Chronologie aller Bände (1 - 20)
Die Reihenfolge beginnt mit dem Buch "Arbeitskultur, neu gedacht". Wer alle Bücher der Reihe nach lesen möchte, sollte mit diesem Band von Oliver Prange beginnen. Der zweite Teil der Reihe "David Fincher" ist am 30.01.2019 erschienen. Mit insgesamt 20 Bänden wurde die Reihe über einen Zeitraum von ungefähr 8 Jahren fortgesetzt. Der neueste Band trägt den Titel "Dalai Lama".
- Anzahl der Bewertungen für die gesamte Reihe: 17
- Ø Bewertung der Reihe: 4.18
- Start der Reihe: 02.11.2017
- Neueste Folge: 26.05.2025
Diese Reihenfolge enthält 2 unterschiedliche Autoren.
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 28.08.2024
- Genre: Politik
Arbeitskultur, neu gedacht
Der Trend geht in die Richtung, dass Firmen einen ähnlichen Komfort wie zu Hause bieten: mit Küche, Esszimmer, Fitnessraum, Aussenbereich mit Garten, Gästezimmer. Arbeit und Privatleben verschmelzen auf einem ganz neuen Niveau. Diese Ausgabe des Kulturmagazins "Du" zeigt Beispiele, wie Firmen auf die Entwicklung reagieren.
- Band: 880
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 1
- Ø Bewertung: 3.0
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 02.11.2017
- Genre: Comedy
Martin Scorsese
- Band: 889
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 2
- Ø Bewertung: 3.5
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 30.01.2019
- Genre: Sonstiges
David Fincher
- Band: 893
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 6
- Ø Bewertung: 5.0
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 29.05.2019
- Genre: Sonstiges
Psychiatrie und Kunst
- Band: 894
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 03.07.2019
- Genre: Sonstiges
- Band: 896
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 02.10.2019
- Genre: Sonstiges
Georges Simenon
- Band: 900
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 1
- Ø Bewertung: 4.0
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 01.06.2020
- Genre: Comedy
Zoo Zürich
- Band: 912
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 6
- Ø Bewertung: 4.6
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 22.02.2022
- Genre: Sonstiges
Hermann Hesse - 100 Jahre Siddhartha/100 years of Siddhartha
Früh begab sich Hesse auf Sinnsuche, durch Studium der grossen Überlieferungen, aber auch deshalb, weil er von tiefen inneren Konflikten geprägt war. Er versuchte wie Buddha, durch radikale Askese von seinen inneren Spannungen frei zu werden. Allein, es gelang ihm nicht; zu viel Zwang, zu viel Lust- und Willensunterdrückung. Also wandte er sich Laotse zu. Nach dessen Lehre müsse man der Welt nicht entsagen, sondern sie in ihren Polaritäten von Yin und Yang verstehen, schreibt Karl-Josef Kuschel, Präsident der Hesse-Gesellschaft in dieser Du-Ausgabe. Weg von der buddhistischen Weltverneinung hin zur taoistischen Weltbejahung – so kam es zum grossen Wandel in Hesses Denken, aus dem Siddhartha entstand.
- Band: 913
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 1
- Ø Bewertung: 5.0
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 30.03.2022
- Genre: Sonstiges
Bienen
Bienen sind wichtig für unser Leben. Sie bestäuben Pflanzen, die uns als Nahrung dienen. Ohne Bestäubung wachsen keine neuen Pflanzen. Das Heranreifen von Obst und Gemüse bliebe grösstenteils aus. Es braucht Bienen, um die Biodiversität aufrechtzuerhalten. Ohne Bienen gerät unser Ökosystem aus den Fugen.
Doch Bienen sind bedroht durch Krankheitserreger, Monokulturen, Umweltgifte, Klimawandel, Zerstörung von Lebensraum. Bienen brauchen aber Lebensräume und Nahrungsquellen. Wild lebende Honigbienen etwa sind in vielen Regionen der Welt ausgestorben. Zu den Bienen zählen aber auch Hummeln und Solitärbienen, die häufig ebenfalls als Wildbienen bezeichnet werden, obwohl auch sie zunehmend als Nutztiere zum Einsatz kommen.
