Meine kleine Welt!

Meine kleine Welt

Wunderschöner, warmherziger Roman über eine Frau am Beginn der Rentenzeit

06.10.2026 – 16:50 Uhr
Cover: Es ist nie zu spät

Protagonistin Gabriele geht in Rente. Jetzt ist der Tag, auf den sie wie viele andere lange gewartet hat, da und sie hat die Freiheit, zu tun und zu lassen, was sie möchte. Für alles ist jetzt Zeit da.
Doch plötzlich merkt sie, wie alleine sie ist und alleine macht vieles eben auch keine Freude. Sie hat einen Sohn, der studiert und beschäftigt ist. Um seine Mutter kümmert er sich kaum und meldet sich eigentlich nur, wenn er etwas will.
Durch einen Zufall trifft Gabriele auf drei lebensfrohe Frauen und freundet sich mit ihnen an. Durch die drei lernt sie dann auch Wolf kennen, der sie von Anfang an interessiert und fasziniert. Wolf eröffnet ihr noch einmal ganz andere Perspektiven.

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, denn so wie die Protagonistin Gabriele geht es mir in rund zwei Jahren auch. Dann ist endlich die Rente da.
Das Thema hat mir insgesamt gut gefallen, denn es ist schön, auch mal eine Geschichte mit einer älteren Protagonistin zu lesen und nicht immer nur die jungen und schönen, die gerade frisch verliebt sind.

Interessiert habe ich verfolgt, welche Unternehmungen Gabriele anfängt, um sich zu beschäftigen. Bei einer Lesung lernt sie zufällig die drei Frauen kennen, mit denen sie sich schnell anfreundet, da diese sehr lebenslustig und aufgeschlossen sind. Durch die drei Frauen landet sie bei einem wöchentlichen Yoga-Kurs, wo sie Wolf kennenlernt.
Wolf interessiert sie, er gibt sich auch sehr sympathisch, doch niemand weiß so richtig etwas über ihn. Später stellt sich heraus, dass er sich um Jugendliche kümmert und mit ihnen z. B. auch Suvival-Ausflüge in den Schwarzwald unternimmt. Gabriele begleitet einen dieser Ausflüge, da neben Wolf auch noch eine weibliche Begleitung anwesend sein muss.
Dabei lernt sie Jugendliche kennen, die Gabriele schnell vertrauen und sie als „mütterliche“ Freundin akzeptieren.
Durch diese Begegnungen ändert sich Gabrieles Leben schlagartig, denn sie hat plötzlich andere Sichtweisen und geht auch auf eine andere Art auf ihren Sohn zu. Auch der Sohn ändert dann plötzlich nach verschiedenen Ereignissen den Blick auf seine Mutter.

Gewohnt lebensnah und sehr leicht und humorvoll erzählt die Autorin diese Geschichte über den Beginn eines neuen Lebensabschnitts.
Es war wirklich schön zu erleben, wie Gabriele ihr Leben neu gestaltet und auch die jungen Leute ihr viel geben können.
Sie hilft ihnen und ist für sie da und im Gegenzug helfen die Jugendlichen ihr, z. B. bei der von ihr so sehr gewünschten Neugestaltung ihres Balkons im afrikanischen Stil.
Auch die drei lebensfrohen Freundinnen geben Gabrieles Leben neue Impulse und es gibt einige gemeinsame Unternehmungen ohne Druck und Zwang.

Auch Wolf bringt interessante Aspekte und Sichtweisen in Gabrieles Leben und die beiden kommen sich näher. Hier eröffnet sich für Gabriele auch noch mal eine Chance auf eine neue Beziehung.

Gabriele mochte ich sehr, denn sie wirkte auf mich sehr authentisch und liebenswürdig. Ich konnte zu Beginn ihre Zweifel und Gedanken verstehen und habe sie dafür bewundert, dass sie genug Selbstvertrauen aufbringt, zunächst alleine etwas zu unternehmen und so neue Menschen kennenzulernen. Dabei springt sie mehr als einmal über den eigenen Schatten und erschließt sich neue Wege.

„Es ist nie zu spät“ ist ein wunderbarer Roman, der mit seiner Aussage und Botschaft dem Titel absolut gerecht wird. An Gabriele zeigt die Autorin, dass es wirklich nie zu spät ist, noch mal etwas Neues zu probieren, mutig neue Wege einzuschlagen und sich einfach auf das einzulassen, was das Leben zu bieten hat.
Gaby Hauptmann, die ja selbst das Rentenalter längst erreicht hat aber glücklicherweise nicht an Rente denkt, hat mich wieder einmal begeistert!


Gesamtbewertung: 5/5
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Klappentext

Es ist nie zu spät

Sonstiges von Gaby Hauptmann
Cover: Es ist nie zu spät

»Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an ...«

Gabriele freut sich schon lange auf all die freie Zeit. Nun ist der Tag da, sie ist in Rente und kann die Welt erobern. Doch plötzlich ist gerade die Zeit ihr größtes Problem: Ihre Freunde arbeiten oder haben Familie. Sie ist allein, egal, wohin sie geht. Ihr studierender Sohn interessiert sich kaum für sie. Doch dann begegnet sie drei unternehmungslustigen Frauen. In deren Mitte lebt sie auf und lernt einen faszinierenden Mann kennen: Wolf. Der macht mit Jugendlichen Survival-Training im Schwarzwald. Und fragt sie, ob sie als weibliche Begleitung mit will …

Ein Mut- und Muntermacher!

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