Kirche & Weltkrieg

Rundbriefe und Predigtskizzen für die deutsche katholische Wehrmachtseelsorge

Chronologie aller Bände (1 - 2)

Reihe: Kirche & Weltkrieg

Die Reihenfolge beginnt mit dem Buch "Kirche & Weltkrieg". Wer alle Bücher der Reihe nach lesen möchte, sollte mit diesem Band von Heinrich Missalla beginnen. Der zweite Teil der Reihe "Kirche & Weltkrieg" ist am 27.09.2023 erschienen. Die Reihe umfasst derzeit 2 Bände. Der neueste Band trägt den Titel "Kirche & Weltkrieg".

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  • Start der Reihe: 11.07.2022
  • Neueste Folge: 27.09.2023

Diese Reihenfolge enthält 2 unterschiedliche Autoren.

Cover: Kirche & Weltkrieg

Kirche & Weltkrieg

Friedrich Erich Dobberahn setzt sich in dieser engagiert geschriebenen Streitschrift mit einer 2023 publizierten Rezension seines 2021 in erster und bereits 2022 in zweiter Auflage bei Vandenhoeck & Ruprecht (Brill-Deutschland) erschienenen Buches "Deutsche Theologie im Dienste der Kriegspropaganda 1914-1918" auseinander. Die teilweise durchaus anerkennende Buchbesprechung ist jedoch das unzeitgemäße Dokument einer "klerikalen Sackgasse". Der Rezensent kündigt zwar an, die "Intentionen" des Autors "herauszufiltern", blendet jedoch die im Buch dargestellten wesentlichen Elemente der damaligen theologischen Kriegspropaganda aus, insbesondere die im Buch präzise beschriebenen Techniken der Bibel-, Gesangbuch- und Liturgieverfälschung im gottesdienstlichen Leben, in der Religionspädagogik, in Predigt, Seelsorge und Gebetsleben. Das wichtigste Anliegen des Buches bleibt auf diese Weise außer Betracht: Das in der Rezension außer Betracht bleibende zentrale Anliegen des Werkes arbeitet Dobberahn daher in seiner Streitschrift für den Leser noch einmal heraus: nämlich die Entlarvung der nationalistischen Sprachverbrechen der Theologie, der heilsgeschichtlichen Kostümierung der deutschen Kriegsbarbarei, die Ethik und Ästhetik auseinanderriss, um eine todbringende Sinnstiftung theologisch massentauglich zu machen. Diese setzte sich bis 1945 fort, hetzte zig Millionen Menschen in den Tod und riss die deutsche und europäische Geschichte bis zum Holocaust in den Abgrund. Der im Teil I enthaltene Essay "Zur Ethik des Lesens und Schreibens eines Anti-Kriegs-Buches - nicht nur in Kriegszeiten" wendet sich gegen mehrere abwertende Pauschalisierungen des Rezensenten. Teil II widerlegt einige Kritikpunkte des Rezensenten wie etwa dessen Tendenz, die Verantwortung der damaligen theologischen Fakultäten herunterzuspielen. Der in Teil III enthaltene zweite Essay "Die Geschichte antwortete 1945 auf die von Luther und Hegel ausgehende geschichtstheologische und -philosophische Linie mit entsetzlichem Hohn" führt die Diskussion fort und korrigiert, indem er die Rolle lutherischen und Hegel`schen Einflusses im Ersten Weltkrieg herausarbeitet, eine massive Falschdarstellung des Rezensenten zu der vom Buchautor eingenommenen Position zu Luther. Teil IV wehrt sich gegen einen gravierenden Tendenzvorwurf des Rezensenten zur heutigen deutschen Militärseelsorge.

Kirche & Weltkrieg - Band 15
Herausgegeben von Peter Bürger
Cover: Kirche & Weltkrieg
  • Band: 14
  • Autor: Missalla, Heinrich
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  • Medium: Buch
  • Veröffentlicht: 11.07.2022
  • Genre: Politik

Kirche & Weltkrieg

Gemäß Vereinbarung im Reichkonkordat 1933 taten rund 20.000 Theologen, Ordensleute und Priester in der deutschen Wehrmacht unter dem Oberbefehl Adolf Hitlers ihren Dienst als Sanitätssoldaten oder Kriegspfarrer. Sie meinten mit sehr wenigen Ausnahmen, auf solche Weise ihre "Pflicht gegenüber Gott" zu erfüllen und ihrem Vaterland zu dienen. Nicht zuletzt stützten diese römisch-katholischen Männer, auch wenn sie den Nationalsozialismus ablehnten, die massenmörderische Kriegsapparatur des Verbrecherstaates. In der vorliegenden, erstmals 1999 veröffentlichten Dokumentation erschließt der Theologe Heinrich Missalla (+ 2018) Rundbriefe und Predigtvorlagen, die die beim Caritasverband angebundene "Kirchliche Kriegshilfe" 1940-1944 für die Arbeit der deutschen katholischen Militärseelsorge verbreitet hat. Die damals von Heinrich Höfler zusammengestellten Texte geben Aufschluss über die Mentalität einer Generation, die sich im Krieg durch Gehorsam und Opferbereitschaft "bewähren" wollte. Anders als in der Botschaft Jesu von Nazareth wurde das Töten von Menschen als gerechtfertigt empfunden, ebenso die militärische Durchsetzung nationaler Interessen. Nach 1945 hat man die Ideologie des Staatsgehorsams und die Strukturen der kirchlich-militärischen Kooperation nicht im Grundsätzlichen hinterfragt. Die Häresie der theologisierten Kriegsgewalt ist im ganzen 20. Jahrhundert seitens der kirchlichen Verantwortlichen nicht aufgearbeitet worden. Schon vor über zwei Jahrzehnten beschloss H. Missalla die vorliegende Studie mit dem prophetischen Satz: "Es bleibt die Befürchtung, dass es für eine Rückgewinnung der Glaubwürdigkeit der Kirche zu spät ist."

Kirche & Weltkrieg, Band 14

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