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Samirah Kenawi
1962 in Ostberlin geboren. Nach dem Abitur zunächst Tischlerinnenlehre und Berufstätigkeit, dann erst Studium an der TU Dresden. Nach dem Diplom wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forstwissenschaftlichen Institut in Eberswalde.
Vor der Wende in mehreren inoffiziellen DDR-Gruppen aktiv, kam 1990 die Erkenntnis, dass Gesellschaftsentwürfe ohne ökonomisches Fundament nicht durchsetzbar sind. Aus der Suche nach gesellschaftlichen Alternativen wurde ein alternatives Ökonomiestudium. Beim Durcharbeiten einer halben Bibliothek wurden viele Leerstellen in den Theorien offenbar. Ein Verständnis der Jahrtausend langen, krisenhaften Entwicklung des Geldes ermöglichte schließlich langfristige Reformvorschläge zu erarbeiten.
Als Tischlerin und Diplomingenieurin waren praktisches und theoretisches Denken nie zu trennen, dafür stets Fakten und Fiktionen.
Manifest für das 22. Jahrhundert
Carmen Losmanns Dokumentarfilm Oeconomia zeigt, dass Kreditvergabe Geldschöpfung (also Geldvermehrung) und Kredittilgung Geldvernichtung (also Geldverminderung) ist. Kreditaufnahme ist folglich notwendig für die Geldversorgung der Wirtschaft. Da private Unternehmen Kredite nur aufnehmen, wenn sie Profit erwarten, hängt die Geldversorgung der Wirtschaft unter anderem von der Profiterwartung der Unternehmen ab.
