendarsteller (z.B. die Polizisten, die in den 3 Mordfällen des 2. Buches ermitteln) werden bis ins kleinste Detail durchleuchtet. Auch kann man sich nach den insgesamt über 2300 Seiten einen Stadtplan von Stockholm sparen, da man viele Straßen schon kennt ;-). Etwas weniger Liebe zum Detail hätte sicherlich 100-200 Seiten Lesestoff in den Gesamtwerken gespart, was kein Verlust wäre!!! Auch dass es in jedem Buch eine "Rückblende" für Leute gibt, die den Teil vorher nicht gelesen haben, ist meiner Meinung nach nett, aber überflüssig.

In "Verblendung" werden zunächst die Hauptfiguren parallel vorgestellt. Kalle" Blomquist versucht, einen Großindustriellen zu entlarven. Das geht schief und er wird zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Danach bekommt er den Auftrag, die Tochter eines anderen Industriellen zu finden, die unter ungewöhnlichen Umständen verschwunden ist. Die andere Hauptfigur der Trilogie, die "durchgeknallte Intellektuelle" Liesbeth Salander, stößt später zu den Ermittlungen hinzu. Liesbeth hatte eine schwere Kindheit. Dies wird vor allem in Teil 2 näher erläutert. Obwohl der "Täter" schon ca. 160 Seiten vor Ende des Buches gefunden ist, bleibt es bis zum Schluss spannend. Lobenswert sind die zusätzlichen Übersichten im 1. Teil, wie z.B. ein genauer Lageplan des Dorfes und ein Stammbaum der Familie Vanger.

Im 2. Teil "Verdammnis" wird zunächst eine Geschichte auf einer schönen Insel erzählt. Diese ist für die Haupthandlung völlig irrelevant. Der Hauptteil des Buches beschäftigt sich mit der "Vergangenheit" von Liesbeth Salander. Ihre familiäre Situation als Jugendliche wird geschildert und man lernt die eine oder andere Person kennen. Auch hier erzählt der Autor sehr spannend und vor allem sehr chronologisch. Der Leser wird in den Bann gezogen und möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das "Ende" von Teil 2 erscheint mir allerdings etwas "suspekt". Ich bin zwar kein Arzt und habe auch nicht Medizin studiert, aber wie man mit so einer Verletzung noch am Leben sein kann, ist mir ein Rätsel. Aber Wunder gibt es immer wieder .........
Im 3. Teil wird die Geschichte zu Ende erzählt. Jetzt kommen auch die "schwedischen Behörden" ins Spiel und es gibt ein überraschendes Ende. Viele Seiten - vor allem gegen Ende des Buches - sind für den Leser der vorangegangenen Teile eher Wiederholungen. Das hätte man kürzen können! Trotzdem bleibt auch Teil 3 spannend.

Mal sehen, wie die Umsetzung von Teil 2 und 3 in den nächsten Wochen im Kino ausfällt. Die Buchvorlagen garantieren ein spannendes Kinoerlebnis. Vielleicht sollte man zuerst den Dreiteiler lesen, bevor man sich die Filme anschaut! Denn in 120 Minuten lassen sich kaum 800 Seiten Buchtext so spannend wiedergeben.

4/5

Spannend, wenn man von einigen Längen absieht

Ich habe lange auf die Fortsetzung gewartet und manchmal gezweifelt, ob sie überhaupt kommt. Jetzt ist sie da und ich habe sofort zugeschlagen. Vorab sei empfohlen, dass es besser ist, mit dem ersten Teil der Reihe zu beginnen, da man so die Entwicklung der Charaktere besser nachvollziehen kann. Insbesondere geht es um die Verhaltensweisen von Sebastian Bergman (vielleicht wird an der einen oder anderen Stelle im achten Band der Reihe sein Privatleben zu sehr fokussiert). Insgesamt sind die Handlungsstränge geschickt miteinander verwoben und bieten überraschende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe.