Diese Ausgabe der Kulturzeitschrift „Du“ zeigt auf, wie wichtig Bienen für unser Leben sind und schon immer waren. Wie der Mensch die Honigbiene als Nutztiere gebraucht, aber sie auch gefährdet.
- Band: 914
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 25.05.2022
- Genre: Politik
Pride
Menschen, deren sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität nicht der Norm entsprechen, wurden bereits früher kriminalisiert. Sie wurden unterdrückt und verfolgt. Ab Ende der 1960er-Jahre wehrten sie sich, und in manchen Bereichen erkämpften sie sich erfolgreich Rechte.
Die globale Bewegung von queeren Menschen feiert die erkämpfte Emanzipation lesbischer, schwuler, bisexueller und Transmenschen jährlich an der Pride, einem Demonstrationszug für queere Rechte, deren Erhalt und weiteren Ausbau in der ganzen Welt. Pride heisst «Stolz». Queere Menschen sind stolz, dass sie so sind, wie sie sind. Und auf das, was sie in den letzten Jahrzehnten erreicht haben.
- Band: 915
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 29.06.2022
- Genre: Politik
Im Casino
Sprung ins 20. Jahrhundert. 1941 wurde das erste Hotel-Casino El Rancho Vegas eröffnet, dann das legendäre Flamingo. Warum in der Wüste von Nevada? Mit dem Hoover-Damm gab es plötzlich Strom. Die Mafia aus Chicago und Miami musste ihr illegal verdientes Geld waschen. Sie verlor dieses gern in den Casinos, die ihnen ja selbst gehörten.
In der Schweiz begannen die Glücksspiele mit Spielsalons in den 1980er-Jahren. Erst später wurden sie legal, und 2002 öffneten die ersten Casinos ihre Tore. Doch es gibt ein ernsthaftes Problem: die Spielsucht. Spieler freuen sich, wenn sie gewinnen, aber einige können nicht mehr aufhören, wenn sie verlieren, weil sie Verluste wieder wettmachen wollen. Resultat: Schulden. Das betrifft viele Familien. Wir thematisieren die Problematik in dieser Du-Ausgabe – nebst der Geschichte der Casinos, zum Beispiel mit einem Situationsbericht aus Monte Carlo im Jahr 1902.
Menschen wollen Unterhaltung, wollen spielen, wollen andere Hasardeure, Zocker, Blender, Snobs, falsche und echte Adlige kennenlernen, wollen ein bisschen James Bond sein. Im Casino ist all das möglich.
- Band: 917
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 28.09.2022
- Genre: Ratgeber
CO₂ – die unsichtbare Gefahr
CO2 ist einer der ältesten Stoffe unseres Planeten. Er war schon da, als die Erde noch nackt war – ohne Vegetation und Lebewesen. Kohlendioxid war Teil der Ursuppe, aus der sich unsere Schöpfung kristallisierte. Seither prägt dieser faszinierende gasförmige Stoff unsere Erdengeschichte. Angesichts seiner heutigen Bedrohung für die Erde, ist das Image des Kohlendioxids alles andere als erfreulich. Diese Ausgabe der "Du" zeigt, wie das Treibhausgas das Klima verändert.
- Band: 918
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 30.11.2022
- Genre: Ratgeber
Georg Gerster
Seine Reisen führten ihn oft an Orte, die anderen verborgen blieben. So begleitete er etwa die erste Apollo-Mondlandung der NASA 1969 in Cape Canaveral – journalistisch wie fotografisch. Einige Bilder sind in dieser Du-Ausgabe zu sehen. Georg Gerster liess sich selten von den Umständen abhalten, um seine Fotos machen zu können. Er war durchsetzungsstark und scheute keine Risiken, lehnte sich weit aus Flugzeugen durch die Öffnung der immer entfernten Tür, damit er freie Sicht hatte. So war es auch bei seinem ersten Fotoflug 1963 im Sudan, wo er Tempel, Pyramiden und Festungen des antiken Nubien dokumentierte. Es sollten ungezählte Flüge folgen, immer inspiriert von Gersters Begeisterung für die Schönheit der Welt, die von oben gesehen noch einmal anders und besonders erscheint. Sie zeigt sich in nie gesehenen, aufregenden Mustern, geformt von der Natur oder vom Menschen.
