Spannender 13. Fall mit Charme und Humor
Spätestens nach dem letzten Fall für den Dorfpolizisten Franz Eberhofer dachte ich, das sei der endgültig letzte gewesen. Aber anscheinend haben die Fans der Autorin keine Ruhe gelassen und nun ist er da, der 13. Fall.
Und der hat es in sich, denn er führt den Franz bis nach Südtirol.
Richter Moratschek beauftragt den Franz ganz energisch, Ermittlungen aufzunehmen. Letitia, die Patentochter des Richters, ist in Südtirol in den Bergen abgestürzt und tödlich verunglückt.
Doch der Richter glaubt nicht an einen tragischen Unglücksfall, sondern denkt, dass da jemand nachgeholfen hat. Die Letitia war frisch verheiratet, mit ihrem Ehemann auf Hochzeitsreise und soll in den Dolomiten vom Berg gestürzt sein. Dabei war sie eigentlich eher unsportlich und wandern gehörte auch nicht unbedingt zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Deshalb soll es vermutlich der Ehemann gewesen sein, der sie nur wegen ihres Erbes geheiratet haben soll. Der Eberhofer soll das bitte schön mal ermitteln und beweisen.
Also muss der Franz zuerst mal an den Ort des Geschehens, nach Italien reisen. Das passt ihm eigentlich gerade gar nicht, denn seine Susi ist ja jetzt die frischgebackene Bürgermeisterin von Niederkaltenkirchen und der Franz soll sich nach Susis Meinung mal um den Haushalt und Sohnemann Paul kümmern. Aber der Franz setzt sich durch und holt natürlich wie immer den Rudi Birkenberger zu den Ermittlungen dazu. Während der Franz in den Dolomiten ermittelt, soll der Rudi sich undercover auf dem Campingplatz umschauen, den der Ehemann von Letitia betreibt.
Ich habe mich gefreut, dass Rita Falk sich noch mal hat erweichen lassen und einen weiteren Eberhofer-Krimi geschrieben hat.
Denn dieser Fall ist richtig spannend.
Der Franz ist ja eigentlich ein guter Ermittler und er findet in Italien bald einen Hinweis, dass die Letitia nicht einfach so verunglückt sein kann. Die örtliche Polizei hatte das übersehen, aber dem Franz entgeht ja bekanntlich nichts, auch wenn er nicht begeistert war, auf den Berg steigen zu müssen. Und dann ist da auch noch die nette Wirtin, die den Franz in Versuchung führt.
Der Franz ermittelt also unbeirrt weiter, sehr zum Leidwesen seiner Susi. Der Birkenberger geht ihm zwischenzeitlich mächtig auf die Nerven, denn er fühlt sich mal wieder vom Franz vernachlässigt und ermittelt auf dem Campingplatz längst nicht so clever, wie er sollte und seine Tarnung fliegt auf.
Wie auch seine Vorgänger lebt auch dieser Fall von den bekannten, schon lieb gewonnen Figuren, die sich hier toll weiterentwickeln. Die Oma Eberhofer wird langsam zu alt, um sich um Haus und Küche zu kümmern, deshalb kocht die Schwiegertochter Panida häufig thailändisch oder Vater Eberhofer bringt was auf den Tisch, wenn er sich gerade mal nicht mit seinen Cannabis-Pflanzen beschäftigt, die er ja jetzt legal anbauen darf.
Die Tochter von Panida ist jetzt ein Teenager und wohnt im Saustall, in dem der Franz so viele schöne Jahre verbracht hat, an die er häufig wehmütig zurückdenkt. Besonders dann, wenn seine Susi mal wieder nervt. Die ist jetzt kaum noch zu Hause, weil sie als Bürgermeisterin alle Hände voll zu tun hat, von einem Termin zum nächsten hetzt und immer mehr Aufgaben an den Franz delegiert.
Da kommt es häufig zu Diskussionen und Wortgefechten, die auch oft sehr witzig anmuten.
Sohn Paul hat sich prächtig entwickelt. Er ist inzwischen 10 Jahre alt, ein cleveres Kerlchen und kümmert sich rührend um die Oma Eberhofer.
Der Kriminalfall ist diesmal wirklich interessant und undurchsichtig. Da haben Franz und Rudi vieles zu ermitteln und zu überprüfen. Das führt sogar so weit, dass der Franz mit dem Paul einen Vater-Sohn-Ausflug auf den Campingplatz macht, wo der Paul einen neuen Freund findet und auch kräftig mitermittelt. Das waren auch schöne Szenen, die mir gut gefallen haben.
Das „Apfelstrudel-Alibi“ hat mich wieder einmal gut unterhalten. Es war schön nach Niederkaltenkirchen und zur chaotischen Familie Eberhofer zurückzukehren und alle wieder in Aktion zu erleben. Viel Humor und ein gut durchdachter, spannender Kriminalfall haben auch diesen 13. Fall für den Eberhofer zu kurzweiliger Unterhaltung gemacht!
Fanti2412
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Kommentare
Apfelstrudel-Alibi
Jetzt schlägt's 13!Als ob der Eberhofer Franz nicht schon Ärger genug hätt: Nein, jetzt muss die Susi-Maus sich auch noch als frischgebackene Bürgermeisterin wichtigmachen. Dabei hat er ganz andere Sorgen, als seiner vielbeschäftigten Frau alles hinterherzutragen. Noch dazu, wo er nämlich einen Mordfall hat, einen waschechten.
Zumindest glaubt das der Richter Moratschek, dessen geliebte Patentochter Letitia bestimmt nicht von ganz allein in Südtirol vom Berg gestürzt ist.
»Kein Bier, kein Leberkäs und zweimal die Woche dreißig Kilometer weit laufen … Dass ich nicht lach! Eher kraxelt ein Pinguin auf die Zugspitz. Und jetzt bewegen Sie Ihren dienstlichen Arsch gefälligst nach Landshut rein, verstanden? Sie haben einen neuen Fall, Eberhofer!«
Dem Eberhofer kommt das auch ganz spanisch vor – oder eher italienisch! Und so kraxelt er schon bald auf den Spuren des vermeintlichen Mordopfers in den Dolomiten herum. Und der Rudi, der muss derweil beim Hauptverdächtigen auf dem Campingplatz ermitteln – inkognito versteht sich. Na, sauber!
Der 13. Fall soll Unglück bringen? So ein Schmarrn! Oder?
»Der Tod kommt hier hinterfotzig, heimtückisch und heimatnah. Beschönigt wird nichts. Zünftig ist im Bayernkrimi sogar das Personal.« Welt am Sonntag
»Falk ist Kult, und die Verfilmungen sind es auch, weit über die Weißwurstlinie hinaus.« Wolfram Knorr, Die Weltwoche
Alle Bände der ›Eberhofer-Reihe‹:
Band 1: Winterkartoffelknödel
Band 2: Dampfnudelblues
Band 3: Schweinskopf al dente
Band 4: Grießnockerlaffäre
Band 5: Sauerkrautkoma
Band 6: Zwetschgendatschikomplott
Band 7: Leberkäsjunkie
Band 8: Weißwurstconnection
Band 9: Kaiserschmarrndrama
Band 10: Guglhupfgeschwader
Band 11: Rehragout-Rendezvous
Band 12: Steckerlfischfiasko
Band 13: Apfelstrudel-Alibi
Franz Eberhofer
Dieses Buch gehört zu der Reihe
»Franz Eberhofer« und umfasst derzeit etwa 19 Bände.