5/5

Phantastische Fantasy mit ganz eigenen Zutaten

Das Genre psychologische Fantasy (Ambivalentasy) sagte mir so gar nichts und ich vermute, mir geht es nicht allein so. Worum handelt es sich also: Im Grunde ist es eine Art historischer Roman mit sehr lebendig und wirklichkeitsnah beschriebenen Charakteren, die in einer erdachten Welt leben und agieren. Man kann es sowohl mit dem ersten Band von „Game of Thrones“, als im Wesentlichen Intrigen und Bündnisse die Handlung bestimmten, als auch mit einem Buch wie „Die Säulen der Erde“ vergleichen, bei Letzterem, ohne dass es sich zieht wie Kaugummi. Die Handlung ist spannend, bildhaft und detailreich erzählt, ohne Belanglosigkeiten auszuwalzen. Sechs Hauptcharaktere stehen im Mittelpunkt, die zu Beginn jeder in einem eigenen Lebensumfeld agieren, aber die Umstände sorgen dafür, dass sich ihre Wege nicht einfach nur kreuzen, sondern sie mehr und mehr Beziehungen zueinander eingehen müssen. Hier treffen Widersprüche im Denken und Fühlen aufeinander, die durch den zentralen Konflikt zusätzlich befeuert werden. Das alles ist mit viel Einfühlungsvermögen und sehr angenehm zu lesen erzählt. Ich habe den ersten Band, denn es handelt sich um eine Trilogie, in kurzer Zeit verschlungen und warte nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung.
Das Buch ist neben dem eigentlichen Text mit viel Liebe zum Detail gestaltet. So gibt es eine Karte der Länder, in denen die Handlung spielt, eine Personenliste, vor jedem Kapitel ein Icon, dass optisch den jeweils handelnden Hauptcharakter kennzeichnet. Eine Maske z.B. für eine Spionin, eine Krone für den König usw.
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der einmal eine neue Art fantasiereicher Erzählkunst kennenlernen möchte, die ohne die üblichen Versatzstücke des Genres auskommt und dennoch gekonnt zu unterhalten versteht. Zwischen den Zeilen gibt es für jeden, der bereit ist, auch noch viel Nachdenkenswertes zu entdecken.

4/5

Eine kurzweilig spannende Kriminalgeschichte

Flaco arbeitet in seiner zweiten Karriere als Bodyguard und "Mädchen für alles" für Dona Esmeralda, der mehrere Luxushotels auf Gran Canaria gehören. Als Flaco ihren Neffen ermordet auffindet, gerät er plötzlich selbst unter Mordverdacht. Er nutzt sein Wissen und seine Beziehungen, um das Gegenteil zu beweisen.

Flaco hat eine ruppige Art mit Hang zum Sarkasmus - das gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil liest sich wie ein Einblick in seine Gedankenwelt. Die Charaktere sind eine Mischung aus Reichen und Schönen und auf der anderen Seite einfachen Menschen, die auf Gran Canaria leben und arbeiten und in der Welt des Tourismus oft übersehen werden. Der Autor gibt auch interessante Einblicke in die Inselwelt, die die Touristen nicht sehen (wollen). Der Spannungsbogen - könnte etwas mehr sein.

Fazit: Guter Inhalt (Logik, Chronologie, Schauplatz), sehr gute Charaktere, für mich passender Schreibstil (ich mag sarkastische Charaktere)

4/5

Jürgen Klopp - Abschied für immer?

Am Ende der Saison wird Jürgen Klopp den FC Liverpool verlassen. Nicht die Nachricht, sondern seine Begründung hat mich veranlasst, ein älteres Buch über Jürgen Klopp noch einmal zu lesen. Ein für Fans sicherlich tolles und unterhaltsames Buch mit einem differenzierten Blick hinter die Kulissen. Man lernt den Menschen Jürgen Klopp kennen, seine Denkweise und seine Motivation. Sein Lebensweg wird beschrieben - von der Jugend bis zum Gewinn der Premier League Meisterschaft im Jahr 2020. Insbesondere die unterschiedlichen Herausforderungen in Mainz, Dortmund und Liverpool werden ausführlich dargestellt und man erfährt einiges über Taktik im Fußball. Das Buch liest sich leicht und kann mit vielen Unterbrechungen gelesen werden, ohne dass man den Faden verliert. Und es bedarf jetzt einer interessanten Fortsetzung, eines Kapitels über Energie und Kraft im Sport, über Resilienz und Balance. Alles Gute Jürgen Klopp, ich denke, es ist ein Abschied aus dem Fußball für immer.

