
"Es muss ja nicht alles Sinn machen"
Wie deuten Jugendliche einen Bibeltext? Mithilfe der dokumentarischen Methode werden Gruppendiskussionen von Jugendlichen analysiert, um didaktische Konsequenzen für die Bibelarbeit mit Jugendlichen zu ziehen. Jugendliche können über die Konsequenzen ihrer Deutungen oder ihrer Rede von Gott häufig noch nicht begründet Auskunft geben.

Menschenrechte in Argentinien zwischen Religion und Gesellschaft
"Dekoloniales Denken" aus Lateinamerika bietet neue programmatische Impulse für die Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie. Die europäische moderne koloniale diskursive Ordnung kann so "verlernt" werden. Dieses Buch unternimmt eine dekoloniale und postkoloniale Relektüre von Menschenrechten, Religion und Säkularität, wobei Menschenrechte kulturwissenschaftlich als travelling concept verstanden werden.

Schriftauslegung im Plural
Globalisierung, Migration und Digitalisierung beschleunigen den inter- und transkulturellen Austausch in allen Bereichen. Das hat auch Folgen für die Exegese und die biblische Hermeneutik. Welche Themen, Zugänge und Anliegen kommen dabei zum Vorschein? Welche Aushandlungsprozesse stehen jeweils auf der Agenda? Die Wahrnehmung interkultureller Bibelhermeneutiken und kontextueller exegetischer Ansätze ist gerade in westlichen Kontexten relativ begrenzt.

Leben in wachsenden Ringen
Dieses Buch bildet das "Gegenstück" zu dem im April 2021 erschienenen Buch "Vom Leben und Sterben im Alter. Wie wir das Lebensende gestalten können". Während jenes die enger werdenden Lebenskreise und den allmählichen Rückzug von der Welt thematisiert, betont dieses die Möglichkeiten seelisch-geistigen Wachstums und des gesellschaftlichen Engagements.

Hermeneutik - Kasuistik - Fallverstehen
Dieser Band widmet sich der Bedeutung des Fallverstehens für die erziehungswissenschaftliche Forschung und die pädagogische Praxis. Das Buch veranschaulicht exemplarisch die unterschiedlichen kasuistischen Zugriffsweisen. An Interpretationsbeispielen werden Methodologien, Verfahren und Herangehensweisen in unterschiedlichen pädagogischen Handlungsfeldern (Schulpädagogik, Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung) vor Augen geführt.

Reverie in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Reverien haben bislang nur einen geringen Stellenwert in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen. In den Reverien des Therapeuten zeigt sich die unbewusste Kommunikation zwischen Patient und Therapeut und der gemeinsam geschaffene Erfahrungsraum. Reverien ermöglichen es, den Patienten emotional vor jedem Verstehen kennenzulernen und mit ihm aus diesen Reverien heraus zu sprechen, um unbewusstes Material erfahrbar und für den therapeutischen Prozess nutzbar zu machen.

Die Liebe im Herbst
Der Ratgeber wendet sich an ältere Paare, die ihre Liebe füreinander neu beleben möchten oder nach Hilfen suchen, Konflikte zu überwinden. Es geht um die Entwicklung von Verständnis, Nähe und Vertrauen. Auch Leidenschaft, Sex und Zärtlichkeit werden thematisiert, mögliche Eifersucht nicht ausgespart.

Handbuch heilpädagogischer Konzepte und Methoden
In diesem Handbuch werden ca. 50 neue und altbewährte Konzepte und Methoden (heil-)pädagogischer Arbeit vorgestellt. Die Leser erhalten einen strukturierten Einblick in die Praxiskonzepte für verschiedene Klientel, in dem jeweils die Entstehung, die Ziele, die Grundgedanken und theoretischen Bezüge vorgestellt und reflektiert werden.

Mit Kindern kommunizieren, lernen und spielen
Was benötigen Kinder, um ihre Talente, Fähigkeiten und Eigenarten zu entwickeln? Das Buch lenkt den Blick auf die alltäglichen Momente des Erziehungsgeschehens, in denen Eltern (aber auch Erzieherinnen und Erzieher) ohne großen Aufwand spielerisch Kompetenzen und Kernfähigkeiten der Kinder fördern.

Ein neuer frühchristlicher Autor
Die Aufsätze zur Apostelgeschichte von Peter Pilhofer aus den letzten 10 Jahren sind in diesem Band versammelt. Bei den meisten handelt es sich um Vorträge oder sonst bislang unpublizierte Stücke, die hier zum ersten Mal veröffentlicht werden. Die Themen reichen von den Orten der Wirksamkeit Jesu über die Präzisierung der Suhlschen Hypothese (Paulus war in Albanien) bis zur Frage nach dem Verfasser der Apostelgeschichte.

Hieronymus und die Vulgata
Die lateinische Bibelübersetzung des Hieronymus (ca. 348-420), bekannt als Vulgata, ist der verbindliche lateinische Bibeltext in Theologie und Kirche. Rund um das Hieronymus-Jubiläum ist eine fünfbändige zweisprachige Ausgabe der Vulgata, erstmals komplett auf Deutsch, erschienen, neuere Hieronymus-Monographien sind gefolgt.

Narrative Ethik in der Klinikseelsorge
Klinikseelsorgende werden bei der Begleitung von Patientinnen und Patienten im Krankenhaus oftmals mit Situationen konfrontiert, in denen es zu medizin-, organisations- oder professionsethischen Problemlagen kommt. Anhand von realen Fallerzählungen aus der seelsorglichen Begleitung werden herausfordernde Entscheidungsfragen ethisch und theologisch aus unterschiedlichen Perspektiven kommentiert.

