
Tibetischer Pfirsichstrudel
«Wenn sich der Tibetische Pfirsichstrudel nicht so liest wie übliche Memoiren, dann liegt es sicher daran, dass ich nicht das hinter mir habe, was die meisten Leute unter einem normalen Leben verstehen würden. (Mein Verleger behauptet, manches von diesem Zeug sei so verrückt, dass nicht einmal ich es mir hätte ausdenken können.

Im Rückspiegel
Ein Leben, das kurz vor dem Weltkrieg beginnt und ein kleines Stück über den Rand des Jahrhunderts hinausreicht, ist voller Ereignisse – allein schon bedingt durch den dramatischen Verlauf der Geschichte. Davon ist hier nicht die Rede, zumindest nicht im Vordergrund.

Wie herrlich, Schweizer zu sein
Jean Ziegler ist ein Mensch, der sich nicht mit den Dingen abfinden will, die er für falsch erachtet. Ein Unbequemer, der in seinem leidenschaftlichem Engagement für die gerechte Sache nicht davor zurückschreckt, sich einflußreiche Feinde zu machen.

»Weil ich nun mal ein Gerechtigkeitsfanatiker bin«
Man habe »das moralische Recht«, dieses Volk »umzubringen«, sagte Heinrich Himmler im Oktober 1943 über den millionenfachen Mord an den Juden. »Wir haben aber nicht das Recht«, fuhr er fort, »uns auch nur mit einem Pelz, einer Uhr, mit einer Mark oder mit einer Zigarette oder sonst etwas zu bereichern.

Charlotte Salomon
Charlotte Salomon – 1917 in Berlin geboren, 1939 nach Südfrankreich emigriert, 1943 in Auschwitz ermordet – hat ein außergewöhnliches Werk hinterlassen: Leben? oder Theater?.In Bildern und Texten von zeitloser, eigenwilliger Kraft setzt Charlotte Salomon die Lebensgeschichte einer jungen Frau im Berlin der zwanziger und dreißiger Jahre in Szene, die nach der Pogromnacht ins Exil geht.

Mein Weltrennen
Obwohl sie zuvor nie viel Rad gefahren war, schaffte es Juliana Buhring 2012 als erste Frau, in Rekordzeit mit ihrem Rennrad die Welt zu umrunden. Nach nur acht Monaten Vorbereitungszeit und ohne Sponsoren startete sie im Dezember 2012 in Neapel. Völlig auf sich allein gestellt legte sie im Schnitt 200 Kilometer pro Tag zurück und durchquerte insgesamt 19 Länder und vier Kontinente.

Dem Leben Antwort geben
Der Klassiker »Was nicht in meinen Büchern steht« in neuer Ausgabe: Frankls Bericht von Auschwitz hat Millionen Leser bewegt. Aber wie verlief sein Leben davor und danach? Wer ist der Mensch hinter den Büchern? In seiner Autobiografie erzählt der weltberühmte Psychologe von den Erfahrungen, die ihn zum Vordenker der Resilienzforschung und Begründer der sinnzentrierten Psychotherapie machten: sein jüdisches Elternhaus, die frühen Kontakte zu Sigmund Freud und Alfred Adler, seine Arbeit mit selbstmordgefährdeten Jugendlichen, sein Widerstand gegen die Euthanasie der Nazis, politische Verfolgung, Deportation und die Rückkehr nach Wien, wo er fast sein ganzes Leben verbrachte.

Als sei nichts
Ich bin elf Jahre alt, als mir meine Mutter die Nachricht überbringt: „Der Papa ist tot.“ Er hatte sich vor einen Zug geworfen.Es beginnen zwanzig Jahre außerordentlicher Belastungen, der Suche nach Liebe und Anerkennung sowie der Stigmatisierung, Tabuisierung und eigenen Verdrängung.

Von einem, der stets die Gelegenheit ergriff
In Polen geboren, erlebt Günther Wittrin als Zehnjähriger mit Begeisterung den Einzug des „Führers“ in Danzig. Als Hitlerjunge wächst er im Großdeutschen Reich heran, als Kindersoldat entkommt er nur knapp dem Kessel, zu dem seine Heimat geworden ist.

Die rote Olivetti
Helge Timmerberg war nie ein Pauschaltourist: Schon früh bereiste er Länder, von denen andere nur träumen, traf Menschen, denen andere nie begegnen. Und er schrieb darüber: packende Reportagen und Bücher, farbig, voller Humor und ohne Tabus. In seiner Autobiografie schildert er nun seine Anfänge als Journalist in Bielefeld und die Jahre danach, in denen er für »Playboy« und »stern« schrieb, und berichtet ungeschminkt von den Exzessen seiner goldenen Jahre in Havanna.

Madame Nina weiß alles
Männer sind naiv, dafür sind sie ehrlicher als Frauen, und jene, die es am wildesten treiben, sterben früh, als hätten sie es die ganze Zeit gewusst. Das sind drei der wichtigsten Lebenserkenntnisse von Madame Nina, der letzten richtigen Puffmutter Europas.

