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Ich stehe kurz vor der Veröffentlichung meines ersten Romans – und das, obwohl ich schon seit über 30 Jahren weiß, dass ich dieses Buch eines Tages schreiben werde. Doch all die Jahre fehlte mir der Mut, das, was in mir lebte, wirklich aufs Papier zu bringen. Vielleicht, weil ich fürchtete, es hole mich dann wieder ein. Heute denke ich: Und wenn schon. Es ist ein Teil von mir...unglaublich - aber echt!
Meine Leidenschaft fürs Schreiben begann mit einem Aufsatz in der siebten Klasse, der so gut ankam, dass ich zum ersten Mal glaubte, da könnte etwas in mir schlummern. Und obwohl ich inzwischen schon über die Rente nachdenke, hat mich diese Leidenschaft nie losgelassen.
Ich liebe das Spiel zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Wo hört die Realität auf? Wo fängt die Fantasie an? Oder ist es andersherum? Ich habe keinen Plan – nur gelernt, beides anzunehmen. Und es lebt sich so einfach… phantastisch.
Abgesehen von meinen Träumen und Albträumen – die stellenweise sogar Stephen King in den Schatten stellen (sorry, Stephen... du bleibst trotzdem mein Mentor) – zieht sich ein roter Faden durch mein ganzes Leben: das Gefühl, irgendwie „anders“ zu sein. Aufgewachsen im Grau des DDR-Plattenbaus, habe ich die Wende hautnah miterlebt – samt all der Brüche, Hoffnungen und Veränderungen, die sie in den Menschen um mich herum hinterließ.
Drei Jahrzehnte Polizeidienst hätten schon für eine eigene kleine Bibliothek gereicht. Doch statt nur langweilige Berichte zu schreiben, wollte ich lieber die Geschichten erzählen – solche, die unter die Haut gehen. Und da habe ich einige im Repertoire.
Meine Botschaft? Ganz klar: Grenzen sind da, um sie zu überwinden.
Mein aktuelles Buchprojekt ist tatsächlich mein Lebensprojekt. Daisy
Daisy – das klingt erst einmal nach einer kleinen, harmlosen Katze. Aber leider nein.
Daisy ist tot. Von mir in den Tod geschickt. Und trotzdem kommt sie zurück. Nicht, um mir zu verzeihen – sondern um mir das Leben schwer zu machen.
Ein Mädchen in der vielleicht kompliziertesten Phase ihres Lebens – zwischen Kindheit und Frauwerden – sollte sich eigentlich mit Jungs, Sexualität oder sonstigen Irrungen und Wirrungen beschäftigen. Aber ich? Ich habe diese untote Katze. Und nichts ist mehr, wie es war.
Für wen ich schreibe? In erster Linie für mich. Und für alle da draußen, die mehr vom Leben kennen als Arbeiten, Schule, Handy und Netflix.
Ich schreibe für diejenigen, die sich trauen, zu träumen. Für die, die das Unbewusste spüren. Für alle, die ausbrechen wollen – oder längst ausgebrochen sind. Für Menschen wie mich.