
Der Balkon
Während seines Aufenthaltes im winterlichen Baden-Baden erlebt Reinhold Schneider den Abriß des Hauses seiner Kindheit. Erinnerungen steigen in ihm auf - ihm erscheinen in den alten Räumen und auf dem Balkon die Gestalten der Gäste und Bewohner, berühmte wie längst vergessene.

Marionetten in Gottes Hand
Autoreninformation Wladimir Lindenberg (geb. 1902 Moskau, gest. 1997 Berlin). Als Kind wurder er "Bobik" genannt, später "Wolodja" (Wladimir). Nach der Revolution 1918 verließ er seine russische Heimat. In Bonn studierte er Medizin und Psychologie, fuhr 1930 als Schiffsarzt nach Afrika und Südamerika und war danach Arzt am Institut für Klinische Psychologie und im Krankenhaus für Hirnverletzte in Bonn.

Abdahn Effendi
Im letzten Abschnitt seines Schaffens betrat Karl May ungewohnte schriftstellerische Bereiche. Die bunte Abenteuerwelt der Reiseerzählungen ging Schritt für Schritt in einen geheimnisvollen Kosmos voll Spiegelungen und symbolischer Vexierspiele über.

Der Fall Wagner. Götzen-Dämmerung. Der Antichrist. Ecce homo. Dionysos-Dithyramben. Nietzsche contra Wagner
Band 6 der Kritischen Studienausgabe enthält folgende, von Nietzsche selbst herausgegebene Werke: ›Der Fall Wagner. Ein Musikanten-Problem‹ (1888), ›Götzen-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophiert‹ (1889). Der Band enthält außerdem die nachgelassenen Schriften, die Nietzsche zwischen August 1888 und Anfang Januar 1889 verfasste.

Magische Blätter V
Band V präsentiert die in den Jahren 1994 bis 1998 (vor, während und nach der Arbeit am Roman »brütt« und an den Gedichten) geschriebenen kürzeren Prosatexte.

Meine deutsche Frage
In diesem Band erzählt der renommierte Historiker Peter Gay die Geschichte seiner Jugend als assimilierter antireligiöser Jude im Nazi-Deutschland 1933-1939. Mit der ihm eigenen Eloquenz und analytischem Scharfsinn beschreibt Gay seine Familie, das Leben, das sie führten und geht auf die Gründe ein, warum sie Deutschland nicht zu einem früheren Zeitpunkt verließen.

Erinnerungen einer Überflüssigen
Die Dichterin der kleinen Leute Der Großvater, ein ländlicher Tausendsassa, ist die prägende Figur ihrer Kindheit, die Lena Christ im bayerischen Glonn verbrachte. Ihre Mutter arbeitet in München und kann sich um ihr uneheliches Kind nicht kümmern.

Meine futuristischen Jahre
Roman ]akobson (1896-1982), einer der bedeutendsten Sprachwissenschaftler des letzten Jahrhunderts, war kein Linguist, der im Gehege seiner Fachrichtung verharrte. Er beherrschte acht Sprachen und war ein Mann des weiten Horizonts, der scheinbar Disparates zusammenfügte, um die menschliche, Sprache in all ihren Aspekten zu erforschen.

Tagebuch eines Melancholikers
»In diesen Aufzeichnungen von 1981/82 präsentiert sich Hartmut Lange als ein nachdenklich betrübter Deutscher, der im Blick auf Nietzsche, Schopenhauer, auf Alteuropas Bildungswelt die heutige karge Szenerie des ›Geisteslebens‹ besieht. Ein Mann denkt über deutsche Krisen heute nach.

Die grünen Hügel Afrikas
Die autobiographische Erzählung basiert auf Erlebnissen Hemingways bei einer Großwildjagd, an der er 1933 teilnahm. Hier fabuliert er voller Lust über die Pirsch im Dornendickicht der afrikanischen Steppe, die Jagd auf Kudus und Antilopen, Löwen und Nashörner, die wilde Schönheit und Grazie des Animalischen.

Das Brandmal
»Was in meinen Papieren steht, nämlich daß ich Schauspielerin, Fabrikarbeiterin, Fotografin usw. bin, das besagt nicht viel. Auch ist es nicht wichtig, zu wissen woher ich gekommen bin. Was hat die geographisches Lage meiner Herkunft, mein Geburtsort, mit meiner Heimatlosigkeit zu tun? Auch bin ich nicht Schauspielerin von Beruf, denn ich liebe nicht den falschen Schein, und mein einziger Beruf ist, das zu erkennen, was ich bin«, schreibt Emmy Hennings in Das Brandmahl, über das Hugo Ball bei Erscheinen 1920 sagt:»Emmys Brandmal ist erschienen.

