Chronologie aller Bände (1 - 2)
Die Reihenfolge beginnt mit dem Buch "Den Jazz sowjetisch machen". Wer alle Bücher der Reihe nach lesen möchte, sollte mit diesem Band von Michel Abeßer beginnen. Der zweite Teil der Reihe "Die Geburt des Russländischen Imperiums" ist am 06.04.2020 erschienen. Die Reihe umfasst derzeit 2 Bände. Der neueste Band trägt den Titel "Die Geburt des Russländischen Imperiums".
- Anzahl der Bewertungen für die gesamte Reihe: 0
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- Start der Reihe: 12.11.2018
- Neueste Folge: 06.04.2020
Diese Reihenfolge enthält 2 unterschiedliche Autoren.
- Autor: Abeßer, Michel
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 12.11.2018
- Genre: Sonstiges
Den Jazz sowjetisch machen
Seit Beginn des Kalten Krieges galt der Jazz in der Sowjetunion tendenziell als politisch subversiv. Sein Erfolg unter Jugendlichen nach 1953 wird als Resultat des Reizes westlicher Kultur verstanden, der die Sowjetunion nichts entgegenzusetzen hatte. Die vorliegende Studie zeigt, dass dieser kulturelle Wandel vielmehr aus der Binnenlogik des sowjetischen Systems resultierte und die gesamte Gesellschaft einschloss. Auf dem sowjetischen Musikmarkt rang das Regime mit einer florierenden Schattenwirtschaft um kulturelle Hoheit und Hörergunst. Dieser Aushandlungsprozess machte Jazz als U-Musik zum erfolgreichen Angebot an die sowjetische Mittelklasse. Die zukünftige technische Elite wiederum machte Jazz als E-Musik unter dem Dach des Komsomol nicht durch ihre Musik, sondern durch die sozialen Praktiken seiner Inszenierung sowjetisch.
- Autor: Vulpius, Dr. Ricarda
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- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 06.04.2020
- Genre: Sonstiges
Die Geburt des Russländischen Imperiums
Diese Studie zeigt, dass von einem exklusiven ‚Sonderweg‘ des Zarenreiches beim Aufbau seines Imperiums keine Rede sein kann. Vielmehr offenbaren Diskurse und Praktiken der Zivilisierung, Akkulturierung und Assimilierung zahlreiche Parallelen zu Denkweisen und zum Verhalten anderer europäischer Kolonialreiche. Als russländische Spezifika werden der frühe Ursprung der russländischen Assimilationsidee herausgearbeitet und deren im 18. Jahrhundert erfolgte Koppelung an eine russländische Zivilisierungsabsicht. Es wird das große Ausmaß deutlich, in dem die Bemühungen um die ‚Zivilisierung‘ unterworfener Nicht-Russen im Osten und Süden bisherige Umgangsweisen des Zarenreiches im 18. Jahrhundert veränderten und erst jetzt zu einem nachhaltigen imperialen Bewusstsein innerhalb der russländischen Elite führten.

