Humanismen und Antihumanismen
Kritische Studien zur Gegenwartsphilosophie
Zwei korrespondierende Bewegungen zeichnen sich im kritischen Antihumanismus der Gegenwartsphilosophie ab: Die Hinwendung zur ProduktivitĂ€t der Materie und damit zu einer Reontologisierung des Diskurses sowie ein manifester Relationalismus, der von einer egalitĂ€ren Vernetzung zwischen menschlichen und nichtmenschlichen EntitĂ€ten ausgeht und tendenziell eine AgentialitĂ€t des Nonhumanen behauptet. Im Gegensatz zu den philosophischen EntwĂŒrfen der 1970er bis 1990er Jahre scheint jedoch eine durchgehende Perspektive wie auch ein konsistenter Begriff des Gesellschaftlichen zu fehlen, sodass man â parallel zu seiner technischen Destruktion durch digitale Medien â von einem Verschwinden des Sozialen ĂŒberhaupt sprechen muss. Die gegenwĂ€rtige politische Krise ist diesem Verschwinden geschuldet.
Die verschiedenen Texte dieses Bandes zu Jean-Luc Nancy, Bruno Latour, Gilbert Simondon und dem New Materialism eint eine Analyse dieser Krisensituation, indem sie als Gegenkonzept den antiken Begriff der konĆnia als eine Beziehungsform ins Spiel bringt, die die EthizitĂ€t des Gemeinschaftlichen allererst begrĂŒndet, ohne auf formale Modelle wie Mitsein, Partizipation oder Relation zurĂŒckzugreifen. Vehement tritt das Buch so fĂŒr die Unverzichtbarkeit einer gleicherÂmaĂen humanen wie sozialen Dimension des Denkens ein.
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| Veröffentlichung: | 08.03.2024 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 21 cm / B 13,5 cm / 488 g |
| Seiten | 376 |
| Art des Mediums | Buch [Taschenbuch] |
| Preis DE | EUR 35.00 |
| Preis AT | EUR 36.00 |
| Reihe | TransPositionen |
| ISBN-13 | 978-3-035-80620-5 |
| ISBN-10 | 3035806209 |
