
»Es gibt noch Arbeiter in Deutschland«
Zur Kategorie ›Arbeiter‹ in der bundesdeutschen ›Arbeitnehmergesellschaft‹
Laborers have long since disappeared from the political stage – seemingly inevitably as a result of structural change. However, if one understands ‘laborers’ as a resource of social knowledge, actors such as trade unionists, filmmakers, and scholars come into view. In the 1970s and 1980s, they creatively used the potential of the ‘laborers’ only to give up this resource deliberately thereafter. What moved them to do so?
Unterstütze den lokalen Buchhandel
Nutze die PLZ-Suche um einen Buchhändler in Deiner Nähe zu finden.
Bestelle dieses Buch im Internet
| Veröffentlichung: | 22.07.2024 |
| Seiten | 714 |
| Art des Mediums | E-Book [Kindle] |
| Auflage | 1. Auflage |
| Reihe | Ordnungssysteme 60 |
| ISBN-13 | 978-3-111-08683-5 |
| ISBN-10 | 3111086836 |
Über den Autor
Warum spielen Arbeiter heute keine Rolle mehr? Schnell kommt der wirtschaftliche Strukturwandel als Erklärung in Betracht. Sie trägt aber kaum, wenn man ›Arbeiter‹ als eine Ressource gesellschaftlichen Wissens begreift. Das Verschwinden von Wissensbeständen ist schwer zu erklären, gerade wenn sie gesellschaftlich so tief verwurzelt sind wie die Kategorie ›Arbeiter‹.
Warum also gaben Akteure diese Ressource scheinbar leichtfertig auf? Dieser Frage geht die Studie in ganz unterschiedlichen Feldern nach und kommt zu teils überraschenden Ergebnissen. So waren ausgerechnet der DGB und die IG Metall entschiedene Gegner der Kategorie ›Arbeiter‹, da sie in ihr eine Bedrohung ihrer ›Arbeitnehmer‹politik erblickten. Erst in den 1970er Jahren richtete der DGB ein Arbeiterreferat ein, das in den 1980er Jahren ganz neue Wege der Gewerkschaftspolitik beschritt. Innovationspotential entfaltete die Ressource ›Arbeiter‹ auch in der Filmbranche und in der Wissenschaft. Dass sich letztlich alle Akteure dennoch wieder von den ›Arbeitern‹ distanzierten, war keineswegs zwangsläufig.
Die Studie eröffnet durch ihren wissensgeschichtlichen Ansatz neue Perspektiven auf die ›Arbeiter‹geschichte wie auch auf die Zeit »nach dem Boom«.
Diesen Artikel teilen
0 Kommentar zu diesem Buch
.... weitere Publikationen von De Gruyter Oldenbourg
Eine spannende Dystopie zum Thema Gentechnik
Bewerbungsfrist bis zum: 16.01.2026
















