Fabian Saner
Ungleichheit in der Schweiz
- Sozialalmanach 2023
ISBN: 978-3-855-92193-5
320 Seiten | ⏠29.99
Buch [Taschenbuch]
Erscheinungsdatum:
10.12.2022
Politik
Fabian Saner
Ungleichheit in der Schweiz
Sozialalmanach 2023
Ungleichheit in der Schweiz
Ist der Kuchen richtig verteilt? Die JubilÀumsausgabe des Sozialalmanachs fragt nach Armut und sozialer Ungleichheit in der Schweiz:
Ungleichheit ist in der Schweiz omniprĂ€sent: Die Vermögen sind fast nirgends so konzentriert wie hierzulande. Gleichzeitig werden sie kaum besteuert. Ăber den Reichtum wird gesellschaftlich wenig diskutiert. Der Sozialalmanach von Caritas Schweiz stellt in der 25. Ausgabe die Frage, wie Armut und Ungleichheit zusammenhĂ€ngen. 18 BeitrĂ€ge ausgewiesener Expertinnen und Experten analysieren auf der Basis belegter Zahlen und Fakten die Situation und schlagen Lösungen vor.
Teuerung ĂŒberall: Bei der Energie, bei den KrankenkassenprĂ€mien, bei den Mieten. In der Schweiz sind Hunderttausende armutsbetroffen oder armutsgefĂ€hrdet. Eine Stromrechnung, eine Erhöhung der Miete, eine einzige Sonderausgabe und das Budget gerĂ€t aus der Balance. Oft trifft es Familien und Alleinerziehende mit Kindern. Was aber haben die materiellen Existenzsorgen der einen mit dem Reichtum, besonders der extremen VermoÌgenskonzentration, bei den wenigen Anderen zu tun? Wie gross ist die soziale Ungleichheit in der Schweiz tatsĂ€chlich und wo zeigt sie sich konkret? Welche Rolle spielen der Staat und die Finanzierungsmechanismen des sozialen Ausgleichs mittels Steuern und Sozialpolitik? Welche Rolle haben (frĂŒhkindliche) Bildung, Herkunft, Geschlecht oder der Aufenthaltsstatus in Bezug auf die Chancengleichheit? Wo wird oder sollte der Hebel angesetzt werden, um die frappante Ungleichheit abzubauen? Braucht es dazu ein neues Gesellschaftsmodell und ein anderes VerstaÌndnis bezahlter und unbezahlter Arbeit? Im neuen Sozialalmanach von Caritas Schweiz analysieren Expertinnen und Experten in 18 BeitrĂ€gen diese Fragen â und liefern Antworten.
Ist die Schweiz «feudal»?
Die soziale Ungleichheit wird in der Schweiz vor allem durch Umverteilung mittels Sozialleistungen reduziert. Die Vermögen, insbesondere die jĂ€hrlich anfallenden riesigen Erbschaftsvolumen, werden hingegen kaum besteuert. Hier liegt eine verpasste Chance fĂŒr effektive Massnahmen, wie etwa die Ăkonomen Marius BrĂŒlhart und Oliver HĂŒmbelin unterstreichen. Auch Michael Graff und Ueli MĂ€der orten eine «Refeudalisierung der Schweiz», die viel zu wenig diskutiert wird. Diesem Blick auf die Ungleichheit am oberen Ende der Skala setzen verschiedene Autorinnen und Autoren im Buch den Blick von unten entgegen: hier gilt es den Fokus besonders auf eine effektivere Familienpolitik zu legen, denn: die Schweiz hinkt in Sachen Gleichstellung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach wie vor hinterher, und das zeigt sich nicht zuletzt an den Gruppen, die besonders von der ungleichen Verteilung materieller und sozialer Ressourcen betroffen sind. Carola Togni beschreibt in ihrem Beitrag die Geschichte der Sozialversicherungen unter dem Aspekt der Familien- und Rollenbilder. Carlo Knöpfel diskutiert neue Dimensionen der Ungleichheit in den Auswirkungen der Klimakrise auf WohnverhĂ€ltnisse und Gesundheit verschiedener sozialer Schichten.