5/5

Eine absolute Legende

Diego Armando Maradona war einer der besten, wenn nicht der beste Fußballspieler seiner Zeit. Er erlangte nicht nur weltweiten Kultstatus, sondern auch Legendenstatus.
Seine beeindruckende Vereins- und Nationalmannschaftskarriere hatte aber auch ihre Schattenseiten. Erst der Wechsel zum SSC Neapel brachte ihm zwischen 1984 und 1991 den größten Erfolg seiner Vereinskarriere.
Prominente Autoren und Experten erklären auf faszinierende Weise, warum Maradona nicht nur der beste Mittelfeldstratege der Welt war, sondern auch, wie er die Fans elektrisierte und in zahlreiche Skandale schlitterte.
Für Fußballfans ist dieses Buch ein absolutes Muss und sehr zu empfehlen.

4/5

Gelungene Mischung aus Krimispannung und Urlaubsfeeling, angereichert mit einer ordentlichen Prise Humor

Mit diesem Buch legt die Autorin Emmi Johannsen, die unter ihrem Klarnamen Christine Drews in den letzten Jahren bereits zahlreiche überzeugende Krimis und Thriller veröffentlicht hat, den zweiten Band ihrer neuen Krimireihe vor, die deutlich humorvoller daherkommt wie sonst bei ihr üblich. Dennoch kommt auch diesmal die Spannung nicht zu kurz und so ergibt sich hier insgesamt eine gelungene Lektüre für den nächsten Strandurlaub.

Caro Falk und ihr Sohn Justus haben sich auf Borkum inzwischen gut eingelebt, die Scheidung von Nils läuft und auch die Wohngemeinschaft mit ihrem Noch-Schwiegervater Hinnnerk funktioniert völlig reibungslos. Neben ihrem Job im Kiosk des Borkumer Flughafens kann sie aber auch das Ermitteln nicht ganz lassen. Als am Strand zunächst ein abgetrennter Finger und kurz darauf auch die zugehörige Leiche gefunden wird, ist ihr Interesse an dem Fall geweckt, zumal sie das Opfer gut kannte. Da es scheinbar keine Hinweise auf einen Mord gibt, will die Polizei den Fall aber schnell zu den Akten legen. Also nimmt Caro die Sache mal wieder selbst in die Hand und wird dabei erneut vom Türsteher Jan Akkermann unterstützt.

Mit einem lockeren Schreibstil treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und bietet dabei eine gut aufeinander abgestimmte Mischung aus Krimispannung und Humor, die mir erneut viel Spaß bereitet hat. Während sich das Urlaubsfeeling beim Lesen sofort einstellt, braucht die Krimihandlung ein wenig, bis sie richtig auf Touren kommt. Mit einigen überraschenden Wendungen lenkt die Autorin dabei die Ermittlungen immer wieder geschickt in eine neue Richtung und liefert am Ende eine schlüssige und zugleich überraschende Auflösung, bei der ich feststellen musste, mit all meinen zwischenzeitlichen Mutmaßungen doch ziemlich falsch gelegen zu haben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren, die auch reichlich Potential für weitere Auftritte aufweisen. Gerade in der Vergangenheit des Türstehers Jan Akkermann verbergen sich weiterhin noch einige offene Fragen, die zusätzliche Spannung versprechen.

Wer auf lockere Urlaubslektüre mit sympathischen Charakteren steht, wird hier bestens bedient. Für die weiteren Bände der Reihe bleibt aber auch diesmal noch ein wenig Luft nach oben.

3/5

Eine weitere Enttäuschung

Ich habe fast alle Bücher von Martin Suter gelesen: »Die Zeit, die Zeit«, »Der letzte Weynfeldt«, »Der Teufel von Mailand« und »Ein perfekter Freund«, um nur einige zu nennen, an die ich mich noch heute gerne erinnere. Seine aktuellen Bücher (Koi aus der Allmen-Reihe, Einer von Euch) erreichen weder die Qualität noch die Spannung der frühen Romane. Mit Allmen und Herrn Weynfeldt erreicht er nun seinen absoluten Tiefpunkt. Schade! Ich werde keine neuen Bücher mehr von Martin Suter kaufen, lieber lese ich die alten noch einmal, um ihn in guter Erinnerung zu behalten.

5/5

Inzwischen ist es ein Klassiker geworden, der es sich verdient hat.

Der Roman erzählt die Fluchtgeschichte einer Berliner Familie, die 1933 zunächst in die Schweiz, dann nach Frankreich und England emigriert. Durch die Erzählung aus der Sicht von Anna erscheint die Flucht gar nicht so erschreckend. Immer schwingt eine leichte Komik mit, die zum Schmunzeln anregt. Eine berührende Geschichte, die unter die Haut geht. Unbedingt lesenswert, auch für Erwachsene.

