Epistemata – Würzburger wissenschaftliche Schriften

Versuch einer spekulativen Ästhetik

Chronologie aller Bände (1 - 2)

Die Reihenfolge beginnt mit dem eBook "Die Lücke in der Welt". Wer alle eBookz der Reihe nach lesen möchte, sollte mit diesem Band von Manuel Theophil beginnen. Die Reihe umfasst derzeit 2 Bände. Der neueste Band trägt den Titel "Versuch einer spekulativen Ästhetik".

  • Anzahl der Bewertungen für die gesamte Reihe: 0
  • Ø Bewertung der Reihe: 0

Diese Reihenfolge enthält 2 unterschiedliche Autoren.

Cover: Die Lücke in der Welt
  • Band: 591
  • Autor: Christian Reidenbach
  • Anzahl Bewertungen: 0
  • Ø Bewertung:
  • Medium: E-Book
  • Veröffentlicht: 20.01.2024
  • Genre: Sonstiges

Die Lücke in der Welt

Mit Blaise Pascals experimentellem Befund des Vakuums steht 1647 nicht nur die aristotelische Physik zur Debatte, er wird zugleich zum Argument gegen die Existenz Gottes und für die Eigendynamik der Materie. Bei ihrem Entdecker aber und bei seinen Zeitgenossen lösen diese Konsequenzen einen metaphysischen „horror vacui“ aus, der sich erst im Verlauf der nächsten 120 Jahre verlieren wird – eine Entwicklung, die die Studie anhand der Schriften Bernard de Fontenelles und Denis Diderots nachzeichnet. Am Beispiel der Leere entwirft sie so eine frühneuzeitliche Archäologie der nihilistischen Erfahrung und untersucht dabei, erstmals mit einem Fokus auf Frankreich, die Wechselwirkungen zwischen der wissenschaftlichen, philosophischen und literarischen Rede vom körperlosen Raum.

Cover: Versuch einer spekulativen Ästhetik
  • Band: 626
  • Autor: Theophil, Manuel
  • Anzahl Bewertungen: 0
  • Ø Bewertung:
  • Medium: Buch
  • Veröffentlicht: 30.11.2023
  • Genre: Sonstiges

Versuch einer spekulativen Ästhetik

Die Arbeit ist der Versuch im Rückgriff auf Karl Marx, Ernst Bloch
sowie strukturalistische Literaturtheorie eine Ästhetik zu formulieren,
welche die Reflexion in der Wirklichkeit verwurzelter Zukunftsgehalte
(konkreter Utopien) in literarischen Kunstwerken zu erfassen versteht.
Zentral für den ersten Teil der Studie ist die These, dass sich
Entstehung und Wirkung wirklichkeitsvermittelter Möglichkeiten mit
Theorieangeboten aus dem osteuropäischen Strukturalismus erklären
lassen (insbes. Jan Mukarovský, Jurij Lotman und Jurij Tynjanov). Spezifischer:
Mit dem strukturalistischen Theorem eines zweistufigen Zeichenprozesses
wird die Genese von (konkret) utopischem Vor-Schein
in literarischen Texten erklärt.
Der zweite Teil der Arbeit erprobt die entwickelte ästhetische Theorie,
wobei zunächst eine Krisendiagnose im Zentrum steht: Konkret
utopisches Denken sieht sich derzeit von gleich mehreren Seiten attackiert.
Den Ursachen hierfür wird mit einem marxistischen Ideologieverständnis
nachgegangen, das nicht bei bloßer Entlarvung falschen
Bewusstseins verharrt, sondern Ideologien in ihrer Ambivalenz
reflektiert. Dies impliziert, ihre immanente Widersprüchlichkeit für
ihre Aufhebung nutzen zu können. Nach einem recht ausführlichen
ideologietheoretischen Abriss (u. a. Marx, Lukács, Bloch, Adorno,
Marcuse, Haug) wird exakt dies anhand einer Romananalyse nachgewiesen:
Die konkrete Utopie rehabilitiert sich über künstlerische
Ideologiekritik.

Diesen Artikel teilen