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Michael Grisko
Prof. Dr. Michael Grisko, geb. 1971, Kulturwissenschaftler, ist ein herausragender Kenner der DEFA-Filmgeschichte; er verfasste u. a. die Monografien „DEFA-Geschichte in Filmen“ (2020) und „Drehort Thüringen“ (2020). Grisko arbeitet als Geschäftsführer der Richard Borek Stiftung in Braunschweig und ist Honorarprofessor am Fachbereich Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Erfurt.
Rebellion statt Revolution
Filme tragen in besonderer Weise zur Modellierung, aber auch zur Interpretation von Geschichte bei. Sie erlauben einen populären und breitenwirksamen Zugang zum kulturellen Gedächtnis. Dies gilt auch für die DEFA-Spielfilmproduktion in der DDR. Der als Essay angelegte Streifzug von Michael Grisko durch den 1965 vornehmlich in Jena und Weimar gedrehten Film von Frank Vogel „Denk bloß nicht, ich heule“ zeigt, wie Handlung und Handlungsort kongenial miteinander verbunden werden, um gängige staatliche Geschichtsbilder in Frage zu stellen, die gleichzeitig identitätsbildend für eine neue Gesellschaft wirksam werden sollten.
