Das Wasser des Sees ist niemals süß
Am Grund des Sees liegt eine versunkene Weihnachtskrippe, das Wasser schimmert trüb, schmeckt nach Sonnencreme und Benzin. Hier, am Lago di Bracciano, bezieht Gaia mit ihrer Familie eine Sozialwohnung: der Vater, der seit einem Arbeitsunfall im Rollstuhl sitzt, der ältere anarchistische Bruder Mariano, die kleinen Zwillinge – und die Mutter Antonia, die so zupackend wie rücksichtslos alles zusammenhält.
Ihre Tochter soll nicht so enden wie sie, Bildung soll der Ausweg für Gaia sein. Doch die erkennt früh, dass Talent und zwanghafter Fleiß nicht ausreichen, um mitzuhalten. Herabsetzungen, Leistungsdruck und Orientierungslosigkeit verwandeln Gaias stumme Verletzlichkeit in maßlose Wut, die sie Grenzen überschreiten lässt.
Giulia Caminito hat ein sanftes, raues, wundersam reiches Buch geschrieben: über eine Jugend in der Provinz, lächerliche Lieben, grundstürzende Dramen und eine junge Frau, die ihrer Herkunft nicht entkommt.
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| Veröffentlichung: | 07.06.2024 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 19 cm / B 12 cm / - |
| Seiten | 320 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 16.00 |
| Preis AT | EUR 16.50 |
| Auflage | 2. Auflage |
| Reihe | Wagenbachs andere Taschenbücher 873 |
| ISBN-13 | 978-3-803-12873-7 |
