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Fritz Schermer

Die Kolonien Nordafrikas beschäftigen Fritz Schermer seit den Erzählungen seines Vaters, der als Invalide aus dem Afrikafeldzug heimgekehrt war.
Als Student durchquerte er die Sahara per Autostop von Algier nach Tamanrasset. 1993-94 gründete er im Himalayagebiet mit Sherpas eine Betreibergenossenschaft für ein aus österreichischen Entwicklungshilfegeldern errichtetes Wasserkraftwerk.
Meistens beschäftigt er sich mit Menschenrechtsverletzungen gegenüber Leuten, die aus der Norm fallen. Der Arbeit in der „offenen Psychiatrie“ verdanken seine Geschichten auch eines ihrer zentralen Themen: Identität zu bewahren auf die Gefahr hin, dafür von Vertretern einer Norm rechtmäßig verurteilt oder unrechtmäßig gelyncht zu werden.
Sein Roman „das Auge des Schafes“ erschien 2012 im Resistenzverlag.
Am Krater von Arlit

Am Krater von Arlit

Im größten Uran-Tagebau Afrikas erlebt die Mikrobiologin Britta, wie Kolonialismus im 21. Jahrhundert funktioniert und droht dabei am Darwin'schen Gesetz des ewigen Sieges der Stärkeren über die Schwächeren zu Grunde zu gehen. Britta, die eine Mikrobe beforscht, mit deren Hilfe Uran ohne Zugabe von giftiger Schwefelsäure aus dem Erz gelöst werden kann, erhält vom französischen Nuklearkonzern Areva eine Anstellung in der Uranmine Arlit in Niger.