Verwirrte Hände: Die neurologische Blockade des Gerstmann-Syndroms
Läsionen, Agnosie, und der unerklärliche Zusammenbruch von Mathematik und Motorik im Parietallappen
Wenn ein Schlaganfall den Gyrus angularis im linken Scheitellappen des Gehirns zerstört, tritt eine der bizarrsten Symptomkombinationen der gesamten klinischen Neurologie auf: Das Gerstmann-Syndrom. Die Patienten verlieren nicht ihre Sprache oder ihr Gedächtnis, sondern erleiden einen hochspezifischen, isolierten kognitiven Kollaps.
Sie können plötzlich nicht mehr schreiben (Agraphie), keine simplen Rechenaufgaben mehr lösen (Akalkulie), rechts und links nicht mehr unterscheiden und – am faszinierendsten – sie leiden an Fingeragnosie. Sie sind physisch unfähig, ihre eigenen Finger zu benennen, zu unterscheiden oder gezielt zu bewegen, wenn der Arzt sie berührt. Dieses Fachbuch dekonstruiert die tiefen neurologischen Verbindungen zwischen unserer körperlichen Motorik und unserem Verständnis für Zahlen.
Wir analysieren die evolutionäre Theorie, dass unser Gehirn abstrakte Mathematik historisch auf der Basis des Fingerzählens aufgebaut hat. Wird die "Karte" der Finger im Gehirn gelöscht, bricht unweigerlich auch die Fähigkeit zur Arithmetik zusammen.
Entschlüsseln Sie die seltsamste Brücke des Gehirns. Ein faszinierender medizinischer Blick darauf, warum das Rechnen untrennbar mit unseren Händen verdrahtet ist.
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| Veröffentlichung: | 03.04.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 29,7 cm / B 21 cm / 440 g |
| Seiten | 140 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 29.99 |
| Preis AT | EUR 29.99 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-565-38222-4 |
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