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Emmy Ball-Hennings
Die Bohémienne Emmy Hennings-Ball (1885-1948) war Wanderschauspielerin, Dichterin, Sängerin, Morphinistin, Gelegenheitsprostituierte, Muse und Mystikerin. Als eine der wenigen Frauen in der Dada-Bewegung inspirierte sie eine Generation von KünstlerInnen, darunter Erich Mühsam, Johannes R. Becher sowie ihren langjährigen Freund Hermann Hesse.
Giacomelli Press / Gefängnis
In Gefängnis schildert Emmy Ball-Hennings eindrucksvoll ihre Erfahrungen mit Haft und gesellschaftlichem Abseits. Der Text ist weniger ein Bericht über spektakuläre Ereignisse als vielmehr eine sensible, oft schonungslose Beobachtung des Gefühlszustands einer Frau, die sich in einem engen, fremdbestimmten Raum wiederfindet.
Gefängnis
Als die junge Emmy Hennings kurz vorm Ausbruch des Ersten Weltkriegs wegen eines Diebstahls in ein Münchner Gefängnis landet, beginnt für die sensible Sängerin und Dichterin ein Leidensweg, der sie im Kern erschüttert. Hennings, die 1916 zusammen mit ihrem künftigen Ehemann, dem Dada-Dichter Hugo Ball, das berühmt-berüchtigte Cabaret Voltaire in Zürich eröffnen sollte, beschreibt in diesem Kurz-roman in radikal-subjektiver Weise die Entmenschlichung, die eine sensible Seele durch den Strafvollzug erlebt.
Das Brandmal
»Was in meinen Papieren steht, nämlich daß ich Schauspielerin, Fabrikarbeiterin, Fotografin usw. bin, das besagt nicht viel. Auch ist es nicht wichtig, zu wissen woher ich gekommen bin. Was hat die geographisches Lage meiner Herkunft, mein Geburtsort, mit meiner Heimatlosigkeit zu tun? Auch bin ich nicht Schauspielerin von Beruf, denn ich liebe nicht den falschen Schein, und mein einziger Beruf ist, das zu erkennen, was ich bin«, schreibt Emmy Hennings in Das Brandmahl, über das Hugo Ball bei Erscheinen 1920 sagt:»Emmys Brandmal ist erschienen.


