
Verantwortungsvoll ejakulieren
Wir brauchen eine Revolution der Verhütungsfrage! Gabrielle Blair macht ohne Wenn und Aber deutlich: Wir müssen die Männer in die Pflicht nehmen – aus physiologischen ebenso wie aus Gerechtigkeitsgründen. Die 28 schmissig präsentierten Argumente sind ein Augenöffner dafür, wie sehr das Patriarchat unsere Intimleben prägt und dass Sex und Verantwortung zwingend zusammengehören.

Unter Druck - Westliche Demokratie zwischen innerer Überforderung und äußerer Herausforderung
KlappentextWestliche Demokratien stehen unter Druck. Und das sowohl von innen als auch von außen. Einerseits plagen sie Selbstzweifel über ihren weiteren Weg, andererseits treten autokratische Regime zunehmend selbstbewusst auf. Wie groß ist die Gefahr, unser Staatsmodell durch eine Überbetonung von Demokratie, übermäßige Moralisierung und exzessive Technokratie auszuhöhlen? Wie sollte den aufstrebenden Autokratien Asiens - etwa China oder Singapur - angemessen entgegengetreten werden? Dieses Buch untersucht aus einem liberal-konservativem Blickwinkel die offenkundig tiefgreifenden Herausforderungen für die demokratischen Gesellschaften und versucht einige Antworten zu geben.

Die UNESCO 2024
Auf der Schwelle zu einer neuen Ära globaler Herausforderungen und Chancen steht die UNESCO mehr denn je im Zentrum internationaler Bemühungen, Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation als Grundpfeiler eines dauerhaften Friedens und der nachhaltigen Entwicklung weltweit zu fördern.

EIGENTUM BRAUCHT ZUKUNFT
Im Zug wahlpolitischer Debatten wird die Einführung einer Vermögenssteuer regelmäßig als Allheilmittel für Staat und Gesellschaft propagiert. Die Ergebnisse der EcoAustria-Studie „Ökonomische Bewertung und Effekte von vermögensbezogenenSteuern“ zeigen: Die Einführung einer Vermögenssteuer in Österreich würde zu einem Rückgang von Investitionen, Beschäftigung und Wirtschaftsleistung sowie einer Zunahme von Arbeitslosigkeit führen.

Prozessontologische Transformationsethik
Die Welt verändert sich, transformiert sich kontinuierlich. Das geschieht in großen Bereichen der Welt in unüberschaubarer Fülle völlig ohne unser Zutun. In anderen dagegen können wir durchaus daran mitwirken. Wenn wir die Strukturen künftiger Entwicklungen in eine bestimmte Richtung beeinflussen wollen – und die Reaktion auf moralische Herausforderungen wie den Klimawandel ist ein guter Grund, genau das zu wollen – dann tun wir gut daran, Ressourcen zu vernetzen und diese Vernetzungen auf die vielen nötigen Transformationen der Welt hin zu konkretisieren.

Industrielle Abrüstung jetzt!
„System change“ kann man allenthalben auf den Demos der Klimagerechtigkeitsbewegung hören. Das vorliegende Buch zeigt auf, worin dieser Systemwandel bestehen müsste. Pointiert und mit guten Argumenten macht der Autor deutlich, dass nicht nur der Kapitalismus, sondern auch die Industriegesellschaft, wie wir sie kennen, zur Disposition steht.

Zwischen Ordnung und Konflikt
Die Studie interveniert in die aktuelle Debatte um das „Institutionendefizit“ in den Theorien radikaler Demokratie. Diese krisendiagnostisch sensible, aber institutionentheoretisch eher schwach aufgestellte demokratietheoretische Familie wird mit der sozial- und politikwissenschaftlichen Vielfalt an Institutionenverständnissen konfrontiert.

Nukes für Jedermann?
Vor allem für kleinere Staaten wie Israel sind Nuklearwaffen zur »Existenzversicherung« geworden. Eine totale nukleare Abrüstung muss daher als höchst unwahrscheinlich angesehen werden. Im Umkehrschluss bedeutet das, vermutlich auf lange Zeit mit der Bombe leben zu müssen.

Judenhass
Ein Übermaß an Hass ist das Ende der DemokratieBrandanschläge auf Synagogen. Hetze an Schulen. Ein Mob, der das Existenzrecht Israels verneint: Judenhass, in Deutschland.Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel zeigt sich einmal mehr, wie wenig das Versprechen des »Nie wieder« gilt und wie sehr Antisemitismus von verschiedenen Seiten gesellschaftsfähig geworden ist.

ICCS 2022
ICCS (International Civic and Citizenship Education Study) ist die einzige international vergleichende Studie zur politischen Bildung, die neben Einstellungen und Partizipationsabsichten auch politisches Wissen erfasst und zugleich politisches Lernen und Sozialisationsprozesse an Schulen in den Blick nimmt.

ECON 2022
Das Projekt ECON 2022 erhebt den Ist-Stand ökonomischer Kompetenz in der Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen. Grundlage hierfür ist die Entwicklung eines authentischen Testinstruments, das die Lebenswelt der Schüler*innen repräsentiert. Der Fokus liegt auf Wissensbeständen und Fähigkeiten, die zu einer gelingenden Partizipation am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben erforderlich sind.

