Die stille Heldin
Eine Geschichte, die unter die Haut geht
Die stille Heldin ist ein wahnsinnig trauriges und zugleich ergreifendes Buch, das auf einer wahren Begebenheit beruhen soll. Hera Lind erzählt Helenes Geschichte so einfühlsam und eindringlich, dass ich beim Lesen oft schlucken musste und mir mehr als einmal die Tränen kamen.
Helene wird schon in jungen Jahren gezwungen, einen doppelt so alten Großbauern zu heiraten – im Grunde wird sie von ihren Eltern an ihn verkauft. Ihr Leben ist geprägt von Gewalt, Angst und harter Arbeit. Auch ihre Kinder leiden unter der strengen und lieblosen Hand des Vaters.
Erst mit dem Ersten Weltkrieg ändert sich ihr Schicksal: Ihr Mann kehrt nicht zurück, und Helene schafft es, sich mit ihren Kindern langsam ein neues, besseres Leben aufzubauen. Als sie später Ewald kennenlernt, findet sie noch einmal Liebe und Hoffnung. Doch der Zweite Weltkrieg bringt erneut großes Leid, und Helene verliert auf tragische Weise fünf ihrer zwölf Kinder.
Trotz allem bleibt sie stark, kämpft weiter und bewahrt sich ihr großes Herz. Genau das macht sie zu einer stillen Heldin.
Die Geschichte ist so lebendig erzählt, dass ich mir alles genau vorstellen konnte. Sie hat mich tief berührt und noch lange nach dem Lesen begleitet.
Eine absolute Leseempfehlung!
Schlafmurmel
Bloggerin bei LeseHitsIch bin ich, ich verbiege mi ch für niemanden, nur weil jemanden meine Nase nicht gefällt, ich sage was ich mir denke. Ich teile aus, aber ich kann auch einstecken.
Kommentare
Die stille Heldin
Eine starke Mutter. Ein ungewolltes Mutterkreuz. Ein Schicksal in Zeiten des Krieges.Runau, 1905: Die junge Helene wird gezwungen, den gewalttätigen Großbauern Otto zu heiraten. Ihre Ehe ist vom Patriarchat geprägt. Auch ihre Söhne müssen für den Vater schuften wie Arbeitssklaven. Als Otto im Ersten Weltkrieg fällt, versorgt die sechsfache Mutter den Bauernhof allein. Mit ihrer großen Liebe, dem Grenzsoldaten Ewald, bekommt sie sechs weitere Kinder. Bald aber stellt der erstarkende Nationalsozialismus die Familie vor eine Zerreißprobe. Helene verliert durch Unfälle, den Zweiten Weltkrieg und ein grausames Kriegsverbrechen fünf ihrer zwölf Kinder. Und doch bewahrt sie sich ihr großes Herz, das schließlich auf eine letzte schwere Probe gestellt wird. Auf mitreißende und zutiefst bewegende Weise erzählt Hera Lind vom Schicksal einer Mutter im Krieg – so wie es wohl unzählige Mütter und Kinder erlebt haben und was viele Familien über Generationen prägte. Zugleich feiert sie mit dieser einzigartigen Familiengeschichte die Liebe.