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Jürgen Wächter
Dr. Jürgen Wächter war politisch mehrere Jahre im Stadtrat der Stadt Werther (Westf.) tätig und machte Erfahrungen als Direktkandidat zum Deutschen Bundestag 2015 und 2021.
Neben zahlreichen Artikeln in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlichte er mehrere Bücher, u. a. zur
"Geschichte der Bryologie", zum
"Naturschutz in den deutschen Kolonien in Afrika (1884-1918)" und 2022 zusammen mit seinem Sohn "Angst im Systemwechsel - Die Psychologie der Coronazeit".
Der lange Weg nach Hause
Das Buch erzählt die Geschichte des Obergefreiten Wilhelm Wächter während des Nationalsozialismus, und zwar von der ersten Einberufung in die Deutsche Wehrmacht 1936 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges und der Rückkehr nach Hause 1945. Es zeigt beispielhaft, dass die Schikanen, denen die normalen Menschen im Nationalsozialismus ausgesetzt waren, nicht erst mit Kriegsbeginn 1939 anfingen, sondern dass schon gleich nach der Machtübernahme eine umfassende Steuerung und totale Einbeziehung der Menschen in die Maschinerie des Krieges vorgenommen wurde.
Massenwahn
Wie kann es sein, dass ganze Gesellschaften einem Wahn verfallen? Wie kommt es, dass Menschen unisono so skrupellos werden, dass sie ihre Nachbarn als Hexen verbrennen, den politisch Anderen mit der Guillotine köpfen lassen oder ihn selbst mit einer Machete in Stücke hauen? Wie ist es möglich dabei noch zu glauben, richtig zu handeln? Warum kann jede Mitmenschlichkeit verloren gehen und warum werden Mitmenschen denunziert, dass sie in Straf- oder Vernichtungslagern enden? Warum werden die wenigen Menschen, die sich vom Massenwahn nicht anstecken lassen als Staatsfeinde, Volksverräter, Verschwörungstheoretiker, Teufelsanhänger oder Untermenschen denunziert? Wie kann es sein, dass immer wieder in der Geschichte ganze Gesellschaften verrückt werden? Dass sie in einen Massenwahn verfallen.

