Das Abendland. Forschungen zur Geschichte europäischen Geisteslebens

Die Genese des „Dritten Humanismus"

Chronologie aller Bände (1 - 2)

Die Reihenfolge beginnt mit dem eBook "Von Inseln im Strom der Zeit und den Zeiten der Inseln". Wer alle eBookz der Reihe nach lesen möchte, sollte mit diesem Band von Lukas Schramm beginnen. Der zweite Teil der Reihe "Von Inseln im Strom der Zeit und den Zeiten der Inseln" ist am 14.11.2025 erschienen. Die Reihe umfasst derzeit 2 Bände. Der neueste Band trägt den Titel "Die Genese des „Dritten Humanismus"".

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Diese Reihenfolge enthält 2 unterschiedliche Autoren.

Cover: Von Inseln im Strom der Zeit und den Zeiten der Inseln
  • Autor: Schramm, Lukas
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  • Medium: E-Book
  • Veröffentlicht: 14.11.2025
  • Genre: Roman

Von Inseln im Strom der Zeit und den Zeiten der Inseln

Die Idee der Insel ist vom Beginn überlieferter textlich fixierter Narration an mit dem Potential raumzeitlicher Alterität verbunden, da ihr die Möglichkeit zur Unterscheidung und Abweichung innewohnt. Diese ideengeschichtliche Arbeit fokussiert mit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf einen Zeitraum, in dem dieses utopische Potential sich unterschiedlichen Bedrohungen ausgesetzt sehen muss und aus der Anderszeitlichkeit der Insel eine Eigenzeit der literarischen Insel wird. Der Verdichtung des Raumes und der Synchronisierung der Zeit im Zuge der gesellschaftlichen Moderne und dem antiinsularen Programm einer übersteigerten Relation und Synchronisierung der Insel in der nationalsozialistischen „Bodenpolitik der Zukunft“ gegenüber, müssen die hier untersuchten Texte neue Wege finden, die Spannungen der Idee Insel mit literarischen Mitteln so zu verarbeiten, dass die Utopie einer Neuschöpfung der Welt durch die Insel gewahrt werden kann.
Cover: Die Genese des „Dritten Humanismus"
  • Autor: Thesing, Björn
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  • Medium: Buch
  • Veröffentlicht: 31.12.2025
  • Genre: Sonstiges

Die Genese des „Dritten Humanismus"

Ende des 19. Jahrhunderts befindet sich der Humanismus in der Krise. Durch den Siegeszug der positiven Wissenschaften mit ihren Errungenschaften für die moderne Zivilisation verliert das klassische, aus der Goethe-Zeit stammende Bildungsideal mit Eintritt in die Gründerzeit kontinuierlich an Bedeutung. Infolgedessen lässt sich in Literatur und Philosophie ein gesteigertes Interesse an Fragen nach der Angemessenheit der überkommenen humanistischen Bildungstradition und ihrem sozio-kulturellen Stellenwert in einer radikal gewandelten Lebenswelt beobachten. Besonders häufig bedienen sich Dichter und Philosophen bei der Behandlung dieser Fragen kulturkritischer Dartstellungsverfahren, die ausgehend von einer Diagnose des Gesamtzustandes der Gegenwartskultur wahlweise prekäre Erscheinungsformen des akzelerativen Modernismus suspendieren oder durch neue Weltanschauungsangebote überwinden wollen.
Mit der Proklamation des ‚Dritten Humanismus‘ durch Eduard Spranger kommen diese Prozesse 1921 zu einem Höhepunkt, wobei durch die begriffliche Etikettierung eine Epochenzäsur markiert wird, die das Ende des goethezeitlichen Humanismus zum Ausdruck bringt. Die Studie von Björn Thesing rekonstruiert ideengeschichtlich den Weg vom Neuhumanismus zum ‚Dritten Humanismus‘ exemplarisch anhand einzelner ‚Wegmarken‘, etwa bei Friedrich Nietzsche, Theodor Fontane, Rudolf Eucken, Ernst von Wildenbruch und Eduard Spranger.

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