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Thorsten Spanuth

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Mit diesem Krimi habe ich mich, der ich bisher Romane im historischen Umfeld geschrieben habe, auf das Genre des Kriminalromans eingelassen. Anlass waren meine Schwestern, die lieber "Spannenderes" lesen, als eben meine BĂŒcher zuvor. TatsĂ€chlich hat es sich als deutlich schwieriger erwiesen, als ich dachte, denn dieses Lieblingsspielfeld der meisten Autoren ist, freundlich ausgedrĂŒckt, ziemlich ausgelatscht. Entsprechend ist die Erwartungshaltung der Leser hoch. Sie wollen etwas lesen, was vielleicht noch blutiger, noch fieser, noch wirrer, also kurzum, noch schrĂ€ger ist, als das Buch, das sie zuvor lasen. Also, diese Story ist, wie der Name sagt, schon ziemlich schrĂ€g. Sie ist wirr und verlangt daher ein gewisses Hineinvertiefen in den Plot. Sie ist fies, weil Unschuldige Personen unverhofft Opfer werden und sie ist auch ziemlich blutig. Meine Lektorin musste mich obendrein etwas bremsen und daran erinnern, dass wir in Deutschland (glĂŒcklicherweise!) in einem Rechtsstaat mit einer demokratisch legitimierten Grundordnung leben. Soll heißen, so irre manche Personen, so schlimm deren Taten, so wirr deren Weltbild auch ist, am Ende gewinnt in diesem Land nie ein Verbrecher, auch nicht in einem Roman.

Der Autor lebt mit seiner Familie in Norddeutschland
SchrÀg

SchrÀg

Wenn wir ehrlich gegen uns selbst sind und unser Leben einmal rekapitulieren, was viele Menschen vermutlich höchstens in ihren letzten Lebensstunden machen, wĂŒrden wir erkennen, dass das Leben eigentlich nur aus ZufĂ€llen bestand: ZufĂ€llige Begegnungen, zufĂ€llige Situationen.