Antifaschistische Literatur und Exilliteratur
Vom Nicht-Beigeben. Theodor Kramer 1897 - 1958
Chronologie aller Bände (1 - 3)
Die Reihenfolge beginnt mit dem Buch "Verfolgungsgrund: "Zigeuner"". Wer alle Bücher der Reihe nach lesen möchte, sollte mit diesem Band von Claudia Maurer Zenck beginnen. Mit insgesamt 3 Bänden wurde die Reihe über einen Zeitraum von ungefähr 6 Jahren fortgesetzt. Der neueste Band trägt den Titel "Pest".
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- Start der Reihe: 21.06.2016
- Neueste Folge: 11.04.2022
Diese Reihenfolge enthält 3 unterschiedliche Autoren.
- Band: 25
- Autor: Maurer Zenck, Claudia
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 21.06.2016
- Genre: Sonstiges
Verfolgungsgrund: "Zigeuner"
Oskar Siebert, Reinhardt Dormann, Hugo Franz, Eichwald Rose, Markus Eckstein, Christian Guttenberger, Ernst Horvath, Jakub Segar, Josef Kling, Rudolf Weinrich, Robert Schneeberger, Otto Schmidt, Karl Laubinger, Wilhelm Hoff, Branco Brantner, Werner Braun, Adolf Boko Winterstein, Frieda Seger – haben Sie schon von diesen Musikern gehört?
Nur Schnuckenack Reinhardt dürfte manchem bekannt sein, er trat mit seinem Quintett in den 1970er Jahren im Fernsehen auf. Was ihn aber mit den bisher unbekannt gebliebenen „Zigeuner“-Musikern verbindet, war von 1933 bis 1945 die rassistische Verfolgung. Ihren Lebenswegen geht Claudia Maurer Zenck in ihrer Studie nach.
- Band: 30
- Autor: Kaiser, Konstantin
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- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 11.04.2022
- Genre: Sonstiges
Vom Nicht-Beigeben. Theodor Kramer 1897 - 1958
Diese Einführung in Kramers Leben und Werk umfasst zunächst eine umfangreiche Chronik, eine wesentlich erweiterte Fassung der von Erwin Chvojka und Konstantin Kaiser 1997 erstellten. Die Briefe von und an Kramer, aus denen in ihr zitiert wird, sind bis auf ganz wenige an anderer Stelle nicht veröffentlicht.
Dass Kramer kein ungeschickter Prosaautor gewesen wäre, zeigen die daran anschließenden poetologischen Schriften, Selbstzeugnisse, in denen er sich über seine dichterischen Intentionen und die Schwierigkeiten, die sich ihnen in den Weg stellen, ausspricht. Dem folgen zwei Aufsätze von Harald Maria Höfinger und Christoph Lind, die sich mit der näheren Umgebung des jungen Kramer auseinandersetzen. Die Aufsätze von Erich Hackl und Karl-Markus Gauß erinnern an den Glanz und den Elan der Wiederentdeckung Kramers in den frühen 1980-er Jahren und zugleich an die Missverständnisse, denen sein Werk von literaturwissenschaftlicher Seite in Österreich lange Zeit ausgesetzt war. Peter von Matt, Daniela Strigl, Herta Müller und Ruth Klüger belegen in ihren Beiträgen eine Rezeption der Lyrik Kramers auf hohem Niveau. Alexander Emanuely und Konstantin Kaiser setzen sich mit Spuren der Rezeption Kramers im Frankreich der Zwischenkriegszeit und mit seinem Nachhall in der bildenden Kunst auseinander. Ein Bild des Briefeschreibers Kramer entwirft schließlich Siglinde Bolbecher anhand seiner Korrespondenz mit Grete Oplatek.
- Band: 34
- Autor: Pollatschek, Stefan
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- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 04.11.2020
- Genre: Sonstiges
Pest
Stefan Pollatschek hat seinen Roman „Pest“ 1938 beendet. Doch konnte sein Wiener Verlag das Buch nicht mehr herausbringen. Dafür erschien 1939 in Warschau die polnische Übersetzung „Dżuma“. Zehn Jahre später erschien der Roman unter dem Titel „Dozent Müller“ dann doch in Österreich und zwar zuerst in Buchform 1948 und dann als Fortsetzungsroman in der Arbeiter-Zeitung. Dort wurde er am 4. Juni 1949 folgendermaßen angekündigt:
Unser neuer Roman spielt im Wien der neunziger Jahre. Er schildert eine Episode aus Wiens Geschichte, die viele unserer Leser aus einem im vorigen Jahr in der Arbeiter-Zeitung erschienenen Artikel in Erinnerung haben dürften: den Ausbruch von Pestfällen in Wien im Jahr 1898.
Dozent Müller. Die Tragödie eines Wiener Arztes erzählt eine Geschichte von menschlichem Heldentum – und menschlicher Bosheit. Der Selbstaufopferung einer Handvoll Menschen, Ärzten und Pflegerinnen ist es zu danken, daß die Pest nicht zur Seuche wurde, die tausende vernichtete. Dozent Müller gab sein eigenes Leben, um das ungezählter anderer zu retten. Es waren die Schüler des großen „guten“ Arztes Professor Nothnagel, die so handelten.
Während sie die wirkliche Pest bekämpften, richtete eine andere, eine geistige Pest Unheil an: christlichsoziale Spießer und deutschnationale Hetzer verbreiteten den Pestbazillus Antisemitismus; sie machten auch vor Nothnagel nicht halt, weil er ein Mann freiheitlichen Geistes war. Unsere Leser werden es dem vor kurzem verstorbenen Wiener Schriftsteller Stephan Pollatschek danken, daß er in diesem Buch dem Dozenten Müller und seiner Zeit ein würdiges Denkmal gesetzt hat.
Der schriftliche Nachlass Stefan Pollatscheks galt lange als verschollen. Dank seiner Tochter, der Schriftstellerin Gerda Hoffer, befindet er sich inzwischen jedoch im Archiv der TKG. Unter den Dokumenten befindet sich auch das original Typoskript von „Pest“ aus dem Jahr 1938. Dieses weicht an vielen Stellen vom Buch „Dozent Müller“ ab, da die, wie es im Nachwort 1948 hieß,
fast durchgängige Dialogform des Buches durch Zusammenzueoihungen und durch Umwandlungen der Dialoge zu indirekter Rede und Erzählung da und dort einmal zu unterbrechen, einige Längen und unwesentliche, die Romanhandlung hemmende Nebenszenen und Milieuschilderungen wegzulassen oder zu kürzen.
Wir wollen mit der Publikation nicht nur eine den Intensionen des Autors gerechtere Version herausgebenen, sondern auch, ganz im Sinne Stefan Pollatscheks, an den Arzt Dr. Hermann Franz Müller erinnern.


