Michael B. Buchholz
Stand: Mai 2026
Durch Sigmund Freud wurde das »Unbewusste« zu einem zentralen Konstrukt in der Psychoanalyse und Tiefenpsychologie. Doch von Anfang an war das Konzept als solches umstritten, und wie und ob es überhaupt »gedacht« werden kann, ist nach wie vor Gegenstand heftiger Kontroversen.
In interdisziplinären Beiträgen wird in die weit verzweigte Thematik des Unbewussten als ein verknüpfendes Konzept zwischen den Wissenschaften eingeführt. Entwicklungspsychologische Konzeptionen aus der Pränatal-, Säuglings-, Bindungs- bis hin zur Altersforschung erlauben ebenso neue Anschlüsse an das Konzept des Unbewussten wie die Verbindungen, die sich zwischen den verschiedenen Sozial- und Naturwissenschaften herausgebildet haben.
Die titelgebende Metapher knüpft an Freuds Wort von der »Hexe Metapsychologie« an, geht aber weit darüber hinaus. In der Therapeutik muss ebenso wie in der Wissenschaft gearbeitet werden, damit man manchmal auch fliegen kann. Der ordnende, aufräumende Besen und die fliegende Hexe gehören zusammen, Zauberei allein schafft nur Unordnung und Verführung, ein Besen ist lediglich ein langweiliges Haushaltsinstrument.