Wie es war
Erinnerungen an Samuel Beckett
"Einer von Samuel Becketts Malerfreunden ist Avigdor Arikha. Arikha heiratete Anne Atik, eine amerikanische Dichterin. Dem Paar wurden zwei Töchter geboren, Beckett war Patenonkel Albas, der Àlteren. Bis zu seinem Tod ging er bei dieser Familie ein und aus. Immer wieder zeichnete Arikha die charismatische Figur seines Freundes: allein, im GesprÀch, beim Schachspiel mit Tochter Noga. Briefe wurden gewechselt. 1959 hatte Anne Atik Beckett kennengelernt. 1970, elf Jahre spÀter, begann sie, sich nach solchen Treffen Notizen zu machen; GedÀchtnis und Aufzeichnungen speisen ihren Erinnerungsband.
Beim Trinken und Essen, am Klavier, vor GemĂ€lden, in vielen GesprĂ€chen ĂŒber Musik, Malerei wird die sympathische Gestalt des hoch gebildeten, aufmerksamen und freundschaftlich zugewandten, doch immer um die Konzentration aufs eigene Werk ringenden Ă€lteren Beckett lebendig. Anne Atik zeigt ihn als Freund der Familie, der ganz »in der Kunst lebte«.
AnlĂ€Ălich des 100. Geburtstags des Autors wird dieser schön gestaltete Band als Sonderausgabe erscheinen. AuĂer den genannten PortrĂ€tzeichnungen und Fotos enthĂ€lt er zahlreiche Faksimiles von Briefen und Postkarten Becketts an das befreundete Paar sowie von einigen ManuskriptblĂ€ttern."
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| Original Titel | How it was - A Memoir of Samuel Beckett |
| Veröffentlichung: | 13.03.2006 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 24 cm / B 15,5 cm / 412 g |
| Seiten | 173 |
| Art des Mediums | Buch [Taschenbuch] |
| Preis DE | EUR 6.95 |
| Preis AT | EUR 7.20 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-518-41773-7 |
| ISBN-10 | 3518417738 |
Ăber die Autorin
Der Schriftsteller, Ăbersetzer und Pianist Wolfgang Held wurde am 15. August 1933 in Freiburg im Breisgau geboren. Er promovierte 1961 mit einer Arbeit ĂŒber Georg Trakl. Von 1961-73 arbeitete er als Lektor fĂŒr den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) an den UniversitĂ€ten Madras (Chennai), Ljubljana und Edinburgh. Danach wurde er Senior Lecturer an der Greenwich University (frĂŒher Thames Polytechnic) in London, wo er ab 1973 lebte.
Sein literarisches Werk besteht aus Romanen, Essays sowie Prosa- und GedichtĂŒbersetzungen. Seine Romane umspannen die Karriere als Schriftsteller von 1965 (Die im Glashaus) bis 2014 (Schattenfabel). Es erschienen auĂerdem Die schöne GĂ€rtnerin (1979), Ein Brief des jĂŒngeren Plinius, Rabenkind (1985), Geschichte der abgeschnittenen Hand (1994) und Traum vom Hungerturm (2007). Helds Werk erfuhr Anerkennung unter anderem durch Einladungen zu literarischen Veranstaltungen (Treffen der Gruppe 47 1965, Wettbewerb zum Ingeborg-Bachmann-Preis 1983) und die Verleihung des Literaturpreises des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie (1983).
Durch seine Ăbersetzungen fĂŒr Suhrkamp brachte Held SchlĂŒsselfiguren der englischen und irischen Literatur einer breiteren deutschen Ăffentlichkeit nĂ€her. Zu den ĂŒbersetzten Werken gehören eine Biographie zu und Schriften von Samuel Beckett, eine Biographie zu Bernard Shaw, eine Biographie und Briefe von T.S. Eliot und Gedichte von Emily Bronte, John Donne, John Keats, Robert Graves, Edgar Allan Poe.
Seine Bewunderung fĂŒr E. T. A. Hoffmann inspirierte sein einziges TheaterstĂŒck Hoffmanns Verbrennung, fĂŒr das er 1994 den Berganzapreis erhielt. Das StĂŒck wurde 2015 mit BĂŒhnenbildern aus seinem auf Hoffmanns Werk basierenden Collagenzyklus in Bamberg uraufgefĂŒhrt. Text und Collagen wurden 2015 bzw. 2013 veröffentlicht. Helds Liebe zur Musik und Kunst war fĂŒr seine Arbeit von zentraler Bedeutung. Als Pianist gab er Konzerte in Madras (Chennai), Bamberg und privat in London. Er schrieb eine Reihe von Sendungen fĂŒr SWF und NDR, die er mit eigenen Einspielungen von Lieblingskomponisten wie Bach, Schubert und Schumann illustrierte.
Held verstarb am 11. Dezember 2016 in London.
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