
Kieselsteinchen / Keine Geschichte
Wert und Nichtwert
„Keine Geschichte“ erzählt nicht, es seziert. Dieses Buch ist kein Roman, keine Chronik, sondern ein philosophisches Labor für Wirklichkeit. Der Autor untersucht die verborgenen Strukturen der Ungleichheit, die Mechanismen von Wertsetzung und Entwertung, und die unsichtbare Architektur gesellschaftlicher Macht. Die ökonomische Debatte spricht über Einkommen, wo sie über Vermögen sprechen müsste. Sie beklagt Neid, wo sie die kategoriale Asymmetrie der Macht ignoriert. Schiller zeigt, wie Besitz, Kapital und Immunität sich gegenseitig bedingen – und wie aus der Differenz zwischen ökonomischer Sicherheit und sozialer Verletzlichkeit eine stabile Hierarchie entsteht. Die Spaltung zwischen gebundenem Besitz und immunisiertem Kapital, zwischen der prekären Mehrheit und der flüchtigen Elite, ist für ihn keine Folge individueller Entscheidungen, sondern Ausdruck einer strukturellen Logik
Das Buch führt durch Geschichte und Gegenwart, durch Philosophie, Soziologie, Ökonomie, Recht und Politik. Es spannt einen Bogen von Kant, Marx bis zu Luhmann, Inglehart und Piketty, um den Begriff des Wertes als gesellschaftliches Axiom zu begreifen – als Setzung, Differenz und Machtinstrument zugleich. „Wert“ ist hier keine moralische Kategorie, sondern ein Mechanismus, der Wirklichkeit formt, legitimiert und ausschließt.
Mit essayistischer Schärfe legt Schiller frei, auf welcher werttheoretischen Grundlage wir ein System rechtfertigen, das die Existenz der Mehrheit an die Verwertung bindet, während das Kapital der Elite strukturell geschützt bleibt. Er zeigt, dass die Kategorien, in denen wir ökonomisch und moralisch denken, selbst Teil des Problems sind. „Keine Geschichte“ ist damit ein philosophisches Denkexperiment, ein Versuch, die Gegenwart jenseits ihrer Narrative zu lesen. Es fragt nicht, was geschehen ist, sondern welche Muster unser Denken bestimmen – und warum wir sie wiederholen. Eine radikale Anatomie der Macht und eine Einladung, den Begriff des Wertes neu zu denken.
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| Veröffentlichung: | 09.11.2025 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 20,5 cm / B 13,5 cm / 232 g |
| Seiten | 164 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 19.65 |
| Auflage | 3. Auflage |
| Reihe | Kieselsteinchen 2 |
| ISBN-13 | 978-3-565-08424-1 |
Über den Autor
Arnold Schiller, geboren in München, ist Autor, Philosoph und einer der ungewöhnlichsten Stimmen im deutschsprachigen Selfpublishing. Sein Leben ist Stoff und Antrieb zugleich: Mit 16 raste er auf nachtleeren Landstraßen, mit 19 barg er als Rettungssanitäter seinen ersten Toten. Er diskutierte mit Petra Kelly, gründete eine Jugendkulturzeitschrift, kandidierte mit 18, lebte zeitweise obdachlos, arbeitete als Leiharbeiter, als Handwerker. Vierzig Jahre wusste er nicht, dass er hochbegabt ist. Mit 60 begann er zu schreiben.
Sein literarisches Projekt trägt den Namen Kieselsteinchen — fragmentarische Texte, die zwischen autobiografischem Essay, politischer Analyse und philosophischer Miniatur changieren. „Mit 12 wollte ich Schriftsteller sein, mit 60 veröffentlichte ich das Erste", sagt er selbst. Was folgte, ist eine der dichtesten Werkserien des deutschsprachigen Sachbuch-Selfpublishings der Gegenwart.
Bisher erschienen:
- 100 Kieselsteinchen (Kieselsteinchen, Band 1) — Autobiografisches Mosaik eines Lebens, das in keine Schublade passt
- Keine Geschichte (Kieselsteinchen, Band 2) — Philosophische Sezierung gesellschaftlicher Machtstrukturen und verborgener Ungleichheit
- Von der gemeinsamen Sache (Kieselsteinchen, Band 3) — Plädoyer für das Bedingungslose Grundeinkommen als ethische Antwort auf das Scheitern der Res Publica
- Trotzdem (Kieselsteinchen, Band 4, 2026) — Politisches Sachbuch gegen Resignation und für die Wahrheit: vom Heizungshammer über die AfD bis Trump, China und die Straße
- Der Staatskassenraub (Politthriller)
Schillers Stil ist unverwechselbar: präzise, unerschrocken, ohne Scheu vor Benennung. Er schreibt nicht über Politik — er schreibt aus ihr heraus, als jemand, der selbst in ihren Räumen war und aus ihnen herausgefallen ist. Seine Texte sind eine Einladung, die Welt mit offenen Augen zu sehen.
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