Gersters Archiv umfasst über eine Million Flugbildaufnahmen aus über hundert Ländern, fotografiert über sechs Jahrzehnte hinweg. Sein Vermächtnis wird seit 2019 professionell vom Estate Georg Gerster weitergeführt.
In dieser Ausgabe der Kulturzeitschrift "Du" werden einige Arbeiten aus dem Archiv gezeigt, die zu Georg Gersters Lieblingsbildern zählten. Bei manchen erkennt man auch nach dem dritten Blick nicht, was man da eigentlich sieht. Umso erstaunter ist man dann, wenn man es erfährt.
- Band: 919
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 22.02.2023
- Genre: Ratgeber
Saint Moritz Bobsleigh Club
Der Bob-Run wurde zehn Jahre nach dem legendären Cresta Run gebaut. Die beiden Bahnen liegen nicht weit voneinander und verlaufen kurz parallel. Es gibt auch zwei verschiedene Klubs: den Saint Moritz Bobsleigh Club, um den es in dieser Ausgabe gehen wird, und den 1887 gegründeten St Moritz Tobogganing Club für die Crestafahrer. Der Crestafahrer ist ein Einzelgänger, während Bobfahrer Mannschaftssportler sind. Diese fahren zu zweit oder zu viert. Sie müssen harmonieren, um erfolgreich zu sein. Der Unterschied zeigt sich sehr deutlich im Temperament und in der Einstellung der Athleten.
Das Bobfahren entwickelte sich nicht zuletzt aus St. Moritz heraus zur olympischen Disziplin. Geadelt durch royale Prominenz wie Kaiser Wilhelm II., Zar Nikolaus II. und den Schah von Persien, ist St. Moritz seit Langem zu einem Sehnsuchtsort des internationalen Jetsets geworden. Viele seiner Mitglieder waren und sind Mitglieder des Saint Moritz Bobsleigh Club.
- Band: 921
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 24.05.2023
- Genre: Sonstiges
Adolf Dietrich
Christoph Blocher, der die grösste Sammlung von Malern aus dieser Zeit in seinem Schaulager in Herrliberg zeigt, hängt in die Reihe von Dietrich-Landschaftsbildern einen Hodler und zwischen Dietrich-Blumensträusse einen Vallotton. Es gibt keinen Qualitätsunterschied: Dietrich kann es mit den sogenannt Grossen aufnehmen.
Die Kulturzeitschrift „Du“ hat erstmals im Januar 1958 ein Heft über Adolf Dietrich veröffentlicht. Seitdem wurde er im Kontext der Neuen Sachlichkeit in ganz Deutschland gezeigt, dann als Teil der naiven Kunst auch vermehrt in der Schweiz, in Frankreich und den USA.
Wer war Adolf Dietrich? Er lebte in einem einfachen Haus im kleinen Dorf Berlingen am Ufer des Bodensees. Seine Familie hatte, wie man sagt, zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben. Er arbeitete in der Tricotfabrik, in der Landwirtschaft und zu Hause. Aber an Sonntagen zeichnete und malte er leidenschaftlich. Dietrich war Autodidakt, er ging nicht mit der Staffelei nach draussen, sondern machte vor Ort Skizzen und malte danach am Esstisch in seiner Stube. Sein Durchbruch kam, als ihn der deutsche Galerist Herbert Tannenbaum entdeckte, der die Einzigartigkeit seiner Kunst erkannte. Dietrich schuf über tausend Bilder – Aquarelle, Gouache- und Ölgemälde. Doch erst als Fünfzigjähriger gelangte er zu Anerkennung und zu etwas Wohlstand.
