Der Schreiber des Papstes
Synodus Horrenda
Im eisigen Januar des Jahres 897 erreicht der Wahnsinn den Thron Petri. Papst Stephan VI. lässt seinen verstorbenen Vorgänger Formosus aus dem Grab zerren, in päpstliche Gewänder hüllen und auf den Thron setzen, um ihm den Prozess zu machen. Es ist die „Synodus Horrenda“ – ein Schauprozess, der als eines der dunkelsten Kapitel in die Geschichte der Menschheit eingehen wird. Während das Volk von Rom zwischen Entsetzen und Ehrfurcht schwankt, versuchen der alternde Schreiber Arsenio und der junge Diakon Benedikt, die Bruchstücke der Wahrheit zu bewahren. Sie wissen: In einer Welt, in der Kaiserinnen wie Agiltrude von Spoleto das Schicksal der Stadt lenken und Päpste Leichen anschreien, ist die Wahrheit ein gefährliches Gut. Ein atmosphärisch dichter historischer Roman über die Endlichkeit der Macht, das Gewicht des Schweigens und einen Fluss, der alles nimmt, was man ihm gibt.
Diese Erzählung führt zurück in das Jahr 897, in eine Zeit, die man später das „eiserne Jahrhundert“ nennen sollte. Es ist die Geschichte von Formosus, einem Mann, der zu viel sah und zu viel versprach, und von jenen, die ihn auch über das Grab hinaus nicht ruhen lassen wollten. Es ist die Geschichte von Arsenio, einem Schreiber, der lernte, dass das Aufschreiben der Wahrheit gefährlicher sein kann als jede Lüge. Es ist die Geschichte von Benedikt, einem jungen Diakon, den das Schicksal in eine Rolle drängt, für die er nie bestimmt war.
In einer Welt, in der Dokumente oft lügen oder verschleiern und das Schweigen zur Währung der Macht wird, bleibt oft nur ein kleiner Lederbeutel, ein vergessenes Heft oder ein Stein in einem verwilderten Klostergarten als Zeuge dessen, was wirklich geschah.
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| Veröffentlichung: | 04.05.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 19 cm / B 12,5 cm / 147 g |
| Seiten | 116 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 17.90 |
| Preis AT | EUR 17.90 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-565-43552-4 |