Transnationale Karrieren und europäische Vergesellschaftung
Innerhalb der Europäischen Union herrscht Freizügigkeit: Alle EU-Bürger_innen haben heute die Möglichkeit, im europäischen Ausland zu leben, zu studieren oder zu arbeiten. Aber wie kommt es bei solchen »free movers« im weiteren Lebensverlauf zu erneuter transnationaler Mobilität oder wodurch unterbleibt diese? Welche Strategien entwickeln sie, um ihre Karrieren grenzüberschreitend zu verfolgen, welche Erfahrungen machen sie dabei? Und welche Implikationen ergeben sich hieraus für die Bildung einer europäischen Gesellschaft?Sören Carlson geht diesen Fragen anhand von biographischen Interviews mit jungen berufstätigen Deutschen, die im europäischen Ausland studiert haben, aus einer europa- und migrationssoziologischen Perspektive nach.

Öffentliche Kunstförderung
Öffentliche Kunstförderung polarisiert und die gesellschaftliche Debatte darüber wird zumeist auf politische Schlagworte verkürzt. Justus Duhnkrack analysiert das multipolare Interessengeflecht in der öffentlichen Kunstförderung und enthüllt den Verteilungskonflikt, den Gesetzgeber und Verwaltung regelmäßig zu bewältigen haben.

Städte auf dem Weg zur Nachhaltigkeit
Angesichts von Extremwetterereignissen, Klimaprognosen und Bewegungen wie Fridays for Future lässt sich schwer leugnen, dass ein Teil der Menschheit auf eine Weise lebt, die eine gut bewohnbare Welt höchst unwahrscheinlich macht. Städten wird in dieser Situation eine zentrale Rolle zugeschrieben.

Politik Inklusiver Bildung
Bildung soll inklusiv sein – diese normative Forderung ist Gegenstand zahlreicher Debatten. Vor diesem Hintergrund zeichnet Carla Jana Svaton ethnographisch die Governance einer integrativen Volksschule in der Schweiz nach und folgt dazu den bildungs- und schulpolitischen Kontroversen sowie lokalen Übersetzungsprozessen einer aktuellen Bildungsreform.

Grüner Sozialismus?
Wie denken Beschäftigte, zum Beispiel in der Industrie, im Handel oder in Krankenhäusern, über Ungleichheit, Parteien oder die Klimakrise? Welche Politik wünschen sie sich und was stört sie? Thomas E. Goes widmet sich diesen Fragen empirisch, um die Erfolgschancen eines Grünen Sozialismus auszuloten.

Abgrenzen, Entgrenzen, Begrenzen
Grenzen strukturieren nicht nur die Ordnung von Landschaft und Herrschaft, sondern auch von Gesellschaft. Als soziale Konstrukte vereindeutigen sie Zustände, öffnen aber auch Räume für Aushandlungen und Überschreitungen. In der Moderne dienten praktische und metaphorische »Grenzgänge« dazu, Beziehungen, die Verhältnisse gesellschaftlicher Teilsysteme und die Reichweite von Normen zu klären.

Der gewünschte Konsument
Konsument*innen sind heutzutage mehr gefordert denn je: Der Ruf nach Nachhaltigkeit verbindet Politik mit dem täglichen Einkauf. Die politische Macht von Konsument*innen ist auch in der Vergangenheit schon oft beschworen worden. Erwartungen an das Verantwortungsbewusstsein sind jedoch nicht nur das Ergebnis von Angebot und Nachfrage.

Verfassungspatriotismus
Ausgehend von zentralen Primärtexten der beiden begriffsprägenden Protagonisten Dolf Sternberger und Jürgen Habermas werden unterschiedliche Perspektiven eröffnet, um die Frage zu beantworten, ob und inwieweit sich Verfassungen im Allgemeinen und das Grundgesetz im Besonderen eignen, in zunehmend pluralen und fragmentierten Gesellschaften einen übergreifend sinnstiftenden Zusammenhalt zu gewähren.

Chatbots, KI-Bildgeneratoren und Co.
Das Thema hat Konjunktur. Spätestens seit Chatbots wie ChatGPT und Bildgeneratoren wie Midjourney oder DALL-E die ebenso faszinierenden wie bedrohlichen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz eindrucksvoll demonstrieren, ist die »KI-Revolution« (Der Spiegel) in aller Munde.

Digitale Pioniere als Schlüsselakteure ländlicher Governance
Zentrale Aufgaben von Kommunen in Deutschland umfassen die Gewährleistung der Daseinsvorsorge, des öffentlichen Verkehrs, Wirtschaftsförderung, Zugang zu ausreichender Breitbandinfrastruktur, gesundheitliche und soziale Betreuung und Zugang zu kulturellem Leben.

Ist Theorie gut für die Juden?
Während Antisemiten in der Vergangenheit die Juden als moderne »wurzellose Kosmopoliten« ansahen, konstruiert der heutige Antisemitismus sie als obsolet, gerade weil sie mit ihren Wurzeln, ihrem Land, ihrer Gemeinschaft, ihrer Herkunft verbunden sind.

Anstiftung zum Bürgerkrieg
Claudius Seidl schreibt im Feuilleton nicht nur über Politik – aber wenn er über Politik schreibt, dann sind das Essays und Polemiken, mit denen die Politik nicht gerechnet hat. Weil Programme, Parolen, Meinungen das Eine sind. Und es ihm aber um das Andere geht: um Images und Inszenierungen, um Rhetorik, Geschichte und die geistigen Grundlagen einer Politik, die viel zu selten wirklich weiß, was sie da sagt und tut.

Die strategische Falle
Wo liegen die Ursachen des Ukrainekrieges? Inwieweit ist er ein Stellvertreterkrieg? Was hat er mit jener Dominanz über Osteuropa zu tun, nach der der Westen nach Auflösung der Sowjetunion strebte? Georg Auernheimer skizziert zunächst die internationalen Beziehungen seit 1991 und legt einen besonderen Fokus auf die Jahre nach dem »Euro-Maidan« (2014) als unmittelbare Vorgeschichte des russischen Angriffs.