Diakonische Ethik
Soll assistierter Suizid in diakonischen Einrichtungen ermöglicht und begleitet werden? Wie ist diakonische Kultur unter den Bedingungen von Ökonomisierung und Säkularisierung zu entwickeln? Wie sieht ein zeitgemäßes kirchliches Arbeitsrecht aus? In der exemplarischen Diskussion diakonisch-ethischer Grundprobleme zeigt der Band den Ort und die Leistungen theologischer Ethik im Kontext der Diakoniewissenschaft auf.

Resilienz im Horizont menschlichen Handelns
Der Resilienzbegriff hat in ganz unterschiedlichen Handlungsfeldern Einzug gehalten. Dazu gehören Medizin, Psychologie, Pädagogik, Theologie oder Philosophie genauso wie Ingenieurs- oder Umweltwissenschaften, die Politik oder Security Studies. Entsprechend vielschichtig wird der Resilienzbegriff verwendet.

Innere Kolonisierung
Im frühen Nationalsozialismus entstand mit dem "Ostpreußenplan" ein Kolonisierungsvorhaben, das die strukturschwache, klimatisch ungünstig gelegene und durch den Versailler Vertrag separierte Provinz aufwerten sollte. Ein ähnliches Projekt hatte es bereits im faschistischen Italien gegeben.

Logistik im Krankenhaus
Die Logistik eignet sich mit ihrer integrativen Perspektive besonders als Ansatz zur Gestaltung und Innovation von Prozessen und Strukturen im Krankenhaus. Die Perspektive der Logistik sowohl auf innerorganisatorische Aspekte als auch auf infrastrukturelle Netze verbindet die betriebswirtschaftliche mit der gesellschaftlichen Sicht der Daseinsvorsorge.

Lateinische Wortkunde für Alt- und Neusprachler
Latein ist der beste Schlüssel zu einer vielseitigen europäischen Mehrsprachigkeit. Lateinkenntnisse eröffnen einen direkten Zugang zu sämtlichen romanischen Sprachen, aber auch zum Englischen, von dessen heutigem Wortschatz etwas mehr als die Hälfte lateinisch-romanischen Ursprungs ist.

Homo orans
Das Gebet ist ein zentrales Phänomen der Menschheits- und Religionsgeschichte. Der Menschen ist homo orans, einer, der die Welt betrachtet und sich Fragen stellt, die über ihn selbst hinausgehen und "im Gebet" bedacht werden. Der Band beschäftigt sich multiperspektivisch mit dem Thema: vorrangig werden Gebetstraditionen aus dem Juden- und Christentum in den Blick genommen - es fehlt aber auch nicht die Auseinandersetzung mit dem Islam und dem Buddhismus.

Relationale Autonomie im Kontext von Leihmutterschaft
Adoption, In-Vitro-Fertilisation, Leihmutterschaft? Neue Möglichkeiten der Fortpflanzungstechnologien betreffen nicht nur unfreiwillig kinderlose Paare, sondern die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit. Den großen Wunsch nach dem eigenen Kind mit ethischen Fragen zu zerstören wirkt brutal - doch es ist eben auch Faktum, dass dubiose Adoptionsgeschäfte und Kinderhandel Teil der globalen Realität sind.

Reversio animae
In der Antike finden sich kulturübergreifend sowohl im jüdischen als auch im griechisch-römischen Bereich seit dem 6. Jh. v. Chr. Erzählungen, die davon handeln, wie Gottesmänner, Mantiker oder Ärzte jung Verstorbene kurz nach ihrem Tod wiederbeleben.

Das Wagnis des Scheiterns
Scheitern ist ein opak-schillernder Begriff gegenwärtiger kultureller Diskurse. In Auseinandersetzung mit soziologischen, philosophischen und psychoanalytischen Perspektiven liegt das Ziel dieser Arbeit darin, das Erfahrungsfeld des Scheiterns als Ressource für religiöse Bildungsprozesse in Gebrauch zu nehmen.

Körperbilder - Krankenmorde
In den Jahren 1940 und 1941 wurden mehr als 70.000 Menschen aus Heil- und Pflegeanstalten in sechs Tötungseinrichtungen ermordet. Die mörderische Radikalität der NS-Diktatur knüpfte überbietend an vielem an, was zuvor rassen- und sozialhygienisch gedacht worden war, teilweise auch in der Inneren Mission.

Briefe von Adalbert Stifter 1849-1853
Dieser Zeitraum ist durch wichtige Einschnitte gekennzeichnet. Nach den Wiener Märzunruhen war das Ehepaar Stifter im Mai 1848 nach Linz übersiedelt, die Revolutionsereignisse begleitet Stifter durch Artikel vor allem im "Wiener Boten". Die Ernennung zum provisorischen Schulrat Ende 1849 als erste Festanstellung Stifters mündet in die engagierte Reform der (Linzer) Realschule.

Briefe von Adalbert Stifter 1863-1865
Diese Periode in Stifters Leben wird von Krisen überschattet. Gesundheitliche Probleme führen im November 1865 zur Versetzung in den Ruhestand. Die 1864 aufgenommene Arbeit an einer 3. Fassung der Erzählung "Die Mappe meines Urgroßvaters" verzögert die zugesagte Fertigstellung des 1.