Chronologie aller Bände (1 - 2)
Die Reihenfolge beginnt mit dem Buch "Bürgerkriege und Epheben". Wer alle Bücher der Reihe nach lesen möchte, sollte mit diesem Band von Hans-Joachim Gehrke beginnen. Der zweite Teil der Reihe "Warum alte Texte lesen? Lesen als Mitarbeit am Text" ist am 12.03.2025 erschienen. Die Reihe umfasst derzeit 2 Bände. Der neueste Band trägt den Titel "Warum alte Texte lesen? Lesen als Mitarbeit am Text".
- Anzahl der Bewertungen für die gesamte Reihe: 0
- Ø Bewertung der Reihe: 0
- Start der Reihe: 01.03.2024
- Neueste Folge: 12.03.2025
Diese Reihenfolge enthält 2 unterschiedliche Autoren.
- Autor: Gehrke, Hans-Joachim
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 01.03.2024
- Genre: Politik
Bürgerkriege und Epheben
- Band: 17
- Autor: Erler, Michael
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 12.03.2025
- Genre: Sonstiges
Warum alte Texte lesen? Lesen als Mitarbeit am Text
Jeder, der sich mit antiken Texten befasst, wird wohl schon einmal mit der Frage nach der Relevanz dieser Lektüre konfrontiert gewesen sein.
Die moderne Philologie hat sich darüber viele Gedanken gemacht. Hier soll daran erinnert werden, dass und wie dies schon in der Antike geschah. Anlass sind Zeugnisse neueren Datums aus dem Kontext der epikureischen Philosophie, in denen eine philologische Beschäftigung mit Texten mit dem Anspruch verbunden wird, neben dem Text selbst auch die Relevanz der Lektüre für die Rezipienten im Blick zu haben. Diese Haltung wird moderne Philologen irritieren. Man mag geneigt sein, sie als weitere Besonderheit der epikureischen Schule zu registrieren. Sieht man genauer hin, erweist sie sich jedoch als eine Facette der antiken Lesekultur, die man bis in die Kaiserzeit verfolgen kann und deren Merkmale ansatzweise schon bei Platon diskutiert werden. Diese ›aktive‹ Leseweise verdient auch deshalb Aufmerksamkeit, weil Strukturelemente antiker Texte offenbar an diese Lesehaltung appellieren und mit Blick auf sie Profil erhalten. Indem sie Verantwortung der Leser für Konstitution und Deutung von Texten voraussetzt und reflektiert, verleiht sie modernen Positionen (›Geburt des Lesers‹) historischen Hintergrund und kann zudem vielleicht einen antiken Beitrag zur modernen Nützlichkeitsdebatte leisten.

