Martin Elsbroek
Lernziel Neue_r Mensch_in
- Der zweite Marsch durch die Institutionen
ISBN: 978-3-844-09747-4
156 Seiten | ⏠16.90
Buch [Taschenbuch]
Dieses Buch gehört zur Reihe Berichte aus der Kulturwissenschaft und enthÀlt ca. 2 Folgen.
Erscheinungsdatum:
03.02.2025
Politik
Martin Elsbroek
Lernziel Neue_r Mensch_in
Der zweite Marsch durch die Institutionen
Vor rund 25 Jahren erschien die erste PISA-Studie der OECD. Sie bescheinigte dem deutschen Bildungssystem eine eher durchschnittliche BildungsqualitÀt. Dieser Befund löste in der Bildungslandschaft Panik aus.
Es wurden Curricula ĂŒber den Haufen geworfen, die Digitalisierung des Unterrichts vorangetrieben, Tafeln durch Whiteboards ersetzt, Schulinspektionen durchgefĂŒhrt und andere Dinge mehr.
In den PISA-Folgestudien besserte sich das Leistungsniveau kontinuierlich, bis es im Jahr 2012 sein Maximum erreichte. Ab dem Schuljahr 2013/14 dann wurde die erste Phase der Schulinklusion umgesetzt mit der Folge, dass in der 2015er PISA-Studie die Leistungen prompt sanken und bis 2022 deutlich unter das Niveau der Erststudie aus dem Jahr 2000 fielen.
Zur ErklĂ€rung fiel den Verantwortlichen nicht viel mehr ein als auf die Corona-Pandemie zu verweisen â eine ErklĂ€rung von nahezu rĂŒhrender NaivitĂ€t. Denn erstens begann die Pandemie erst Ende 2019 und nicht bereits 2012. Und zweitens war ein derartiger Leistungsabsturz infolge Corona in keinem anderen OECD-Land zu beobachten.
Entsprechend beschreibt die Studie âDeutsches Schulbarometerâ der Robert-Bosch-Stiftung aus 2024 die deutsche Schullandschaft als âkrankes Systemâ.
In meinem Buch gehe ich der Frage nach, ob der beschriebene Leistungsabfall nicht vielmehr im Kontext der IdentitĂ€tspolitik betrachtet werden muss, die durch Butlers Schrift âGender Troubleâ initiiert wurde und auch den Inklusionsgedanken beeinflusste.
Unter dem Titel âGender Mainstreamingâ beschloss die 4. Weltfrauenkonferenz im Dezember 1995 â...eine aktive und sichtbare politische Strategie, der Genderperspektive in allen PolitikansĂ€tzen und Programmen Vorrang einzurĂ€umen...â 1999 gelangte es in den Amsterdamer Vertrag der EU, von dort 2000 in die GeschĂ€ftsordnung der Regierung Schröder und wurde 2005 in den Koalitionsvertrag der Regierung Merkel I aufgenommen.
Die Bundesregierung hat sich folglich ohne Not und ohne WĂ€hlervotum (die Weltfrauenkonferenz ist demokratisch nicht legitimiert!) zum Gender Mainstreaming verpflichtet. De facto ist dies ein Eingriff in die Gesetzgebung des Bundes und der LĂ€nder und wirkt sich auf diese Weise auch auf das Bildungssystem aus.
Die IdentitĂ€tslinken glauben an die Vorstellung, menschliches Bewusstsein werde ausschlieĂlich durch kulturelle EinflĂŒsse (z.B. Erziehung) erzeugt und könne durch Umerziehung ĂŒberschrieben werden. Dies erklĂ€rt ihr enormes Interesse, sich des Bildungssystems zu bemĂ€chtigen. Zu diesem Zweck unternehmen sie einen zweiten âMarsch durch die Institutionenâ.
Die Frage, wie weit dieser bereits vorangekommen ist, untersuche ich in meinem Text.
Es wurden Curricula ĂŒber den Haufen geworfen, die Digitalisierung des Unterrichts vorangetrieben, Tafeln durch Whiteboards ersetzt, Schulinspektionen durchgefĂŒhrt und andere Dinge mehr.
In den PISA-Folgestudien besserte sich das Leistungsniveau kontinuierlich, bis es im Jahr 2012 sein Maximum erreichte. Ab dem Schuljahr 2013/14 dann wurde die erste Phase der Schulinklusion umgesetzt mit der Folge, dass in der 2015er PISA-Studie die Leistungen prompt sanken und bis 2022 deutlich unter das Niveau der Erststudie aus dem Jahr 2000 fielen.
Zur ErklĂ€rung fiel den Verantwortlichen nicht viel mehr ein als auf die Corona-Pandemie zu verweisen â eine ErklĂ€rung von nahezu rĂŒhrender NaivitĂ€t. Denn erstens begann die Pandemie erst Ende 2019 und nicht bereits 2012. Und zweitens war ein derartiger Leistungsabsturz infolge Corona in keinem anderen OECD-Land zu beobachten.
Entsprechend beschreibt die Studie âDeutsches Schulbarometerâ der Robert-Bosch-Stiftung aus 2024 die deutsche Schullandschaft als âkrankes Systemâ.
In meinem Buch gehe ich der Frage nach, ob der beschriebene Leistungsabfall nicht vielmehr im Kontext der IdentitĂ€tspolitik betrachtet werden muss, die durch Butlers Schrift âGender Troubleâ initiiert wurde und auch den Inklusionsgedanken beeinflusste.
Unter dem Titel âGender Mainstreamingâ beschloss die 4. Weltfrauenkonferenz im Dezember 1995 â...eine aktive und sichtbare politische Strategie, der Genderperspektive in allen PolitikansĂ€tzen und Programmen Vorrang einzurĂ€umen...â 1999 gelangte es in den Amsterdamer Vertrag der EU, von dort 2000 in die GeschĂ€ftsordnung der Regierung Schröder und wurde 2005 in den Koalitionsvertrag der Regierung Merkel I aufgenommen.
Die Bundesregierung hat sich folglich ohne Not und ohne WĂ€hlervotum (die Weltfrauenkonferenz ist demokratisch nicht legitimiert!) zum Gender Mainstreaming verpflichtet. De facto ist dies ein Eingriff in die Gesetzgebung des Bundes und der LĂ€nder und wirkt sich auf diese Weise auch auf das Bildungssystem aus.
Die IdentitĂ€tslinken glauben an die Vorstellung, menschliches Bewusstsein werde ausschlieĂlich durch kulturelle EinflĂŒsse (z.B. Erziehung) erzeugt und könne durch Umerziehung ĂŒberschrieben werden. Dies erklĂ€rt ihr enormes Interesse, sich des Bildungssystems zu bemĂ€chtigen. Zu diesem Zweck unternehmen sie einen zweiten âMarsch durch die Institutionenâ.
Die Frage, wie weit dieser bereits vorangekommen ist, untersuche ich in meinem Text.
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| Veröffentlichung: | 03.02.2025 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 20,5 cm / B 12,5 cm / 200 g |
| Seiten | 156 |
| Art des Mediums | Buch [Taschenbuch] |
| Preis DE | EUR 16.90 |
| Preis AT | EUR 16.90 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Reihe | Berichte aus der Kulturwissenschaft |
| ISBN-13 | 978-3-844-09747-4 |
| ISBN-10 | 3844097473 |
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