
Holm-Uwe Burgemann
Neue Erschöpfungsgeschichten
- Mit Texten von Tanasgol Sabbagh, Heike Geißler, Enis Maci, Eva von Redecker, Moshtari Hilal, Sinthujan Varatharajah, Judith Schalansky und Holm-Uwe Burgemann
ISBN: 978-3-000-80088-7
224 Seiten | € 18.00
Buch [Taschenbuch]
Erscheinungsdatum:
04.10.2024
Sonstiges
Holm-Uwe Burgemann
Neue Erschöpfungsgeschichten
Mit Texten von Tanasgol Sabbagh, Heike Geißler, Enis Maci, Eva von Redecker, Moshtari Hilal, Sinthujan Varatharajah, Judith Schalansky und Holm-Uwe Burgemann
Ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst als eines der Schönsten Deutschen Bücher 2025.
»Es ist möglich, liebe Leserin, die du dieses Buch zum ersten Mal beginnst, schreibe ich, bevor ich hier anfange, sich die Welt als eine gläserne Vase vorzustellen, für die es zwei Zustände gibt: zuerst den intakten, in der sie noch Blumen hält und in dem sich das durch sie hindurchgehende Licht sanft zum Regenbogen bricht; und dann jenen zersprengten, in dem Scherben den Boden übersäen wie die Überreste kleiner Muscheln den Strand. Eine Literatur, die aus der Geschichte kommt, um unsere Gegenwart zu beschreiben, müsste beantworten, was hier geschehen ist. Ihre Aufgabe bestünde in einer Scherbenlese; während es nun in deinen Händen liegt, die Scherben neu zusammenzusetzen.«
Denn wohin wir in diesen Tagen auch schauen, die Verhältnisse sind längst ermattet. Die Vase, die eben noch Blumen hielt, ist nicht mehr, das Licht hat sich zerstreut. Beständig scheinen wir unter dem Eindruck jener endlosen Krise zu leben, die mit dem Anthropozän gleichbedeutend geworden ist: Der Mensch leidet unter seiner eigenen Gegenwart. Und doch erzählen die Neuen Erschöpfungsgeschichten nicht zuerst von jener planetaren, moralischen oder seelischen Erschöpfung, die wir landläufig damit verbinden. Sie handeln davon, was es braucht, um zu erzählen von dieser Welt, die nicht mehr ist, was sie nie war und niemals jemals sein wird.
Dieses Buch entstand anlässlich von TEXT MATTERS. MATTERS OF TEXT, einem Literaturfestival, das ein Mal im Jahr von PRÄPOSITION und dem Klingspor Museum in Offenbach am Main veranstaltet wird. Das Format, der Farbraum, die Materialität und die strenge Mittelachse seiner Texte erinnern an Taschenbibel und ästhetisches Manifest gleichermaßen. So hinterlassen uns die Neuen Erschöpfungsgeschichten nicht nur eine melancholische Beschreibung dieser unruhigen Zeit, sondern auch eine hoffnungmach- ende Aussicht: »Man wird daraus einmal alle Konsequenzen ziehen.«
224 Seiten, 12 x 18 cm
fadengeheftete Klappenbroschur
Salzer EOS blauweiß 1,75-fach 90 g/m²
Peyer Peydur Feinleinen 220 g/m²
Sonderfarben Pantone Neon-Orange und Bronze-Metallic
Artwork: Ruth Roxane Eckrich
Custom Type Design: Laucke Siebein
Schriften: Oracle Triple (ABC Dinamo), Shinka Mono (Aeiou Tools)
»Es ist möglich, liebe Leserin, die du dieses Buch zum ersten Mal beginnst, schreibe ich, bevor ich hier anfange, sich die Welt als eine gläserne Vase vorzustellen, für die es zwei Zustände gibt: zuerst den intakten, in der sie noch Blumen hält und in dem sich das durch sie hindurchgehende Licht sanft zum Regenbogen bricht; und dann jenen zersprengten, in dem Scherben den Boden übersäen wie die Überreste kleiner Muscheln den Strand. Eine Literatur, die aus der Geschichte kommt, um unsere Gegenwart zu beschreiben, müsste beantworten, was hier geschehen ist. Ihre Aufgabe bestünde in einer Scherbenlese; während es nun in deinen Händen liegt, die Scherben neu zusammenzusetzen.«
Denn wohin wir in diesen Tagen auch schauen, die Verhältnisse sind längst ermattet. Die Vase, die eben noch Blumen hielt, ist nicht mehr, das Licht hat sich zerstreut. Beständig scheinen wir unter dem Eindruck jener endlosen Krise zu leben, die mit dem Anthropozän gleichbedeutend geworden ist: Der Mensch leidet unter seiner eigenen Gegenwart. Und doch erzählen die Neuen Erschöpfungsgeschichten nicht zuerst von jener planetaren, moralischen oder seelischen Erschöpfung, die wir landläufig damit verbinden. Sie handeln davon, was es braucht, um zu erzählen von dieser Welt, die nicht mehr ist, was sie nie war und niemals jemals sein wird.
Dieses Buch entstand anlässlich von TEXT MATTERS. MATTERS OF TEXT, einem Literaturfestival, das ein Mal im Jahr von PRÄPOSITION und dem Klingspor Museum in Offenbach am Main veranstaltet wird. Das Format, der Farbraum, die Materialität und die strenge Mittelachse seiner Texte erinnern an Taschenbibel und ästhetisches Manifest gleichermaßen. So hinterlassen uns die Neuen Erschöpfungsgeschichten nicht nur eine melancholische Beschreibung dieser unruhigen Zeit, sondern auch eine hoffnungmach- ende Aussicht: »Man wird daraus einmal alle Konsequenzen ziehen.«
224 Seiten, 12 x 18 cm
fadengeheftete Klappenbroschur
Salzer EOS blauweiß 1,75-fach 90 g/m²
Peyer Peydur Feinleinen 220 g/m²
Sonderfarben Pantone Neon-Orange und Bronze-Metallic
Artwork: Ruth Roxane Eckrich
Custom Type Design: Laucke Siebein
Schriften: Oracle Triple (ABC Dinamo), Shinka Mono (Aeiou Tools)
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| Veröffentlichung: | 04.10.2024 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 18 cm / B 12 cm / 243 g |
| Seiten | 224 |
| Art des Mediums | Buch [Taschenbuch] |
| Preis DE | EUR 18.00 |
| Preis AT | EUR 18.00 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-000-80088-7 |
| ISBN-10 | 3000800883 |
Über den Autor
Holm-Uwe Burgeman (* 1995), ist Autor, Kurator, Dozent und Künstlerischer Leiter von PRÄPOSITION (www.praeposition.com), einem unabhängigen Label für eine neue Inszenierung von Text und Sprache. In dieser Rolle realisiert er unterschiedliche intermediale, nicht-kommerziell orientierte Projekte. Seit 2023 konzipiert und kuratiert er TEXT MATTERS. MATTERS OF TEXT, ein Festival zur Materialität der Sprache. Er lehrte am Literaturinstitut Hildesheim, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Seine Arbeit wurde u.a. von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet.Diesen Artikel teilen
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