Ungleichheit: Eine Gefahr fĂŒr Chancengerechtigkeit und Demokratie
Nebst konkreten politischen Massnahmen nimmt der neue Sozialalmanach auch die grundlegenden gesellschaftspolitischen Fragen in den Blick: Welche Arbeit gilt als wertvoll? Wieso ist die Ungleichheit bei den Renten von MĂ€nnern und Frauen in den wichtigen Sozialversicherungen (Stichwort: Gender Pension Gap) nach wie vor derart gross? Und auf welchen gesellschaftlichen Vorleistungen (Wissensproduktion, Bildung, Infrastruktur, Gesundheitswesen) beruhen eigentlich die grossen Vermögen und die hohen Einkommen â denn klar ist: Exorbitante Einkommen etwa in der Finanzindustrie lassen sich nicht durch ProduktivitĂ€t oder den «Markt» erklĂ€ren, sondern nur durch dessen Versagen. Das zeigt sich in den schlecht entlöhnten systemrelevanten Berufen wie der Pflege am deutlichsten.
Es stellen sich auch demokratiepolitische Fragen: Ist eine Gesellschaft mit einem derart hohen Mass an materieller Ungleichheit stabil genug, um die anstehen riesigen Herausforderungen der Transformation in eine erneuerbare und nachhaltige Zukunft zu meistern? Oder wird die demokratiepolitische Auseinandersetzung durch finanzstarke Kampagnen ausgehöhlt? Mit der 25. Ausgabe des Sozialalmanachs greift Caritas Schweiz die zentralen gesellschaftlichen Fragen der ArmutsbekĂ€mpfung in der Schweiz auf: Denn diese kann nie nur Hilfe in Not fĂŒr Armutsbetroffene sein â der Umgang mit den SchwĂ€chsten der Gesellschaft verweist immer auch auf die enormen ReichtĂŒmer, die andernorts anfallen. Und stellt damit die Frage der Gerechtigkeit.
Ist der Kuchen richtig verteilt? Die JubilÀumsausgabe des Sozialalmanachs fragt nach Armut und sozialer Ungleichheit in der Schweiz:
Ungleichheit ist in der Schweiz omniprĂ€sent: Die Vermögen sind fast nirgends so konzentriert wie hierzulande. Gleichzeitig werden sie kaum besteuert. Ăber den Reichtum wird gesellschaftlich wenig diskutiert. Der Sozialalmanach von Caritas Schweiz stellt in der 25. Ausgabe die Frage, wie Armut und Ungleichheit zusammenhĂ€ngen. 18 BeitrĂ€ge ausgewiesener Expertinnen und Experten analysieren auf der Basis belegter Zahlen und Fakten die Situation und schlagen Lösungen vor.
Teuerung ĂŒberall: Bei der Energie, bei den KrankenkassenprĂ€mien, bei den Mieten. In der Schweiz sind Hunderttausende armutsbetroffen oder armutsgefĂ€hrdet. Eine Stromrechnung, eine Erhöhung der Miete, eine einzige Sonderausgabe und das Budget gerĂ€t aus der Balance. Oft trifft es Familien und Alleinerziehende mit Kindern. Was aber haben die materiellen Existenzsorgen der einen mit dem Reichtum, besonders der extremen VermoÌgenskonzentration, bei den wenigen Anderen zu tun? Wie gross ist die soziale Ungleichheit in der Schweiz tatsĂ€chlich und wo zeigt sie sich konkret? Welche Rolle spielen der Staat und die Finanzierungsmechanismen des sozialen Ausgleichs mittels Steuern und Sozialpolitik? Welche Rolle haben (frĂŒhkindliche) Bildung, Herkunft, Geschlecht oder der Aufenthaltsstatus in Bezug auf die Chancengleichheit? Wo wird oder sollte der Hebel angesetzt werden, um die frappante Ungleichheit abzubauen? Braucht es dazu ein neues Gesellschaftsmodell und ein anderes VerstaÌndnis bezahlter und unbezahlter Arbeit? Im neuen Sozialalmanach von Caritas Schweiz analysieren Expertinnen und Experten in 18 BeitrĂ€gen diese Fragen â und liefern Antworten.
Ist die Schweiz «feudal»?