5/5

super war echt klasse spannend

Steffen Baumann, ein ehrlicher und fleißiger Journalist, legt großen Wert auf gründliche Recherche und sorgfältige Arbeit. Doch sein neuer Chef hat andere Vorstellungen: Er will reißerische Beiträge, um die Verkaufszahlen der Zeitung zu steigern – ganz gleich auf wessen Kosten. Gleich zu Beginn der Geschichte wird Steffen mit einer erschütternden Entdeckung konfrontiert: Eine tote Frau liegt vor seiner Tür. Vor lauter Schock vergisst Steffen, Fotos zu machen – ein Fauxpas, der seinem Chef gar nicht gefällt. Doch nicht nur der Chef hat ein Problem damit, auch der Täter scheint Steffen genau im Blick zu haben. Offenbar erwartet der Täter, dass Steffen jedes Detail des Verbrechens penibel aufschreibt und dabei die Polizeiarbeit kritisch beleuchtet. Die Sache nimmt eine mysteriöse Wendung, als immer mehr Leichen in Steffens Umfeld auftauchen, die auf seltsame Weise mit ihm in Verbindung stehen. Die Spannung steigt, und man fragt sich, ob Steffen die Gefahr vielleicht anzieht oder ob er einfach zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Das Buch ist flüssig und mitreißend geschrieben. Man kann ständig miträtseln, wer der Täter sein könnte, und die Geschichte bleibt bis zum Schluss spannend. Es scheint, als würde der Täter ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei und Steffen spielen. Doch am Ende wird aufgeklärt, wer hinter all den Verbrechen steckt. Für mich war "Die Tote vor der Tür" eine fesselnde und interessante Lektüre, bei der ich mich bestens unterhalten gefühlt habe. Ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen

5/5

Wieder ein sehr fesselnder Thriller

Signe Nord ist die Leiterin der neuen Abteilung für Cold-Case-Fälle. Um die Abteilung aufzuwerten, sollen spektakuläre Verbrechen aufgeklärt werden. Ihre Chefin legt ihr eine Akte über die mysteriösen Morde der Familie Thalberg auf den Tisch. Sie wurden vor 15 Jahren ermordet und ihre Tochter Malin gilt seitdem als vermisst. Signe kontaktiert den Journalisten Tom Persson, da er zu dieser Zeit über das Verbrechen einen Artikel geschrieben. Derzeit bearbeitet er gerade einen Fall eines Bankers, der angeblich Selbstmord verübt hat und in seinem Kofferraum ein junges totes Mädchen gefunden wurde.
Es stellt sich heraus, dass es Verbindungen zu Signes Fall gibt.

Schon der Anfang gestaltet sich spannend und das Autorenpaar hält diese bis zum Ende aufrecht. Bei der Untersuchung der mysteriösen Thalberg-Morde trifft Signe auf ein junges Mädchen mit einer markanten Tätowierung, und nachdem sie mit Tom zusammenarbeitet, entdecken sie, dass das tote Mädchen dieselbe Tätowierung hat. Vermeintliche Selbstmorde häufen sich und so wie es aussieht, zieht das große Kreise bis ganz nach oben. Die Ermittlungen werden behindert, aber das hält Signe und Tom nicht davon ab, den Mörder zu finden.
Signe und Tom haben mir sehr gut gefallen. Jeder hat noch mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen. Sie sind sympathisch, arbeiten gut zusammen und ergänzen sich. Es geschehen abscheuliche und schreckliche Dinge, die einen nicht gleichgültig lassen.

Fazit: Dieser neue Küstenthriller hat alles, was ich mir wünsche: spannende und fesselnde Unterhaltung, tolle Charaktere und eine Geschichte, die unter die Haut geht. Es kommt auch zu Wendungen, die ich nicht vorhersehen konnte. Alles in allem ein sehr gelungener Thriller, der auf eine Fortsetzung hoffen lässt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

5/5

Ein absoluter Pageturner



Robert Hunter und sein Kollege Carlos Garcia erhalten einen Fall, bei dem es sich um einen vermeintlichen Verkehrsunfall handelt. Der Verstorbene gibt zunächst Rätsel auf und die Rechtsmedizinerin entdeckt Details, die auf eine ungewöhnliche Todesursache hinweisen. Während Robert und Carlos sich dem Fall widmen, hat der Verbrecher bereits das nächste Opfer im Visier. Er hat eine Art zu töten, die nur durch sorgfältige Untersuchungen ermittelt werden kann. Hinweise auf den Täter gibt es kaum, und nur mit Hilfe scharfer Analysen kommen sie dem Täter Schritt für Schritt näher.

