
Suchbild mit Katze
Ein Kind lehnt am Fenster, neben ihm, auf dem Fensterbrett, sitzt eine Katze. Sie ist die erste in seinem Leben. Das Fenster ist eines von vielen, aus denen es schauen wird, doch hier erwacht sein Bewusstsein. Der Autor nimmt uns in diesem Buch mit in seine Kindheit im Wien der Nachkriegszeit.

Es ist kompliziert
Irgendwann fällt es Rachel immer schwerer, sich in ihrer Gemeinde zu engagieren. In der Schulzeit als brennende Missionarin unterwegs, kommen ihr irgendwann Zweifel: Politisch fragwürdige Ansichten, verurteilende und ausgrenzende Haltungen gegenüber Randgruppen, religiöser Starrsinn und die Scheu, sich offensichtliche Wahrheiten einzugestehen – Kirche scheint so weit von dem entfernt, was Jesus gelebt und gepredigt hat.

Im Haus des Hüters
›Im Haus des Hüters‹ ist nach ›Träume in Zeiten des Krieges‹ der zweite Band der Lebenserinnerungen des kenianischen Schriftstellers Ngugi wa Thiong’o: ein einzigartiges Dokument der gesellschaftlichen Umbrüche in Kenia gegen Ende der britischen Kolonialzeit.

Mein Neckar-Elz
Der Autor beschreibt eine Dorfidylle in den 50-ern aus der Sicht eines heranwachsenden Jugendlichen mit vielen Bildern ais Privatbesitz.Er schildert das Dorfleben, beschreibt verschiedene Personen und erzählt von wilden Abenteuern, die es zu bestehen galt.

Ein Sommer mit Suleika
Zwei „Notfelle“ suchen dringend ein neues Zuhause, nämlich zwei weiße Salukimädchen, deren Frauchen ganz plötzlich schwer erkrankt ist. Da passt es gut, dass Tapsy, die eigentlich Taslima heißt und altem Saluki-Adel entstammt, gerade ihre Vizemami, Nokia, verloren hat, eine ausgediente Rennhündin aus Barcelona.

Celan-Studien
Peter Szondi, der im Oktober 1971 aus dem Leben ging, war einer der profunden Kenner der Dichtung Celans. Die drei vorliegenden Studien, von denen zwei zum ersten Mal gedruckt werden, nähern sich dem Werk Celans von ganz verschiedenen Seiten, steuern jedoch alle den zentralen Punkt der spezifischen Sprachkonzeption Celans an.

Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei
Als lediges Kind geboren, zu einer Zeit, als das moralisch verwerflich war. Aufgewachsen bei den Großeltern auf dem Land. Von der Mutter ungeliebt und eher als störend empfunden. Eine schwierige Schulzeit durchlebt. Als Junge Frau die brutalen Anfeindungen der Schwiegermutter überstanden, aufgrund der nicht standesgemäßen Geburt.

Sterne erben, Sterne färben
Das Deutsche, ein »Gewirk aus Bewegungen, Tönen, Gerüchen, Kopf- und Körperhaltungen, aus Augenblicken, Augenfarben, Mundregionen und Wangenleuchten«: so sinnlich hat es sich dem neunjährigen Kind nach dem Umzug aus Jugoslawien dargestellt und gleich, trotz vieler Widerstände, wie ein »wärmendes Kleidungsstück« um sie gelegt.

Tischreden
Fasziniert waren die Zeitgenossen, die Luther im Kreis der Familie im Schwarzen Kloster um sich versammelte und bewirtete, von der Kraft seiner so unverblümten wie subtilen Rede. Schon bald begannen sie, die Worte des Reformators aufzuschreiben: Der eigene Lebensweg, Gotteserfahrung und Teufelsbegegnungen, die Konflikte mit Papst, Schwärmern und Bauern, Bibelauslegung, Ökonomisches, Lebenslehren bis hin zu den Letzten Dingen – das waren Luthers Themen.

Das Buch vom Tee
Kakuzo Okakuras legendäres Buch vom Tee erschien erstmals 1906 und ist ein Klassiker, wenn von der japanischen Teekultur die Rede ist. Die Teezeremonie – das ist nicht nur die Zubereitung, das Teegerät, der Raum, sondern es geht dabei immer auch um die Verfeinerung der Sinne, die Vollendung der Form, den Rhythmus der Bewegungen, die die Zeremonie zum Kunstwerk werden lassen.

Peter Rabbit und seine Freunde
Seit über hundert Jahren begeistern Beatrix Potters langohriger Held Peter Rabbit und seine Freunde Kinder und Erwachsene auf der ganzen Welt. Von verbotenen Streifzügen durch den Garten von Mr McGregor, wo sie Zwiebeln stibitzen oder klammheimlich Kohl futtern, bis hin zu ungebetenen Besuchen bei der dicken alten Eule – die Figuren aus der wunderbaren Welt der Beatrix Potter haben meist Schabernack im Sinn.

Heiligabend
Geschichten von Weihnachten, wie es früher war: Vom Heiligen Abend am Stechlinsee, von Krisenzeiten, in denen man sich die Blautanne aus dem Stadtpark »borgen« musste, von der Kündigung eines Kellners am 24. Dezember und von Olaf, dem traurigen Elch.