Die soziale Ungleichheit wird in der Schweiz vor allem durch Umverteilung mittels Sozialleistungen reduziert. Die Vermögen, insbesondere die jĂ€hrlich anfallenden riesigen Erbschaftsvolumen, werden hingegen kaum besteuert. Hier liegt eine verpasste Chance fĂŒr effektive Massnahmen, wie etwa die Ăkonomen Marius BrĂŒlhart und Oliver HĂŒmbelin unterstreichen. Auch Michael Graff und Ueli MĂ€der orten eine «Refeudalisierung der Schweiz», die viel zu wenig diskutiert wird. Diesem Blick auf die Ungleichheit am oberen Ende der Skala setzen verschiedene Autorinnen und Autoren im Buch den Blick von unten entgegen: hier gilt es den Fokus besonders auf eine effektivere Familienpolitik zu legen, denn: die Schweiz hinkt in Sachen Gleichstellung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach wie vor hinterher, und das zeigt sich nicht zuletzt an den Gruppen, die besonders von der ungleichen Verteilung materieller und sozialer Ressourcen betroffen sind. Carola Togni beschreibt in ihrem Beitrag die Geschichte der Sozialversicherungen unter dem Aspekt der Familien- und Rollenbilder. Carlo Knöpfel diskutiert neue Dimensionen der Ungleichheit in den Auswirkungen der Klimakrise auf WohnverhĂ€ltnisse und Gesundheit verschiedener sozialer Schichten.
Ungleichheit: Eine Gefahr fĂŒr Chancengerechtigkeit und Demokratie
Nebst konkreten politischen Massnahmen nimmt der neue Sozialalmanach auch die grundlegenden gesellschaftspolitischen Fragen in den Blick: Welche Arbeit gilt als wertvoll? Wieso ist die Ungleichheit bei den Renten von MĂ€nnern und Frauen in den wichtigen Sozialversicherungen (Stichwort: Gender Pension Gap) nach wie vor derart gross? Und auf welchen gesellschaftlichen Vorleistungen (Wissensproduktion, Bildung, Infrastruktur, Gesundheitswesen) beruhen eigentlich die grossen Vermögen und die hohen Einkommen â denn klar ist: Exorbitante Einkommen etwa in der Finanzindustrie lassen sich nicht durch ProduktivitĂ€t oder den «Markt» erklĂ€ren, sondern nur durch dessen Versagen. Das zeigt sich in den schlecht entlöhnten systemrelevanten Berufen wie der Pflege am deutlichsten.
Es stellen sich auch demokratiepolitische Fragen: Ist eine Gesellschaft mit einem derart hohen Mass an materieller Ungleichheit stabil genug, um die anstehen riesigen Herausforderungen der Transformation in eine erneuerbare und nachhaltige Zukunft zu meistern? Oder wird die demokratiepolitische Auseinandersetzung durch finanzstarke Kampagnen ausgehöhlt? Mit der 25. Ausgabe des Sozialalmanachs greift Caritas Schweiz die zentralen gesellschaftlichen Fragen der ArmutsbekĂ€mpfung in der Schweiz auf: Denn diese kann nie nur Hilfe in Not fĂŒr Armutsbetroffene sein â der Umgang mit den SchwĂ€chsten der Gesellschaft verweist immer auch auf die enormen ReichtĂŒmer, die andernorts anfallen. Und stellt damit die Frage der Gerechtigkeit.
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| Veröffentlichung: | 10.12.2022 |
| Seiten | 320 |
| Art des Mediums | Buch [Taschenbuch] |
| Preis DE | EUR 29.99 |
| Preis AT | EUR 30.90 |
| Reihe | Sozialalmanach 25 |
| ISBN-13 | 978-3-855-92193-5 |
| ISBN-10 | 3855921938 |
Ăber den Autor
Fabian Saner studierte Germanistik und Sozialgeschichte in Bern und ZĂŒrich und promovierte an der Abteilung Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Romanischen Seminar der UniversitĂ€t ZĂŒrich. Er forscht und publiziert im Bereich Stadt- und Regionalgeschichte. Derzeit betreut er als herausgebender Redaktor das sozial- sowie das entwicklungspolitische Jahrbuch von Caritas Schweiz.
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Leserunde
INSELN â Ein Roman ĂŒber NĂ€he und Abwesenheit â und ĂŒber die Frage, was bleibt, wenn jeder Hafen vorlĂ€ufig ist.
Bewerbungsfrist bis zum: 23.07.2026
