Wildboden
Roman | Eine außergewöhnliche Liebe und die erlösende Kraft der Selbstbestimmung vor dem Panorama der Schweizer Alpen
»Ich freue mich sehr auf Wildboden von Constantin Lieb! Endlich wird die wilde Liebesgeschichte von Ernst Ludwig Kirchner und Erna Schilling neu erzählt.« Florian Illies
1936, Frauenkirch, inmitten der Schweizer Alpen, unweit von Davos: Umgeben von majestätischen Bergen und wortkargen Bauern führen Erna Schilling und der Maler Ernst Ludwig Kirchner ein Leben in enger Verbundenheit. Dass die politische Situation in Deutschland immer dunklere Schatten wirft und ihre Existenz auf dem Wildboden zu zerstören droht, wird vor allem für Erna zur fast unerträglichen Zerreißprobe. Trotz aller Anstrengungen, sich gegen die äußere Gefahr sowie die inneren Dämonen und die Morphiumsucht ihres Partners zu stemmen, kann sie die Tragödie nicht verhindern: Als sie mit Kirchner den Menschen, dem sie sich bedingungslos verbunden fühlt, endgültig verliert, muss sie ihr Leben radikal überdenken und selbstbestimmt um die eigene Zuversicht und Zukunft kämpfen.
Vergangenheit und Gegenwart auf einzigartige Weise verwebend, erzählt Constantin Lieb so eindringlich wie hellsichtig, wie aus schmerzhaftem Verlust beeindruckende menschliche Stärke erwachsen kann, und wie die lebenslange Sehnsucht nach Halt unser Menschsein zu allen Zeiten zutiefst berührt.
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| Veröffentlichung: | 02.09.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 21 cm / B 13 cm / 360 g |
| Seiten | 240 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 25.00 |
| Preis AT | EUR 25.70 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-458-64627-3 |
| ISBN-10 | 3458646272 |
Über den Autor
Constantin Lieb studierte Philosophie und Deutsche Literatur sowie Angewandte Literaturwissenschaft in Berlin. Er arbeitet als Autor und Dramaturg, war u. a. Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles und ist Mitglied der Deutschen sowie Europäischen Filmakademie. Für seine Arbeit an der TV-Serie Eden wurde er mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Für die von Dominik Graf inszenierte Erich Kästner-Adaption Fabian oder Der Gang vor die Hunde wurde Constantin Lieb als Drehbuchautor für den Deutschen Filmpreis nominiert. Wildboden ist sein erster Roman.Diesen Artikel teilen
1 Kommentar zu diesem Buch
Kirchner und Schilling
Der Schreibstil ist flüssig und bildgewaltig. Ich hatte sofort das Gefühl, selbst in Frauenkirch zu sein und bin nur so über die Seiten geflogen. Die Natur der Schweizer Alpen wird wunderschön beschrieben und die Schönheit und gleichzeitig erdrückende Einsamkeit ist fast greifbar.Es ist eine leise, aber intensive Geschichte der ungewöhnlichen Beziehung zwischen dem Künstler Ernst Ludwig Kirchner und Erna Schilling. Kann man wirklich von gegenseitiger Liebe sprechen? Ich bin mir nicht sicher. Ich empfand die Beziehung als durchweg toxisch und quälend. Kirchner gibt sich durch seine Opiumsucht völlig dem körperlichen und seelischen Verfall hin und Erna leidet so sehr, dass sie Depressionen bekommt. Die politische Eskalation in Deutschland streckt stetig ihre Finger Richtung Schweiz und verstärkt die negative Stimmung der beiden. Bis vor allem Kirchner überall Intrigen und Lügen vermutet.
Ich muss gestehen, dass ich während ich den Roman gelesen habe, Ernst Ludwig Kirchner gegoogelt habe und meine Meinung über ihn leider nicht positiver wurde. Aktmalerei einer Achtjährigen war zu keiner Zeit in Ordnung. Auch das führte dazu, dass ich Kirchner sehr negativ und Erna als sein Opfer gesehen habe.
Der Aufenthalt auf dem Wildboden war für mich durchweg beklemmend und stellenweise fast nicht auszuhalten.
Mich lässt der Roman bedrückt zurück.
Trotzdem eine Leseempfehlung für alle, die in das Innenleben eines Künstlers und seiner Muse in unruhigen Zeit abtauchen möchten.
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