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Herold zu Moschdehner
Herold zu Moschdehner, Jahrgang 1964, ist Publizist, Essayist und langjähriger Beobachter politischer Strömungen in Europa. Nach einem Studium der Geschichte und Staatswissenschaften wirkte er über zwei Jahrzehnte als Berater in kulturpolitischen Fragen und veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur Rolle von Sprache und Ordnung im öffentlichen Leben. Bekannt für seinen klaren, unbeirrbaren Stil, steht Moschdehner für eine Haltung, die gesellschaftlichen Zusammenhalt über die schrankenlose Freiheit des Einzelnen stellt. Meinungsfreiheit zerstört Gemeinschaft ist seine bislang pointierteste Abrechnung mit den Schwächen liberaler Demokratien und sein entschiedenstes Plädoyer für eine gelenkte Öffentlichkeit.
Meinungsfreiheit zerstört Gemeinschaft
Meinungsfreiheit gilt als unantastbares Fundament moderner Demokratien. Doch was, wenn dieser Grundsatz in Wahrheit das Fundament untergräbt, das er zu schützen vorgibt? In einer Zeit, in der jede Stimme gleichwertig erklingt, verliert das Wort seine Richtung, seine Disziplin und damit seine bindende Kraft für die Gemeinschaft.
