Herders Staatsreflexion in Weimar (1776–1803)
Formen, Konzepte, Praktiken
Ausgezeichnet mit dem Herderförderpreis 2026 durch den Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Weimar, die Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Weimar, die Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein und das Sophien- und Hufeland Klinikum Weimar.
Die vorliegende Studie widmet sich Johann Gottfried Herders Staatsreflexion in seiner Weimarer Zeit (1776–1803) und erschließt diese erstmals in ihren interdisziplinären, formalästhetischen sowie kultur- und sozialhistorischen Dimensionen des Denkens und Handelns.
Ausgehend von der These, dass Herders Umgang mit staatlichen Problemkomplexen durch seine Rollenprofile als Gelehrter, Pädagoge, Theologe, Amtmann und Reformer geprägt ist, analysiert die Arbeit den Untersuchungsgegenstand, indem sie die verschiedenen Wissenshorizonte und literarischen Gattungstraditionen in einer textnahen Analyse berücksichtigt. Herders Staatsreflexion, die sich mit amtlichen Praktiken, gesellschaftlichen Umbrüchen, staatsphilosophischen Theoremen und politischer Ästhetik auseinandersetzt, wird wesentlich durch das Verhältnis von Text und Kontext bestimmt. Sie veranschaulicht somit ein werkübergreifendes Spannungsverhältnis, das durch disparate Wissens-, Darstellungs- und Entstehungskontexte bedingt ist. Dieser Umstand verweist darauf, dass Herders spätaufklärerisches Staatsdenken und -handeln primär als proteischer und situativer Aushandlungsprozess und weniger als systematische Theoriefindung verständlich wird.
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| Veröffentlichung: | 31.12.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 23 cm / B 15,5 cm / - |
| Seiten | 854 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 149.95 |
| Preis AT | EUR 149.95 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Reihe | Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte 109 |
| ISBN-13 | 978-3-112-24620-7 |
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