Swami Sivananda
Nach seinem Medizinstudium ging er nach Malaysia, um als Arzt zu dienen, später auch als Leiter eines Krankenhauses, in dem er eine Kombination aus westlicher Schulmedizin, Hatha-Yoga, Ayurveda sowie seine eigenen heilenden Fähigkeiten anwendete. Als Arzt konnte er vielen Menschen helfen, aber natürlich nicht allen. In ihm wuchs die spirituelle Sehnsucht und er erkannte, dass ein neuer Lebensabschnitt gekommen war und er sich intensiv der spirituelle Suche, der Meditation und der Selbstverwirklichung widmen wollte.
1923 verließ er Malaysia und kehrte nach Indien zurück. Er war auf der Suche nach einem geeigneten Ort für intensive spirituelle Praxis, fand in Rishikesh seinen Guru und erhielt von ihm die Swami-Weihe.
Swami Sivananda lehrte den integralen Yoga, den „Yoga der Synthese“, welcher Hatha-Yoga, Raja-Yoga, Jnana-Yoga, Karma-Yoga und Bhakti-Yoga vereint. Zu seinen bekanntesten Schülern und Schülerinnen zählen Swami Krishnananda, Swami Chidananda, Swami Satyananda, Swami Sivananda Radha und Swami Vishnudevananda.
1934 gründete Swami Sivananda in Rishikesh den „Sivananda Ashram“, 1936 die „Divine Life Society“ und 1948 die „Yoga Vedanta Forest Academy“, deren Ziel und Zweck die Verbreitung spirituellen Wissens und Unterweisung von Menschen in Yoga und Vedanta waren. Swami Sivananda hatte Schüler und Schülerinnen auf der ganzen Welt, die allen Nationalitäten und Glaubensrichtungen angehörten. Er schieb zirka 300 Bücher, um das Wissen über Yoga möglichst weit zu verbreiten.
Am 14. Juli 1963 erreichte er Mahasamadhi (Tod und gleichzeitige Selbstverwirklichung eines Meisters/einer Meisterin).