Adolf Dietrichs Welt ist eine einfache und biedere, eine Wirklichkeit, wie es sie in der Schweiz gab und gibt. Er gehört zu den grössten Schweizer Künstlern des letzten Jahrhunderts und wird immer wieder ausgestellt; aktuelles Beispiel: „Kostbarkeiten von Adolf Dietrich“ im Kunstmuseum Thurgau (bis Mitte September 2023).
- Band: 923
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 27.09.2023
- Genre: Ratgeber
Ekstase
Dem Menschen stehen verschiedene Wege offen, aus sich herauszutreten. Er reist dann in sein Unbewusstes oder zu Gott, verbindet sich mit etwas Grösserem oder findet sich in einer formlosen Leere wieder. Das kann erschreckend sein, aber auch heilsam. Einzelne Beiträge berichten daher auch darüber, wie ein ichloser Zustand Depressionen und unbestimmte Ängste lindern kann, welchen Einfluss psychedelische Substanzen auf Philosophie und die Gegenkultur hatten oder wie die Ekstase als Motiv in der Malerei verwendet wurde.
Die Beiträge dieser Ausgabe berichten darüber, welche Techniken der Mensch gefunden hat, um sich in einen solchen Zustand zu versetzen, und welche Auswirkungen er auf die Kunst, die Gesellschaft und individuelle Geisteshaltungen hat und hatte. Auch, welche Rolle die Ekstase in den Religionen spielte und spielt.
Wir wünschen Ihnen eine erhellende Reise in die Welt neben der Welt.
- Band: 926
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 21.02.2024
- Genre: Politik
50 Jahre Stiftung Kinder in Brasilien
Mittlerweile ist daraus ein beachtliches Hilfswerk geworden, das bisher 30 000 Kinder unterstützt und ihnen die Schulbildung finanziert hat.
Später stiess Monica von Senger zum Projekt, die ein Patenschaftsprogramm
einführte, das guten Schülerinnen und Schülern eine Berufsausbildung oder ein Universitätsstudium ermöglichte. So wurde etwa aus Marcelo de Almeida ein Flugkapitän, aus João Bastos ein bekannter Flötist, aus Simone da Conçeicão Silva eine Anthropologin oder aus Késia Estácio ein Fernsehstar. Es gibt unzählige weitere Beispiele wie diese.
Diese Du-Ausgabe würdigt die Lebensleistung von Onorio Mansutti, der mithalf, solche Karrieren zu ermöglichen. Das Geld für die Stiftung stammt unter anderem aus einer jährlichen Auktion von Kunstwerken in Basel, die inzwischen zum Kult geworden ist. Künstler auch vom Rang eines Jean Tinguely stiften Werke, deren Erlös Kinder in Brasilien zugutekommt. Die Auktion im Musikklub
Atlantis ist zu einer Basler Institution geworden. Genau wie das jährliche Basler Klosterbergfest, bei dem Tausende Besucher drei Tage und Nächte lang zu Sambaklängen bei Speis und Trank feiern. Die Einnahmen des Festes gehen ebenfalls an die Stiftung.
Über die Jahre hinweg haben viele Menschen Kinder in Brasilien unterstützt, darunter waren und sind auch viele bekannte Persönlichkeiten. Etwa der Fussballer Pelé, der frühere Formel-1-Weltmeister Ayrton Senna, Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr oder der Rockstar Peter Maffay.
- Band: 927
- Autor: Prange, Oliver
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 24.04.2024
- Genre: Fantasy
Marvels Superhelden
Spider-Man muss auch Miete zahlen, fühlt sich unsicher im Umgang mit Mädchen und ist beladen mit Selbstzweifeln. Der Leser kann sich bestens mit ihm identifizieren. Durch diese Konflikte wird der Kern des Charakters herausgestellt. Dabei unterstützt das Kostüm die Darstellung der Seele; das Publikum erfasst, wer die Figur eigentlich ist. Das macht die Geschichte erst interessant – wir finden Gefallen daran, dass die Figur im Grunde genauso unvollkommen ist wie wir selbst.
