
Titel: Zurück bei den Edens
„Jasper Vale“ hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Es war einfach schön, wieder bei den Edens zu sein und in diese Familie und ihre Welt zurückzukehren.
Vor allem die Dynamik zwischen Eloise und Jasper hat mich abgeholt. Schon der Einstieg in Las Vegas hat direkt neugierig gemacht, und auch danach mochte ich das Hin und Her zwischen den beiden sehr. Ihre Gefühle entwickeln sich nicht einfach geradlinig, sondern werden immer wieder von Unsicherheiten, Missverständnissen und äußeren Umständen ausgebremst. Gerade dadurch blieb die Geschichte für mich spannend.
Besonders gut konnte ich mit Eloise mitfühlen. Ihre Selbstzweifel und das Gefühl, dass ihre gemeinsame Zeit mit Jasper viel zu schnell abläuft, waren für mich sehr greifbar. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen gewünscht, dass sie sich ihrer Mutter gegenüber deutlicher durchsetzt und nicht immer wieder versucht, es allen recht zu machen.
Auch Jasper hat mir im Verlauf der Geschichte immer besser gefallen. Je mehr man über ihn erfahren hat, desto verständlicher wurden viele seiner Reaktionen und Entscheidungen. Seine Entwicklung fand ich besonders spannend, und ich hätte mir sogar gut vorstellen können, dass er am Ende eine Aufgabe darin findet, Jugendlichen zu helfen, die ins Straucheln geraten sind.
Die Wendung mit Blaze kam für mich überraschend und hat zum Ende hin noch einmal richtig Spannung in die Geschichte gebracht. Von mir aus hätte dieser Teil sogar noch etwas länger dauern dürfen, weil er dem Buch noch einmal eine ganz andere Dynamik gegeben hat.
Mit dem Happy End zwischen Jasper und Eloise war ich sehr zufrieden. Dass Eloise allerdings direkt schwanger sein musste, hätte ich persönlich nicht gebraucht. Gerade nachdem sich mit dem Hotel endlich ihr großer Traum erfüllt hat, hätte ich es schöner gefunden, wenn dieser Erfolg erst einmal für sich stehen darf, bevor direkt der nächste große Lebensabschnitt beginnt.
Insgesamt war „Jasper Vale“ für mich eine emotionale und unterhaltsame Liebesgeschichte mit sympathischen Figuren, viel Gefühl und genau dem richtigen Maß an Drama. Besonders die Entwicklung zwischen Eloise und Jasper hat mich bis zum Schluss mitfiebern lassen.