Essays

Tanzende

Chronologie aller Bände (1 - 2)

Die Reihenfolge beginnt mit dem Buch "Tanzende". Wer alle Bücher der Reihe nach lesen möchte, sollte mit diesem Band von Julian Schutting beginnen. Mit insgesamt 2 Bänden wurde die Reihe über einen Zeitraum von ungefähr 12 Jahren fortgesetzt. Der neueste Band trägt den Titel "Ritus und Rita".

  • Anzahl der Bewertungen für die gesamte Reihe: 1
  • Ø Bewertung der Reihe: 5
  • Start der Reihe: 01.01.2005
  • Neueste Folge: 10.02.2017

Diese Reihenfolge enthält 2 unterschiedliche Autoren.

Cover: Tanzende
  • Band: 52
  • Autor: Schutting, Julian
  • Anzahl Bewertungen: 1
  • Ø Bewertung: 5.0
  • Medium: Buch
  • Veröffentlicht: 01.01.2005
  • Genre: Autobiographie

Tanzende

Sieben Jahre gemeinsamer Tanz: ein fachkundiger und dabei ironischer Blick auf Walzer, Rumba, Foxtrott & Co. 'Vom Tanzkurs befreit', das war Julian Schuttings erleichterter Stoßseufzer, damals, in den 50er Jahren, und vermutlich hätte er sich nicht träumen lassen, dass er 35 Jahre später durch eine Begegnung mit einer – ausgerechnet – Ballettmeisterin nicht nur in die Tanzschule zurückkehren, sondern darüber hinaus zu einem begeisterten und fachkundigen Tänzer auf dem Parkett der Gesellschaftstänze werden würde. Die Solotänzerin und der ehemalige Tanzmuffel: wir begleiten die beiden Tanzenden durch Tanzkurse und Bälle, von Neujahrsbällen auf sommerliche Tanzterrassen, durch Walzer und Cha-Cha-Chas, bis – nach sieben Jahren, mitten im Tanz – das Tanzende kommt. Was sich hier wie ein Stück Autobiografie des Dichters anhört, ist der erzählerische Kern eines großen Essays über das Tanzen. Julian Schutting, dessen Sätze ohnehin immer schon in raffinierter, nie alltäglicher Choreografie am Leser vorbeizogen, hat damit ein wunderbar passendes Thema gefunden für seine genauen Beobachtungen dessen, was an unserem Verhalten merkwürdig und auf seltsame Weise stilisiert ist. Mit großer Begeisterung für diese Kunstform schildert er seine Erlebnisse, er beschreibt die Tänze und die Menschen, die sie mehr oder weniger gut ›aufs Parkett legen‹, er geht der Geschichte etwa des Walzers nach, entzieht sich aber auch nicht dem großen Eindruck, den das klassische Ballett und seine Ballerinas und Solotänzer seit je auf ihn machten. Eine kunstvolle Sammlung an Wissenswertem (und Amüsantem) ist so entstanden, dem man – weil es ein Lebensthema ist – gleichermaßen Erleichterung wie Trauer über das Tanz-Ende anmerkt.
Cover: Ritus und Rita
  • Band: 69
  • Autor: Bodo Hell
  • Anzahl Bewertungen: 0
  • Ø Bewertung:
  • Medium: Buch
  • Veröffentlicht: 10.02.2017
  • Genre: Sonstiges

Ritus und Rita

Wie in seinem 2008 erschienenen Band "Nothelfer" spielt Bodo Hell auch hier mit den Ikonographien christlicher Märtyrer und Heiliger, vor allem aber mit dem, was sich an Legende und Wissen, an Fakten und Fiktionen rund um sie angelagert hat. Die Kleiderordnung der Muttergottes, die Christmette, die Formen und Klänge der Glocken (Kirche- und Kuh-), Abseitiges und Wissenswertes dazu aus Kunstgeschichte und Brauchtum – all das und mehr speist Bodo Hell seiner unverwechselbaren Dichtungsmaschine ein und wird damit, wie Ernst Jandl über ihn sagte, »mein Lesetempo verlangsamen, nicht die Tätigkeit meines Gehirns«.
Es sind erwartungsgemäß überaus komische – manchmal bizarre und groteske – Details, die da über die verschiedenen Annen, Liesln, Florians, Helenas, Valentins und Ritas zur Sprache kommen, und zwar in der ungemein energetischen Sprache Bodo Hells; er bedient sich dabei unterschiedlicher zeitgemäßer Formen, deren Wurzeln er manchmal schon in kirchlichen Sprechritualen entdeckt (Aufzählungen, Reihungen, Variationen), und immer verpackt er darin eine maximale Wissensfülle aus allen möglichen Kultur- und auch Naturbereichen. Selten ist traditionelles Wissen (und Scheinwissen), Anschauung von Hör- und Sichtbarem, Überlieferung und Distanz so fröhlich und in so fein dosierter Ironie aufgehoben wie bei Bodo Hell!

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