
© Marcel Grille / privat
Marcel Grille
Das Schreiben entdeckte Marcel Grille in seiner Jugendzeit. Hier bildeten vor allem Kurzgeschichten aber auch kleinere Gedichte den Anfang seines Schaffens. Im Erwachsenenalter widmete er sich dann ausgiebiger der Lyrik, auch wenn weiterhin Kurzprosa entstand. Inspiration für seine Texte findet Marcel Grille in alltäglichen Momenten, zwischenmenschlichen Begegnungen, in Gedanken, seinem persönlichen Leben und in aktuellem Weltgeschehen. Einzelne Texte wurden in Schreibwettbewerben bekannt und geehrt.
Manchmal (2025)
finde ich mich wieder
in alten Büchern blätternd,
an ihrem ausgetrockneten Papier -
vorbeifliegend - riechend.
Mit geschlossenen Augen.
Und der Geruch
vergilbter, süßgereifter Seiten
erzählt Geschichten -
mehr als ihre tausend Lettern.
Meinem Kind (2026)
Auf meinem Schoß,
die Welt betrachtend,
saßt du.
Und sagtest nichts.
Der Schein der Sonne
streichelte zärtlich
die Stille
deines Gesichts.
Und ich las die Gedanken,
die vielleicht du nicht dachtest,
und mein Herz -
es wurde mir schwer.
Denn irgendwann wirst du
alleine hier sitzen.
Und ich halte dich
nimmermehr.
weitere (neuere) Gedichte:
Vierhunderteins ('17)
Nachtleben ('23)
Frühlingskunst ('23, 2. Platz beim Poesiwettbewerb "Dresdner Frühling" 2023)
Mensch! ('24)
Jetzt oder immer ('24)
Sag mir einer ('23)
Von Form ('20, Sieger des Lyrikwettbewerbs des R.G. Fischer Verlags 2020/21)
Wann endlich ('24)
Sprechauszeit ('23)
Wohin soll's gehen? ('24)
Lieder:
Frust im Digital ('20)
Deine Schritte ('24)
Kleines Lied vom Reisen ('21)
Kurzprosa:
Marias Fassung ('23)
Deal ('23)
Was man eben so mitbekommt ('22)
Mexico (engl.) ('16)
Die Klavierpfeife ('11)
Johatsu (noch unveröffentlicht) ('25)


