Den Jazz sowjetisch machen
Kulturelle Leitbilder, Musikmarkt und Distinktion zwischen 1953 und 1970
Seit Beginn des Kalten Krieges galt der Jazz in der Sowjetunion tendenziell als politisch subversiv. Sein Erfolg unter Jugendlichen nach 1953 wird als Resultat des Reizes westlicher Kultur verstanden, der die Sowjetunion nichts entgegenzusetzen hatte. Die vorliegende Studie zeigt, dass dieser kulturelle Wandel vielmehr aus der Binnenlogik des sowjetischen Systems resultierte und die gesamte Gesellschaft einschloss. Auf dem sowjetischen Musikmarkt rang das Regime mit einer florierenden Schattenwirtschaft um kulturelle Hoheit und Hörergunst. Dieser Aushandlungsprozess machte Jazz als U-Musik zum erfolgreichen Angebot an die sowjetische Mittelklasse. Die zukünftige technische Elite wiederum machte Jazz als E-Musik unter dem Dach des Komsomol nicht durch ihre Musik, sondern durch die sozialen Praktiken seiner Inszenierung sowjetisch.
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| Veröffentlichung: | 12.11.2018 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 23,7 cm / B 16 cm / 981 g |
| Seiten | 532 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 75.00 |
| Preis AT | EUR 78.00 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Reihe | Beiträge zur Geschichte Osteuropas 0 |
| Reihe | Beiträge zur Geschichte Osteuropas 0 |
| ISBN-13 | 978-3-412-50115-0 |
Über den Autor
Dr. Jörg Baberowski ist Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität Berlin. Er hat zahlreiche Bücher zur Geschichte der Sowjetunion im 20. Jahrhundert und zum Stalinismus veröffentlicht.Diesen Artikel teilen
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