Über vier Leben
Roman. »Ein beeindruckendes Debüt. Tröstlich und schön.« – Leipziger Volkszeitung
»Ein feinfühliger Roman über vier Frauen und die Frage, was uns prägt« WOMAN
»Etwas ist falsch. Bloß habe ich keine Ahnung, was.«
Auf der Suche nach dem Ursprung ihres diffusen Gefühls, nirgends dazuzugehören, blickt Mirabell in ihre Familiengeschichte. Doch statt Antworten findet sie nur ein Geflecht aus Leerstellen und Halbwahrheiten, weitergegeben wie in einem endlosen Stille-Post-Spiel: Eine Urgroßmutter, die verschwand. Eine Großmutter, die nicht mehr leben wollte. Eine Mutter, die schweigt. Wie nähert man sich einer so lückenhaften Vergangenheit an? Je mehr Brüche Mirabell aufspürt, umso deutlicher ahnt sie, dass das Ungesagte bis heute fortwirkt - und dass sie ihre eigene Geschichte selbst schreiben muss.
Ein kluger, lange nachhallender Roman über vier Frauen, deren Leben über Jahrzehnte miteinander verwoben sind - und über die Frage, ob wir Wahrheit wirklich erinnern oder vielleicht erfinden müssen, um leben zu können.
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| Veröffentlichung: | 14.07.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 21,5 cm / B 13,5 cm / - |
| Seiten | 352 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 24.00 |
| Preis AT | EUR 24.70 |
| Auflage | 2. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-847-90243-0 |
| ISBN-10 | 3847902431 |
Über die Autorin
Pauline Hatscher, geboren 1998, studierte Kulturwissenschaften und Bildungswissenschaft in Lüneburg und Leipzig und promoviert dort in der qualitativen Sozialforschung. 2022 war sie Finalistin beim 30. Open Mike – Wettbewerb für junge Literatur. Zuletzt erschien ihr Text MARIECHEN in der Literaturzeitschrift Krachkultur. ÜBER VIER LEBEN ist ihr Romandebüt.Diesen Artikel teilen
1 Kommentar zu diesem Buch
Wie wir werden, was wir sind
"Doch wäre traurig zu werden eine Entscheidung, hätte ich mich längst schon dagegen entschieden.” S.305Ich finde das Cover richtig schön. Es sieht wie ein echtes Gemälde aus. Toll finde ich, wie der Titel sich in das Cover einfügt. Sehr gelungen.
Beim ersten Kapitel hatte ich ein wenig Schwierigkeiten und schon Bedenken, dass ich mit den ganzen Namen und Generationen nicht klar komme. Aber ab dem zweiten Kapitel, also nach wenigen Seiten, war es dann viel einfacher und die Geschichte konnte mich komplett fesseln. Ich habe mir am Anfang sogar einen Stammbaum der Familie angelegt, den ich dann aber gar nicht mehr benötigte.
Das Themen “Wie wir werden, was wir sind” und der vererbte Schmerz sind in dieser Geschichte sehr intensiv und eindrücklich abgebildet. Alle Geschichten empfand ich als so unglaublich traurig und hatte mit allen vier Frauen sehr viel Mitleid. Die Schmerzen und das Leid der Frauen konnte ich gut nachvollziehen. Die meiste Zeit hatte ich beim Lesen einen dicken Kloß im Hals und habe an mehreren Stellen Rotz und Wasser geweint.
Ich habe unweigerlich über meine eigene Familie nachgedacht und hätte große Lust, jetzt selbst auf Recherchereise zu gehen.
Das Buch ist nicht zuletzt ein eindrucksvolles Portrait des Rollenbild der Frau in den letzten 100 Jahren.
Aber es ist definitiv keine leichte Kost. Es geht um Vergewaltigung, Kindesentzug, Misshandlung auch von Kindern, Depressionen, Suizid und toxische Beziehungen.
Ich weiß nicht, wann mich ein Buch das letzte Mal so berührt hat und ich werde die Autorin definitiv im Auge behalten.
Absolute Leseempfehlung für alle, die bewegende Familiengeschichten auf verschiedene Zeitebenen mögen.
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