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Stefan Etgeton

Stefan Etgeton befindet sich im Ruhestand. Zuletzt war er Senior Expert für Gesundheitspolitik im Gesundheitsprogramm der Bertelsmann Stiftung. Zuvor war er als Gesundheitsexperte für den Bundesverband der Verbraucherzentrale und als BundesgeschĂ€ftsführer für die Deutsche Aidshilfe tĂ€tig. Er studierte Theologie, Philosophie und Kulturwissenschaft in Bethel, Hamburg und Berlin und promovierte anschließend mit einer kulturwissenschaftlichen Arbeit zur »theologischen Genese des modernen Subjekts«.

Stand: MĂ€rz 2024
Das böse Erbe der Erlösung

Das böse Erbe der Erlösung

Im psychoanalytischen Nachdenken ĂŒber destruktive ZĂŒge der Masse spielt die Abwehr von AmbiguitĂ€t eine wesentliche Rolle. Dazu greift das Kollektiv auf Mythen zurĂŒck, die im Besonderen mit Gewalt verbunden sind. Auch die christliche ErzĂ€hlung vom Erlösungstod Jesu enthĂ€lt eine solche destruktive Schattenseite: das mit der LĂŒge vom Gottesmord verbundene antijĂŒdische Ressentiment, das liturgisch und kulturell tradiert wird und sich in Prozessen destruktiver Gruppenbildungen jederzeit – und insbesondere in Krisenzeiten – reaktivieren lĂ€sst.

Das böse Erbe der Erlösung

Das böse Erbe der Erlösung

Im psychoanalytischen Nachdenken ĂŒber destruktive ZĂŒge der Masse spielt die Abwehr von AmbiguitĂ€t eine wesentliche Rolle. Dazu greift das Kollektiv auf Mythen zurĂŒck, die im Besonderen mit Gewalt verbunden sind. Auch die christliche ErzĂ€hlung vom Erlösungstod Jesu enthĂ€lt eine solche destruktive Schattenseite: das mit der LĂŒge vom Gottesmord verbundene antijĂŒdische Ressentiment, das liturgisch und kulturell tradiert wird und sich in Prozessen destruktiver Gruppenbildungen jederzeit - und insbesondere in Krisenzeiten - reaktivieren lĂ€sst.