Diese Entwicklung ist umso bemerkenswerter, als Comics als Kindermedium galten. Aber Stan Lee, Jack Kirby und Steve Ditko, die Erfinder und Gestalter bei Marvel, waren damals in ihren Vierzigern. Sie reflektierten die Unsicherheiten und Ängste ihrer eigenen Jugend aus einer erwachsenen Position heraus.
Oft rangen die Superhelden damit, das Richtige zu tun, und es war ihnen nicht immer klar, ob sie ihre Kräfte als Segen oder Fluch ansehen sollten. Die Reaktionen auf übermenschliche Kräfte waren eben nicht mehr eindeutig, ebenso die Frage, wie die Menschheit mit diesen aussergewöhnlichen Wesen umgehen sollte.
Auf dieser Grundlage erschufen die Schöpfer ganze Universen von Superhelden, die zum Teil zwischen den verschiedenen Marvel-Titeln wechseln, sodass der Eindruck einer gigantischen, miteinander verflochtenen Erzählung entsteht.
Viele dieser Figuren sind derzeit in einer Ausstellung zu sehen, die durch die USA tourte und bis Ende August 2024 als Europapremiere in Basel ist. Und sie werden auch weiterhin in immer neuen Variationen in kommenden Comics und Filmen zu sehen sein.
- Band: 930
- Autor: Oliver Prange
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 25.09.2024
- Genre: Sonstiges
Ikonen der Côte d’Azur von Edward Quinn
Der Ire Edward Quinn (geboren 1920 in Dublin, gestorben 1997 in Altendorf/Schweiz) war der erste Fotograf, der an der Côte d’Azur in grossem Rahmen die Prominenz fotografierte. Ab den Golden Fifties reiste er zwischen Monte Carlo, Nizza, Cannes und Saint-Tropez umher, um Schauspieler, Künstler, Unternehmer und den Adel vor die Leica zu bekommen. Damals bewegten sich die Celebritys noch ohne Bodyguards und Presseagenten: Unternehmer wie Aristoteles Onassis, Schauspieler wie Brigitte Bardot, Alain Delon, Sophia Loren, Marlon Brando, Greta Garbo, Cary Grant, Marlene Dietrich, Schriftsteller wie Somerset Maugham, Künstler wie Pablo Picasso, Alexander Calder, Salvador Dalí.
Quinn fotografierte sie alle. Mit manchen entstand sogar eine Freundschaft. Jene mit Picasso begann 1951 und hielt bis zum Tod des Künstlers 1973. Picasso war schon damals berühmt. Er mochte Quinn und erlaubte ihm sogar, ihn bei der Arbeit in Vallauris zu fotografieren. Quinn besuchte ihn regelmässig während zwanzig Jahren.
Diese Ausgabe der „Du“ zeigt eine Auswahl von Quinns Begegnungen. Er hat diese selbst schriftlich festgehalten. Oft brauchte er viel Zeit und Geduld, bis er das Vertrauen der Celebritys gewonnen hatte. Onassis traf er das erste Mal auf seinem Anwesen in Cap d’Antibes. Er wollte sich aber nicht ablichten lassen, zeigte Quinn aber sein Fotoalbum, weil er stolz war auf seine Schiffe und Tanker.
Onassis war eher klein von Statur, trotzdem strahlte er eine Männlichkeit aus, die Frauen anzog, auch die Operndiva Maria Callas. Viele bezeichneten ihn als den charmantesten Mann seiner Zeit. Quinn durfte mit an die üppigen, unvergesslichen Partys auf seiner Luxusjacht Christina – und da auch fotografieren. So entstanden unzählige Zeitdokumente.