Coming Out
›Coming Out‹ ist nicht nur ein persönliches, sondern auch ein sehr politisches Buch. In die Schilderung des allmählichen Gewahrwerdens und Lebens der Homosexualität eingelassen sind Motive, die weit über das Persönliche hinausgehen und dem Werk dokumentarischen Charakter verleihen: genaue Beobachtungen der amerikanischen Gesellschaft während der 50er Jahre mit ihren von Engstirnigkeit und Bigotterie geprägten Schattenseiten des American Dream, dann endlich der rebellischen 60er und der selbstfinderischen 70er.

Südtirol zum Schmunzeln
Dieses Buch enthält eine bunte Mischung ganz unterschiedlicher historisch-heimatlicher Texte und Geschichten aus Südtirol von gestern und vorgestern, die mehr oder weniger zum Schmunzeln anregen. Der Verfasser hat sie im Lauf der Jahre da und dort gefunden – in amtlichen Akten und Protokollen, in Zeitungen, Büchern und Kalendern.

Meßmer
Trilogie der Selbst- und Welterkundung – Martin Walsers Meßmer-Bände erstmals vereint.Alter-Ego, Seelenverwandter, Widerpart – zwischen Meßmer und Martin Walser, heißt es, herrscht eine ähnliche Vertrautheit wie zwischen Keuner und Bertolt Brecht.

Assata
Assata Shakur, Mitglied der Black Panther Party und Mitbegründerin der Black Liberation Army, erzählt in ihrer Autobiografie mit kraftvoller, authentischer Stimme vom tief verwurzelten Rassismus in den USA und vom Aufb ruch der militanten schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den 1960er- und 1970er-Jahren.

Meine Gedichte
In seiner erfrischenden und immer aufs neue überraschenden Präsenz ist der Fluß dieser Gedichte zu einer der wenigen zuverlässig durchgängigen Determinanten der deutschsprachigen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg geworden.

Das Labyrinth der Einsamkeit
Octavio Paz' berühmter Essay Das Labyrinth der Einsamkeit, bereits 1950 erschienen, »ist das immer noch wichtigste Werk zum Verständnis Mexikos, ›dieses kastilischen Volkes mit aztekischen Streifen‹. Für Paz sind die Mexikaner sowohl Spanier wie auch Indianer, wenn sie auch weder von den einen noch von den anderen abstammen wollen.

Wie eine Lilie
Guigui erzählt aus der Sicht von Anna, die zunächst 1935 als Grundschülerin die Rückkehr des Saarlandes ins Deutsche Reich miterlebt. Prägend sind für sie vor allem die folgenden Kriegsjahre. In den Häusern »einquartierte« Soldaten heben Gräben für den Westwall aus, Menschen fliehen nach Osten und Anna erlebt, wie das Regime Schicksale bestimmt.

Glück gehabt
»Ein zielstrebiges Leben habe ich nie geführt«, schreibt Michael Naumann über sich selbst. Was ihn antrieb, war eine unstillbare Neugier auf die Welt. Als Kind erlebte er in seiner Geburtsstadt Köthen den Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs, sein Vater fiel bei Stalingrad.

Die Republik Nizon
SCHRIFTSTELLER IN DER RIEGE VON FRISCH, BACHMANN, BERNHARD, HANDKEAls einer der großen europäischen Autoren der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur lebt Paul Nizon heute zurückgezogen in Paris. Canetti war sein Trauzeuge, Siegfried Unseld sein Verleger, Frisch und Dürrenmatt seine Freunde, Bachmann, Grass, Handke und Bernhard Autorenkollegen auf Augenhöhe.

Schluss mit der Fremdbestimmung
Die sehr persönlichen Erzählungen der Autorin fügen sich zu einem Familienporträt voller frischer Naivität, beginnendem Verstehen und Lebensmut zusammen. Sie berichtet von Ihrer Kindheit in der Mark Brandenburg, dem Leben in einer Pfarrei, dem Entstehen der DDR und davon, wie sich Freude, Hoffnung und Enttäuschung in der DDR anfühlen.

Überleben nicht erwünscht
Karin Bulland wächst in der DDR auf, vom Sozialismus überzeugt. Sie wird eine starke Frau, die zahlreichen Menschen helfen kann. Sie riskiert viel für andere, wird aber schließlich kaltgestellt und mit dem Tod bedroht: Als Gesunde kommt sie in die Zwangspsychiatrie.

Nanni
Eine berührende Liebesgeschichte zweier Menschen, von denen einer eine unheilbare Krankheit in sich trägt. Die Liebe stellt sich über die tödliche Bedrohung und schweißt die beiden Liebenden zusammen. Ein subtiler bis urwüchsiger Humor erweist sich als hilfreich dabei.

Mit ausgebreiteten Flügeln
Im zweiten Band seiner Erinnerungen beschreibt der spätere Landpfarrer farbig und voller untergründigem Humor sein Theologiestudium in Erlangen und Heidelberg. Deutlich wird, wie Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts auf Kathedern und Kanzeln die Verstrickung der Universität und der Theologie in den Rassenwahn der Nazis noch immer geleugnet, verharmlost oder ignoriert wurde.