Cover: Die Potsdamer Porträtmalerin Anna Bernhardi (1868-1944), eine frühe Sinologin
Hartmut Walravens
Die Potsdamer Porträtmalerin Anna Bernhardi (1868-1944), eine frühe Sinologin
- Tagebuch-Fragmente von ihrem Aufenthalt in Tianjin und ihrer Tätigkeit als Mädchenschullehrerin 1905-1912
ISBN: 978-3-755-73632-5
188 Seiten | € 19.99
Buch [Taschenbuch]
Erscheinungsdatum:
23.11.2021
Sonstiges
Hartmut Walravens

Die Potsdamer Porträtmalerin Anna Bernhardi (1868-1944), eine frühe Sinologin

Tagebuch-Fragmente von ihrem Aufenthalt in Tianjin und ihrer Tätigkeit als Mädchenschullehrerin 1905-1912


Zeitungsberichte über den Boxeraufstand machten die Porträtmalerin darauf aufmerksam, dass man nach China reisen und sogar in Berlin Chinesisch lernen könnte. Also erkämpfte sie sich den Zugang zum Seminar für Orientalische Sprachen (Frauen waren da nicht vorgesehen) und ging als Hauslehrerin des Seezollbeamten Gustav Detring (1842-1913) nach Tianjin; sie wechselte dann als Lehrerin zu den neugegründeten chinesischen Mädchenschulen. Eigentlich hatte sie gehofft, am Kaiserhof Porträtaufträge zu bekommen, was aber nicht gelang, und so wurde sie zur Vorkämpferin für eine Verbesserung der Mädchenbildung. Aber deutsches Interesse an diesem Thema war gering; man traute einer Frau kein tatkräftiges Engagement zu. Während ihres Aufenthalts in China (1905-1912) führte sie ein Tagebuch, von dem sich nur ein Fragment erhalten hat, und übersetzte das poetische Werk des Dichters Tao Yuanming (?365-427) ins Deutsche. Wieder in Deutschland, arbeitete sie acht Jahre für das Berliner Museum für Völkerkunde, publizierte und besuchte für einige Jahre Chile, wo ihr Bruder lebte. Das vorliegende Buch bringt neben einem Schriftenverzeichnis Anna Bernhardis Autobiographisches über ihre künstlerischen Kontakte, einige erhaltene Porträts, eigene Gedichte und kleine Beiträge, das China-Tagebuch und Briefe, so an den Kulturpolitiker Paul Rohrbach, den Ethnologen Robert Lehmann-Nitsche (1872-1938), den Altorientalisten H. H. Figulla (1885-1969) sowie von dem Tibetologen Albert Grünwedel (1856-1935) und dem Germanisten Fr. von Suhtscheck (1883-1944). Mit Register.

Unterstütze den lokalen Buchhandel

Nutze die PLZ-Suche um einen Buchhändler in Deiner Nähe zu finden.

Postleitzahl
Veröffentlichung: 23.11.2021
Höhe/Breite/Gewicht H 29,7 cm / B 21 cm / 563 g
Seiten 188
Art des Mediums Buch [Taschenbuch]
Preis DE EUR 19.99
Preis AT EUR 20.60
Auflage 1. Auflage
ISBN-13 978-3-755-73632-5
ISBN-10 3755736322
EAN/ISBN

Über die Autorin

Hartmut Walravens ist Ltd. Bibliotheksdirektor (i. R.) und Privatdozent (i.R.). Er publiziert zur Geschichte der Orientalistik sowie zur Kulturgeschichte Ost- und Zentralasiens.

Diesen Artikel teilen

0 Kommentar zu diesem Buch

.... weitere Publikationen von BoD – Books on Demand

" ... denn sonst, so würd' ich rechtlos ..."
3.7
"...der Vorhang ist zerrissen."
"Bella Vista"
"Das Buch" 2024
"Das ist für alle sehr weit weg und nur noch Geschichte."
"Dazu kann ich dir nichts sagen!"
"Der Gesang deiner Seele"
"Erzähl' uns was von Deutschland!"
"Falsches Hirn" und "etwas Fett"
5.0
"Fellengel" Geschenke des Himmels
5.0
"Geld, Macht und Blockchain"
"Gott ist größer als unser Herz"
"Halt bloß die Klappe!"
4.2
"Hier stehe ich..." Über Martin Luther
"Hilfe, mein Kind ist schon wieder krank"
"Ich, die KI."