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Hartwig Wischendorf

Hartwig Wischendorf, Jahrgang 1937, von Beruf Diplom-Betriebswirtschaftler, ist selbst kein Esperantist, kam aber durch seinen Vater, der 1924 in Schwerin eine Esperanto-Gruppe gebildet hatte, mit Esperanto in Berührung. In Erinnerung geblieben sind ihm die Zeiten des hoffnungsvollen Neubeginns der Esperanto-Aktivitäten ab 1945 bis zum Verbot 1949, sowie die Bildung der Sektion Esperanto im Kulturbund, an der sich sein Vater nicht mehr beteiligte. Die Gründe dieses Rückzuges und die heute teilweise romantisierenden Darstellungen von der Esperanto-Bewegung in der DDR, waren Veranlassung für den Autor, sich mit diesem Teil der jüngeren deutschen Geschichte zu beschäftigen.
Esperanto in der DDR

Esperanto in der DDR

Noch vor Gründung der DDR wurden Esperanto-Vereine verboten. Erst 1965, nach Protesten im Inland und aus dem Ausland, konnten sich die Esperanto-Anhänger im Deutschen Kulturbund neu organisieren. Ihre Tätigkeit wurde gelenkt und kontrolliert vom Zentralen Arbeitskreis Esperanto, einem eigens zur Überwachung der Aktivitäten eingerichteten Personenkreis, bestehend aus zunächst 11 SED-treuen Esperantisten.