Von den Freuden der Eltern und Großeltern
Menschen, die Eltern werden, wechseln die Daseinsform. Das war zu allen Zeiten riskant. Heutzutage besteht das Risiko darin, Beruf und Familie nicht gut miteinander vereinbaren zu können. Der Lohn der Mühe ist die Freude, mit Kindern das Leben neu zu entdecken.

Das Dritte Reich des Traums
Charlotte Beradt, die als Journalistin in Berlin arbeitete, wurde ab 1933 nicht mehr beschäftigt, floh 1939 nach England und 1940 weiter nach New York. Charlotte Beradt sammelte Träume, die zwischen 1933 und 1939 geträumt wurden, und befragte dazu Menschen ihrer Umgebung: Schneiderin, Nachbar, Tante, Milchmann, den befreundeten Unternehmer, den Arzt … Fünfzig „von der Diktatur diktierte Träume“ hat sie in ihren 1966 erstmals erschienenen Klassiker der Traumdokumentation aufgenommen.

Werke
Sie haben große Pläne, sie wollen raus, wollen es ganz anders machen als die etablierten Bürger, sie schwadronieren, trinken, rauchen und lesen Bücher. Irgendwann werden sie klüger. Nur Bavink nicht. Bavink dreht durch. Die Helden in diesem Band sind junge Bohemiens im Amsterdam des beginnenden 20.

Nebel im August
Deutschland, 1933: Ernst Lossa stammt aus einer Familie von „Jenischen“, Zigeuner, wie man damals sagte. Er gilt als schwieriges Kind, wird von Heim zu Heim geschoben, bis er schließlich in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen wird.

Wer wagt, beginnt
Gegen eine verzagte Demokratie – wir müssen für unsere Republik streiten! Neuauflage 2018 mit einem 50-seitigen aktuellen Nachwort über das politische Jahr 2017, über persönliche Erfahrungen in den Jamaika-Sondierungen – und über Robert Habecks Vorstellungen einer anderen PolitikDie sogenannte Politik- und Parteienverdrossenheit begleitet uns seit vielen Jahren, das öffentliche Ansehen von Politikern ist erbarmungswürdig.

Der verdammte Hof
In einer der kunstvollsten und umfangreichsten Erzählungen des bosnischen Nobelpreisträgers Ivo Andrić erinnert sich ein Mönch an die Zeit, die er – von den osmanischen Behörden der Spionage verdächtigt – in Istanbuls berüchtigtem Untersuchungsgefängnis, dem »verdammten Hof«, verbracht hat: einer Stadt im kleinen, in der »Schuldige und fälschlich Beschuldigte, Schwachsinnige und Verlorene oder ganz einfach irrtümlich Verhaftete, Menschen aus Istanbul und aus dem ganzen Land«, abgeschnitten wie »auf irgendeiner Teufelsinsel«, festgehalten, malträtiert und in Angst und Schrecken versetzt werden.

Für eine bessere Zukunft
Der sympathischste Regierungschef der Welt. Oh wie schön ist Kanada! Neben atemberaubender Natur und faszinierenden Großstädten hat das Land nun auch ihn: Justin Trudeau. Sein gutes Aussehen und seine charismatische Art brachten ihm weltweite Aufmerksamkeit, doch man darf ihn darauf nicht reduzieren.

Geschichten der Cronopien und Famen
Die Cronopien, Famen und vom Titel unterschlagenen Esperanzen, die 1962 aus Cortázars »Leyer zum ersten Mail ans Licht« traten, gehörten heute zum Vokabular des spanisch Sprechenden. Cronopien, kleine »grüne und feuchte« Subjekte, sind zwar undefinierbar, aber mit schönster Humanität und Weltfrömmigkeit ausgestattet, kindhaft unberechenbar und an Erfahrenheit uralt.

Mein Glaube
»Ich glaube an den Menschen.« Hermann Hesse war weder Theologe noch ein »Spezialist in Lebensrätseln«, doch seine Urteile über den Glauben sind dezidiert und nicht ohne politische Relevanz. Am Beispiel der christlichen und asiatischen Traditionen macht er die Gemeinsamkeiten der Weltreligionen bewußt.

Freuden und Tage
»Marcel Proust gefällt sich gleichermaßen darin, die verzweifelte Pracht der sinkenden Sonne und die von Eitelkeiten erregte Seele des Snobs zu beschreiben. Er glänzt im Erzählen von eleganten Schmerzen, von künstlichen Leiden, an Grausamkeit denen mindestens ebenbürtig, die uns die Natur mit mütterlicher Freigiebigkeit gewährt.

Poesie
Im Grunde ist die Dichtung des griechischen Nobelpreisträgers Giorgos Seferis (1900 bis 1971), schreibt Christian Enzensberger, von dem die Übertragungen dieses Bandes stammen, »eine ganz einfache Dichtung; sie hat sich ein allererstes Schema bewahrt: Die Dinge sind, die Menschen tun.

Das Gespräch der drei Gehenden
Peter Weiss schrieb diesen unabgeschlossenen, unabschließbaren inneren Monolog in Gestalt eines lebhaften Gesprächs dreier Stimmen 1962. Zwei Jahre danach bemerkte er dazu in einem Interview: »Alles, was gesagt wird, wird ständig zurückgenommen, so daß man immerzu zweifelt, was nun wirklich gesagt worden ist.