Quinn wusste, wo er die Stars antreffen konnte; vor allem grosse Luxushotels waren beliebt: das Hôtel de Paris in Monte Carlo, das Hôtel Negresco in Nizza, das Hôtel du Cap d’Antibes und das Carlton in Cannes. Quinn konnte lange frei arbeiten. Das änderte sich drastisch nach der Hochzeit von Fürst Rainier und Grace Kelly im Jahr 1956, die das Interesse der Weltpresse weckte. Ab dann brauchte man für alle offiziellen Gelegenheiten eine Erlaubnis. Aber Quinn war stets unter ihnen: den Reichen und den Schönen – auf der grössten und schönsten Bühne der Welt.
- Band: 935
- Autor: Bauer, Manuel
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 26.05.2025
- Genre: Politik
Dalai Lama
Der gegenwärtige buddhistische Mönch Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama, hat angekündigt, dies um seinen 90. Geburtstag anzukündigen – also jetzt! Aber vielleicht entscheidet er, dass es nach ihm keinen Dalai Lama mehr geben wird, zumal Tibet von China seit 1951 besetzt ist.
Der Dalai Lama lebt in Dharamsala in Nordindien. Er spürt das Alter und hat mittlerweile seine Reisetätigkeit ins Ausland eingestellt.
Nur im August 2024 hatte er noch einen vielleicht letzten grossen Auftritt im Zürcher Hallenstadion vor mehr als 10 000 Menschen. Er war auf der Durchreise für eine Knieoperation in New York.
Zur Schweiz hat der Dalai Lama eine besondere Beziehung. Hier wurden 1963 tausend tibetische Flüchtlinge aufgenommen. Heute bilden die 8000 Tibeter nach Indien und den USA die drittgrösste Exilgemeinschaft weltweit. In den 1960er-Jahren bauten die Pfannenproduzenten Gebrüder Kuhn im Tösstaler Rikon das einzige tibetisch-buddhistische Kloster ausserhalb Asiens und gaben den Flüchtlingen damit nicht nur Arbeit und Unterkunft, sondern auch ein geistiges und kulturelles Zentrum. Der Dalai Lama war vielfach zu Besuch.
Für diese Ausgabe hat die „Du“ Zeitzeugen in der Schweiz besucht. Kelsang Gyaltsen war Vertreter Seiner Heiligkeit in Europa. Er erzählt, wie der Dalai Lama mit seiner aufbauenden Haltung eine unglaubliche Kraft erzeugt. Manuel Bauer kennt Seine Heiligkeit seit über dreissig Jahren und war für drei Jahre sein offizieller Fotograf, der ihn auch um fünf Uhr morgens beim Meditieren fotografieren durfte. Er hat erlebt, wie selbst Menschen in höchster gesellschaftlicher Stellung die Maske fallen lassen, wenn sie mit ihm sprechen. Alle Aufnahmen in dieser Du-Ausgabe stammen als fotografische Monografie aus seiner Kamera. Vor exakt 30 Jahren, im Juli 1995, ist schon einmal eine Du-Ausgabe über Tibet mit seinen Fotos erschienen.
Der Globetrotter-Gründer Walo Kamm traf den Dalai Lama erstmals 1967 in Dharamsala. Er initiierte und produzierte den Dokumentarfilm «Wisdom of Happiness – A Heart-to-Heart with the Dalai Lama», der gegenwärtig weltweit in den Kinos gezeigt wird. Karma Lobsang präsidiert das Tibet-Institut in Rikon und lehrt seinen Buddhismus, um menschliches Mitgefühl zu stärken, das zu ethischem Handeln führt.
Der Dalai Lama selbst hatte die Erscheinung, dass er 110 Jahre alt würde. Aber er hat seine politische Tätigkeit bereits seit 2011 abgegeben; auch die Leitung der tibetischen NGOs, in denen Tibet und sein Buddhismus leben. Es wird also nicht so sein, dass danach nichts mehr geht. Die tibetische Gemeinschaft in der Diaspora ist gefestigt. Aber er ist und bleibt eine Identifikationsfigur, nicht nur für Tibeter, sondern für uns alle.



















