
Titel: herbstliche Second-Chance-Romance mit viel Spice
Autorin Harper Graham hat mit ihrem Roman „Cinnamon Spice Love“ den Auftakt zu einer Reihe rund um die gemütliche wie skurrile Kleinstadt Maple Falls vorgelegt.
Madison kehrt wegen eines anonymen Briefes aus New York zurück nach Maple Falls, ihrer Heimatstadt, in der das familieneigene Cinnamon Spice Inn steht. Doch plötzlich trifft sie ihre Jugendliebe Zach wieder. Dass er nach wie vor unheimlich anziehend auf sie wirkt macht die Sache nicht einfacher. Wenig hilfreich ist auch die Tatsache, dass einige Überraschungen rund um das Inn auf sie warten. So findet sich Madison bald zwischen Kürbissen, bunten Blättern und einer knisternden Atmosphäre wieder.
Bereits das Cover lässt mit der orangenen Farbe und den fallenden Blättern keinen Zweifel an der Jahreszeit, in der der Roman spielt. Ansprechend und nicht überladen, dabei trotzdem mit allen für das Buch wichtigen Details ausgestattet, macht es neugierig auf die Geschichte der beiden Hauptprotagonisten. Auf der Innenseite des Buchdeckels wird das Ganze durch eine Karte des Ortes Maple Falls abgerundet. Schön sind die Playlist sowie die Gestaltung der Kapitel, in der die Blätter des Covers wiederzufinden sind.
Aus den Perspektiven der beiden Hauptprotagonisten Madison und Zach sind die Kapitel geschrieben. So kann man als Leser an der Gedanken- und Gefühlswelt beider Figuren teilhaben. Leider sind Madisons Entscheidungen für mich nicht immer nachvollziehbar. So wirkt sie auf mich, als würde sie von Dingen und Konflikten ständig davonlaufen, anstatt sie zu klären. Leider steht Zach ihr in dieser Hinsicht nicht wirklich nach, weshalb man sich nicht nur einmal fragt, warum er keine Erklärung von Madison einfordert.
Meine heimlichen Favoriten des Buches waren Madisons Großmutter sowie Liam, Zachs bester Freund. Ein offener und ehrlicher Symapthieträger, der es versteht, Klartext zu reden. Am spannendsten erwies sich für mich der Erzählstrang rund um das Geheimnis der anonymen Briefe. Leider kam das Thema etwas zu kurz und das Potenzial wurde nicht voll ausgeschöpft.
Störend empfand ich aufgrund der Anzahl kleinere Logikfehler. Eine gewisse Prise Spice ist in einem Roman nett, jedoch war es hier eine sehr ordentliche, so dass weniger die wahre Liebe als Körperlichkeiten im Mittelpunkt standen.
Alles in allem eine Second-Chance-Romance, die in einer gemütlichen, aber skurrilen Kleinstadt spielt, die zusammen mit ihren Bewohnern sehr viele Klischees bedient. Die herbstliche Atmosphäre ist sehr gut getroffen, so dass ich für das Buch im Gesamten 3 von 5 Sternen vergebe.