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Christoph Muret-Rossier

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Christoph Muret-Rossier arbeitete zwanzig Jahre lang in Berufen, die mit Sprache zu tun hatten.
Er interessiert sich seit seiner Jugend für die Epochen, in denen Macht noch keine Pressemitteilungen brauchte, sondern Pergament, Schweigen und die richtige Sitzordnung bei Tisch. Das frühe Mittelalter ist für ihn kein fernes Jahrhundert, sondern eine Grammatik – eine Art, Dinge zu ordnen und zu verschweigen, die sich im Wesentlichen nicht verändert hat.
Synodus Horrenda ist sein erster Roman. Er hat sieben Jahre daran geschrieben, in frühen Morgenstunden und an Wochenenden, parallel zu allem anderen, das das Leben verlangt. Er würde es wieder tun.
Der Schreiber des Papstes

Der Schreiber des Papstes

Im eisigen Januar des Jahres 897 erreicht der Wahnsinn den Thron Petri. Papst Stephan VI. lässt seinen verstorbenen Vorgänger Formosus aus dem Grab zerren, in päpstliche Gewänder hüllen und auf den Thron setzen, um ihm den Prozess zu machen. Es ist die „Synodus Horrenda“ – ein Schauprozess, der als eines der dunkelsten Kapitel in die Geschichte der Menschheit eingehen wird.