Brecht und Klasse und Traum
Stärkende Träume brauchen Bodenhaftung
Bertolt Brecht mochte einen nahezu zwanghaft eindeutigen Klassenbegriff vertreten haben und hatte ein überaus zwiespältiges Verhältnis zum Traum: Einerseits vermag der Traum die Augen für gesellschaftliche Gegebenheiten zu öffnen
und dabei rätselhaft-revolutionäre Sprengkraft zu erzeugen, andererseits verweist Brecht in aller Deutlichkeit auf die realitäts-vernebelnde Wirkung eines Theaters als einer »Stätte der Träume«, als einer Stätte der bürgerlichen Verweigerung
von Einsicht und Veränderung. Die Verbindung der beiden Themen »Klasse« und »Traum« eröffnet zwei Spannungsverhältnisse gleichzeitig, einmal: das Verhältnis zwischen Klasse bei Brecht und der gegenwärtig
geführten Klassismus-kritischen Debatte und zum anderen: das Verhältnis zwischen konformistischem Verdrängen
von Realität durch das »Opium des Traumes« und einem bewusst – bewusstseinserweiternd? – in die bestehenden Realitäten eingreifenden Träumen.
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| Veröffentlichung: | 23.02.2023 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 20 cm / B 14 cm / - |
| Seiten | 224 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 27.00 |
| Preis AT | EUR 27.80 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Reihe | lfb texte 20 |
| ISBN-13 | 978-3-957-32556-3 |
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