Diesmal mussten wir lange auf Nachschub von Chris Carter warten, aber es hat sich gelohnt. Schon von der ersten Zeile an ist es spannend, danach geht es Schlag auf Schlag. Da es auch aus Sicht des Täters erzählt wird, trifft der Leser auf einen perfiden Mörder und man schaut ihm über die Schulter wie er aus nächster Nähe, verletzt und tötet. Er agiert grausam und brutal.
Robert und Carlos lassen sich einiges einfallen, dem Täter näherzukommen. Doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn sie vermuten, dass er bald wieder zuschlagen wird.
Die Zusammenarbeit zwischen Robert und Carlos ist einfach hervorragend. Sie ergänzen sich perfekt und der Humor oder Sarkasmus runden das Ganze ab.

Fazit: Das ist ein echter Pageturner, der mich von Anfang an beeindruckt hat. Die spektakulären Mordmethoden zeigen die tiefsten Abgründe. Auch die Ermittlungsarbeiten waren nie langweilig, ganz im Gegenteil. Das Buch endet in einem Showdown, der es in sich hat. Ich fieberte bis zum Schluss mit, wie es ausgeht.
Obwohl dieses Buch weniger blutig ist, ist es nichts für schwache Nerven. Der Autor ließ sich von realen Begebenheiten inspirieren, was den Thriller noch bemerkenswerter macht.
Es ist ein wahnsinnig spannender, fesselnder und atemberaubender Thriller mit einem extrem schonungsloser Täter.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

3/5

War nicht mein Fall

Schwer hereinzukommen. Von mir nur eine bedingte Kaufempfehlung. Es ist aber Geschmackssache.

5/5

Absolut empfehlenswert

Martin Suter ist inzwischen eine Marke für ausgezeichnete Unterhaltung. Wie immer überraschend und von hoher Qualität. Empfehlenswert!

5/5

Komm zu nix – Nix erledigt und trotzdem fertig

Das perfekte Geschenk gegen den Alltagsstress – vom genialen Beobachter des täglichen Wahnsinns Warum ist die Steuererklärung komplizierter, als Hebräisch zu lernen? Darf man lästige Werbeanrufer in den Wahnsinn treiben? Warum dauert es länger, die Wohnung saugrobotergerecht zu machen, als selbst zu saugen? Und was tun mit der Zeit, wenn der Lieferdienst meldet, dass die Sportsocken nur noch sieben Stopps entfernt sind? Der Alltag ist irre. Aber auch irre lustig. Wenn man ihn angeht wie Comedy-Bestsellerautor Tommy Jaud, hat man die besten Chancen, ihn mit einem Lachen zu meistern. »Eine Selbstoffenbarung, so lustig, dass es geradezu heilsam ist.« Dr. Dr. Daniel Wagner, Psychotherapeut »Kurzgeschichten! Was für eine Bankrotterklärung! Dennoch gelacht. Er kann's halt.« Kester Schlenz, Stern-Kritiker

3/5

Komm zu nix – Nix erledigt und trotzdem fertig

Das perfekte Geschenk gegen den Alltagsstress – vom genialen Beobachter des täglichen Wahnsinns Warum ist die Steuererklärung komplizierter, als Hebräisch zu lernen? Darf man lästige Werbeanrufer in den Wahnsinn treiben? Warum dauert es länger, die Wohnung saugrobotergerecht zu machen, als selbst zu saugen? Und was tun mit der Zeit, wenn der Lieferdienst meldet, dass die Sportsocken nur noch sieben Stopps entfernt sind? Der Alltag ist irre. Aber auch irre lustig. Wenn man ihn angeht wie Comedy-Bestsellerautor Tommy Jaud, hat man die besten Chancen, ihn mit einem Lachen zu meistern. »Eine Selbstoffenbarung, so lustig, dass es geradezu heilsam ist.« Dr. Dr. Daniel Wagner, Psychotherapeut »Kurzgeschichten! Was für eine Bankrotterklärung! Dennoch gelacht. Er kann's halt.« Kester Schlenz, Stern-Kritiker.