Fingerkraut und Feenhandschuh
Von Trughirschen, Scheinlilien und dänischen Königinnen: ein literarisches Sinnenfest für Gartenliebhaber Der Garten um Barbara Frischmuths Haus schmiegt sich so selbstverständlich an den Hang, daß seine üppigen Ansichten und liebenswürdigen Details nicht daran denken lassen, welch harte Arbeit es bedeutete, dem Garten das Gartensein schmackhaft zu machen.

Mein Krieg
Eines der ernüchterndsten Kriegsbücher Erich Kuby hat vom 27. August 1939 bis zum 24. Juni 1945 Tag für Tag seine Erlebnisse ohne Rücksicht auf eine mögliche Zensur notiert. Gleichsam unter dem Diktat leidenschaftlicher Humanität entstand ein scharfsinniges Dokument des Zweiten Weltkriegs, verfasst von einem jungen Mann, der sich innerlich verweigerte, der schreiben musste, um zu überleben.

Die Welt en gros und en détail
Diese Geschichte eines Reisenden durch Ort und Zeit nimmt ihren Ausgangspunkt in einem Triester Kaffeehaus und endet gleich nebenan in einem Stadtpark. Doch dazwischen liegt eine ganze Welt. Denn immer wieder entdeckt der reisende Erzähler in den kleinen Welten große Geschichten: komische und tragische Schicksale von obskuren und illustren Menschen, Kriege, Auswanderungen und eine halb versunkene Liebesgeschichte.

Aus der Hölle zurück
Wie war es möglich, die Hölle von sechs Konzentrationslagern zu überleben? Tadeusz Sobolewicz schildert ebenso sachlich wie bewegend den »Alltag« der Lager und die ständige Gratwanderung zwischen Leben und Tod. Er erzählt, wie er als Siebzehnjähriger am 1.

Pony Pedro
Endlich steht das Pony im Stall. Ein kleiner, flinker Brandfuchs. Sein neuer Besitzer, der Schriftsteller, dem die Stadt zu eng wurde und der eine Kate auf dem Lande kaufte, hatte sich aller alten, vom Großvater gelernten Pferdehändlerkniffe erinnert.

Erkenntnis und Erfüllung
Ein Mann hat eine Vision. Er macht die Verwirklichung seiner Ideen zu seiner unnachahmlichen Lebensform. Das Ziel seines Wirkens sind der Aufbau und die gedankliche Begründung einer einzigartigen Gemeinschaft von Jungen und Erwachsenen, die, in der Tradition der deutschen bündischen Jugendbewegung stehend, sich um weltanschaulich- religiöse Orientierung und persönliche Vervollkommnung bemühen.

Vladimir Nabokov: Haus der Erinnerung
Vladimir Nabokov ist ein Autor mit einem beeindruckenden zweisprachigen Oeuvre. Aber er war auch ein virtuoser Übersetzer. Bei seiner Übertragung russischer Klassiker entwickelte er eine strenge, provokante Übersetzungstheorie, die auf ein Auswendiglernen des Originals abzielt.

Söhne der Wüste
12 Kunstdr.-Taf., 1 Frontispiz

Bobik im Feuerofen
In diesem Buch erzählt Lindenberg von seinen Jugendjahren im Zarenreich bis zum Beginn der Revolution im November 1917. Mit den Augen eines hellwachen, jungen Menschen betrachtet er das Leben im Zarenreich, den ersten Taumel der Revolution und die jähe Ernüchterung nach den Träumen und Wirren des Umsturzes.

Wolodja
Lindenberg erzählt von seinem Studium und seinen Erlebnissen als Schiffsarzt. Von hohen Idealen erfüllt, lernt er weite Gebiete Afrikas, Asiens und Südamerikas kennen, er wird mit Elend, Not und Unmenschlichkeit, mit Borniertheit und Hartherzigkeit konfrontiert.

Jenseits der Fünfzig
Reife und Erfüllung

Hauptweg und Nebenwege
1996 wurde in Berlin das neue Museum »Picasso und seine Zeit« eröffnet, das die Stadt dem gebürtigen Berliner Heinz Berggruen verdankt, der 1936 in die USA emigrieren mußte. Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete er in Paris eine Galerie und wurde zu einem der erfolgreichsten Kunsthändler Europas.

Horst Janssen liest Hinkepott. Zum 70. Geburtstag / Horst Janssen liest Hinkepott
Dass Horst Janssen nicht nur ein genialer Zeichner, sondern darüber hinaus ein virtuoser Literat war, hat sich in der breiten Öffentlichkeit bereits seit längerem herumgesprochen. Dass er zudem ein brillanter Vorleser war, wussten bislang nur diejenigen, die ihn einst live bei seinen Lesungen erlebten.