Lyrische Agonistik
Das Politische in Gedichten der Gegenwart
Ausgehend von der These, dass es sich bei der politischen Lyrik der Gegenwart vor allem um eine Lyrik des Politischen, eine lyrische Streitkultur handelt, wird in âLyrische Agonistik. Das Politische in Gedichten der Gegenwartâ auf der Basis einer philosophischen âneueâ Rhetorik und mit RĂŒckbezug auf AnsĂ€tze der radikalen Demokratietheorie insbesondere von Chantal Mouffe und Ernesto Laclau eine neuartige rhetorische Methode zur Analyse des Politischen in der Lyrik der Gegenwart entwickelt. Grundlegend fĂŒr diese Methode ist die von sophistischer Rhetoriktradition und radikaler Demokratietheorie geteilte Skepsis gegenĂŒber allen epistemischen LetztbegrĂŒndungsversuchen. Das Politische in der Lyrik der Gegenwart erweist sich im Kontext dieser beiden Bezugspunkte als die ZurĂŒckweisung fundamentaler GrĂŒndungversuche, die sich als diskursive Form der Verhandlung einer nur plausiblen, in ihrer Kontingenz stets angreifbaren Politik Ă€uĂert. Ablesbar wird diese postfundamentalistische Wende in gegenwĂ€rtigen Gedichten anhand von rhetorischen WidersprĂŒchen, die auf den unaufhebbaren konflikthaften Charakter des Politischen hindeuten, deren notwendige Gegenseite der ebenso rhetorisch ausgearbeitete Versuch ist, umstrittene Diskurse zugunsten einer nie letztbegrĂŒndbaren Position zu hegemonisieren. Aufgezeigt wird das dem Politischen eigene Spiel aus Kontingenzerfahrung und SchlieĂungsbemĂŒhungen anhand von drei disparaten Textbeispielen politischer Lyrik der letzten zehn Jahre: Tom Schulzâ âDie Maschinen sind volljĂ€hrigâ, GĂŒnter Grassâ âWas gesagt werden mussâ und Monika Rincks âwas machen die frauen am sonntag?â.
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| Veröffentlichung: | 19.04.2023 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 23,5 cm / B 15,5 cm / - |
| Seiten | 219 |
| Art des Mediums | Buch [Taschenbuch] |
| Preis DE | EUR 64.99 |
| Preis AT | EUR 66.81 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Reihe | Lyrikforschung. Neue Arbeiten zur Theorie und Geschichte der Lyrik |
| ISBN-13 | 978-3-662-66267-0 |
| ISBN-10 | 3662662671 |
Ăber den Autor
Christoph Cox Ăst Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut fĂŒr deutsche Sprache und Literatur I der UniversitĂ€t zu Köln.
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